Denkerin, die nicht leicht in ein Raster passt

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Namhafte Forschende stellten Grundbegriffe und -phänomene Edith Steins bei einer Fachtagung der FernUniversität vor

Der Titel der Tagung „Grundbegriffe und -phänomene Edith Steins“ zeigte den 75 Teilnehmenden bereits, dass Philosophie „Arbeit am Begriff“ ist und den Phänomenen gerecht werden muss. Motto der Veranstaltung könnte daher, so Dr. Marcus Knaup, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FernUniversität, Edith Steins Aussage „Es gibt ein Ziel, auf das alle philosophische Einzelforschungen hinarbeiten und zu dessen Erreichung sie zusammenwirken: das Ziel, die Welt zu verstehen“ sein.

Namhafte europäische Forschende stellten unterschiedliche Grundbegriffe und -phänomene Edith Steins vor. Es gab Vorträge zur Phänomenologie, zur Anthropologie, zur Religionsphilosophie und zur Frage, „wie wir heute Stein lesen können“, so Knaup weiter.

Aus FernUni-Sicht war gerade auch die Anknüpfung an den Schwerpunkt „Phänomenologie“ des Hagener Instituts für Philosophie interessant: „Wir konnten das bisherige Spektrum durch die religionsphilosophischen Fragen einer Denkerin, die nicht leicht in ein Raster zu stecken ist, erweitern“, resümiert Knaup. „Insofern war die Veranstaltung in mehrfacher Hinsicht wegweisend.“

Prof. Dr. Andreas Kleine, Prorektor der FernUniversität für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung, stellte in seinem Grußwort einen Bezug zu dem Leben und Wirken Edith Steins und der Veranstaltung her: „Für ihre religiösen, philosophischen und ethischen Überzeugungen trat Edith Stein mit Leidenschaft ein. Schließlich wurde sie von den Nationalsozialisten ermordet. Auch mit Blick auf dieses Schicksal ist Ihre Teilnahme an der heute beginnenden Tagung so wichtig: Indem Sie Edith Steins Werk Aufmerksamkeit schenken, es analysieren, diskutieren und ins rechte Licht rücken, zeigen sie nicht nur vor großen Ideen, sondern auch vor einer beeindruckenden Persönlichkeit Achtung.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das „Edith Stein-Lexikon“ vorgestellt. Im Anschluss an die 27-bändige Edith Stein-Gesamtausgabe soll es das denkerische Erbe Steins und ihre philosophiegeschichtliche wie ihre systematisch-phänomenologische Bedeutung weiter erschließen. Mehr als 40 Stein-Forscherinnen und -Forscher aus verschiedenen Ländern und Generationen haben daran gearbeitet. Herausgegeben wird es von Dr. Marcus Knaup und Prof. Dr. Harald Seubert (432 Seiten, Verlag Herder, ISBN 978-3-451-34550-0)

Eine öffentliche Wanderausstellung über das Leben der Philosophin, Frauenrechtlerin und späteren Ordensfrau in der Universitätsbibliothek wurde in der Universitätsbibliothek eröffnet.

Eine Antwort to “Denkerin, die nicht leicht in ein Raster passt”

  1. Harald Helmut Wenk (@drhwenk) Says:

    zu orientierung des „edtih steinschen“ orientierungswissens. leider mehr metawissen, ja gar phiosophiegeschichte“quiz“wissen, statt deuterolernenwissen genannt. deutorolernen ist „lernen des lernens“, englisch buchtitel des sufis idries shah, die die psychologie der „heilgen vernunft“, aus der philosphie spinozas, schellings, hegels, indisch orientalisch, auch kennen. blinder leseeifer schadet nur…..

    richtig, kant spezifiert da wider zu „provinzialistisch“…

    edith stein ist nämlich eine „de wenigen „vorzeige“frauen, die VEHEMENT von der modenren kirchenkritischen philosophie – als assistentin des phänomenlogiegründers Husserl – zurück in den schoss der katholischen kirche fand, das religöse judedentum als stadium mitnehmend.dabei stützt sie sich klasssich auf thom,as von aquin.

    Husserls noch berühmter assistent Heidegger, auch als phänomenlooge, „verwand“ irgenbdwie die kirche alsl metaphysik und habilitierte über den katholischen zweitoberdogmatiker duns scotus. die kirchenkritik fiel so „mantisch“ aus, dass sich die theoleogen im werke heideggers viel „wiedrafnden“ und ihn nutzten (katholisch max müller, evangelisch bultmann).

    es ist der pantheismus und panpsychismus, der christliche anthpomorphismus DAGEGEN, der in der religionsphiosphie geradezu FREUDIANISCH repressiv verdrängt , die eigentlich richtigen fragestellungen gäbe. de spinoziost manfred walther hat da religionsphilophisch für die meisten in r berd das relevante herausgearbeitet.

    die „werte“debatte ist eben jene oberste „verstehens“eben, die die philosophie lehren soll,. dabei direkt auf dem „schlachtfeld“ religionsphiosophie schon in der fragestellung hie asbngedrängt. im gensatz z fasz allen anden kulturen, isdt die rfeligionsphiosophie hier sehr wenig „vedrstanfen“, meist in nachahmungsgaluebn verfangen.

    hitler und nsdap haben es nicht beim einsperren und töten von kirchenleuten gelassen, sei haben neben dem konkoerdat mit kathilsoch kirche, aus dem edth stein asl JÜDIN herauisfiel, die kirche als DEUTSCHGE CHRISTEN gleichhgeschaltet.

    Heidegger erwähnte seinen jüdischen lehrer Husserl nicht mehr viel in der nazizeit.

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