Deerth: Auf zum letzten Gefecht

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AWO schreibt dem Oberbürgermeister

Am Donnerstag stellt der Rat die Weichen zur zukünftigen Nutzung eines Teils des Hagener Stadtwalds. Dann wird entschieden, ob ein Planverfahren eingeleitet wird, das der AWO den Bau einer Forensik in einem Landschaftsschutzgebiet erlauben würde. Fünf Fachgremien des Stadtrats hatten bereits im Vorfeld diese Pläne abgelehnt.

Kurz vor Toresschluss hat sich jetzt die AWO mit einem Schreiben an den Oberbürgermeister gewandt. Inhalt des von AWO-Geschäftsführerin Birgit Buchholz unterzeichneten Schriftstücks ist ausschließlich der umstrittene Verkauf von Flächen an die AWO.

Die hatte die Stadt bzw. der Wirtschaftsbetrieb Hagen als Waldgrundstücke dem Wohlfahrtsverband zum Schnäppchenpreis überlassen, obwohl die Verkäuferseite zu dem Zeitpunkt bereits über die Baupläne informiert war. Baudezernent Grothe hatte das zuerst abgestritten, musste aber später einräumen, es mit der Wahrheit nicht so genau genommen zu haben.

Zur grundsätzlichen Kritik an den AWO-Plänen äußert sich Geschäftsführerin Buchholz in dem Brief nicht, verweist stattdessen aber auf „Planungs- und Vorlaufkosten auf Seiten der AWO“. Das wirft die Frage auf, ob es bei der AWO üblich ist, erheblich Summen (laut Presseberichterstattung 500.000 Euro) in eine Planung zu investieren, obwohl überhaupt noch kein Baurecht vorliegt. Oder ob es sich nicht vielmehr um Veruntreuung von Geldern handelt.

Die für Donnerstag angesetzten Tagesordnungspunkte behandeln aber nicht die Merkwürdigkeiten des Grundstücksverkaufs, sondern eine Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Bereich sowie die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens.

Das betont auch Professor Dr. Jörg Liese, Mitglied der Bürgerinitiative Deerth, in einem Schreiben an die Hagener Ratsfraktionen und weist daraufhin, „dass nicht das Grundstücksgeschäft aus 2014 zwischen Verwaltung und AWO am 30. November zur Bewertung ansteht, sondern die Frage: Darf das Landschaftsschutzgebiet Deerth zum Bau einer geschlossenen Forensik in Bauland verwandelt werden?“

Hagener Presse und AWO-nahe Fakebook-Aktivisten hatten immer wieder den Eindruck erweckt, am Deerth solle nur eine Schafswiese bebaut werden. Das ist zumindest eine tendenziöse Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse. Das Flurstück mit der Wiese hat eine Größe von etwa 6.700 qm, das Flurstück, das zu 100 Prozent aus Wald besteht, ist allerdings wesentlich größer und umfasst rund 9.800 qm. Auch die Mehrzahl der geplanten Gebäude soll auf dem Waldstück entstehen.

3 Antworten to “Deerth: Auf zum letzten Gefecht”

  1. Hansimäuschen Says:

    Könnte man nicht statt Schafswiese einen Wildschweinpark einrichten,u. a., damit nicht so unsäglich viele Tiere erschossen werden müssen ?
    Eine Frage wäre dann allerdings, wie sie – natürlich nach und nach – eingesammelt und dorthin gebracht werden können.
    Immerhin hat der WBH ja nicht so viel zu tun, um nicht eine tiergemäße Betreuung gewährleisten zu können ( betreutes Wohnen ).
    ( Achtung : dieser Kommentar wurde naturgemäß abseits jeder Fachlichkeit erstellt, nur ein Gedanke ! )

  2. Allan Qutermain Says:

    Es wie immer Doller, mit den Argumenten der AWO.

    Jetzt wird Argumentiert mit 500.000 Euro Planungskosten.
    Die die AWO schon raus geballert hat?

    Ich hoffe, dass sich in Hagen ein Anwalt findet, der die AWO alleine wegen dieser Äußerung auf die Finger klopft.
    Als Muettchen mit AWO Mitglidschaft käme ich mir verarscht vor, wie die Mitgliedsbeiträge verwendet werden.

    Bei dem Grundstück Feihstrasse 38 gab es auch mehrere Bieter.
    Einer davon war die EDIKA.
    Jetzt verstehe ich deren Preiserhöhungen besser.
    Danke AWO.

    Ich Frage mich auch, wie lange sich Bob der Baumeister,
    noch in Hagen halten kann.
    Da er es zum wiederholten Male nicht so mit der Wahrheit hat.

    Aber dazu benötigte man einen Stadtrat mit einen

    „Arsch in der Hose.“

    Und da sieht es bei den Poestchenjaeger im Rat nicht aus.
    Man strebt ja höhere Weihen in der Politik an.

  3. Harald Helmut Wenk (@drhwenk) Says:

    also die abblehnung wäre ein ziemliches „aus“ für dien FORENSIKnau (das ist ein GEFÄNGNISPSYCHIATRIE).

    9800 qm sind 2 fussballfelder nebeinander , 100m mal 100 m.
    das ist bei der größe des stadtwaldes nun wirklich nicht viel.
    da werden flächen ganz anddere größe klammheimlich im stadtwakd „gestaltet“-.
    das abolzennach einewn sturm zwischen bismarckturm und kaissr-friedrich-turm zum exempel.

    die „ökologischen“ waldnutzungsbe3denken sind schon etwas an den haaren herbeigezogen, eshandelt sich um dass „st.florians“prinzip.

    wie öft geschrieben, nin ich gene aus DE-KRIMINALISIERUNGGgründen und wegen dr antzipsychiatrie, die programme d LINKEEE ab bundesebene abwärts einbeziehend.

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