ÖPNV-Mittel sollen gekürzt werden

by

Einsamer Beschluss von OB, Kämmerer und HVG-Chef

„Die Stadt Hagen wird die Zuschüsse für die HVG auf Basis der überplanmäßigen Ergebnisse des Unternehmens in den letzten Jahren im Jahr 2018 und im Jahr 2020 um jeweils eine Millionen Euro kürzen.“ So ist es wörtlich in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zu lesen.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Beschluss des Hagener Stadtrats, sondern um eine einsame Entscheidung dreier Männer: Des Oberbürgermeisters, des Kämmerers und des Geschäftsführers der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG). Ist der Hagener Rat jetzt obsolet? Oder ist es endgültig normal geworden, dass die Verwaltungsspitze davon ausgehen darf, dass sie einer gewählten Vertretung Entscheidungen vorgeben kann, weil sich – mit Hilfe der Koalition des Grauens – per se eine ausreichende Mehrheit der Abnicker findet?

Während in den politischen Gremien nach Jahren des Stillstands endlich über eine Verbesserung des einer Großstadt unwürdigen Magerangebots des ÖPNV diskutiert wird, setzen Oberbürgermeister Schulz und seine beiden Adjutanten zur Rolle rückwärts an, um wieder einmal Löcher im städtischen Haushalt zu füllen.

Mit dieser „einvernehmlichen Lösung zur weiteren Zuschussentwicklung“ werde nur sichergestellt, dass das Leistungsangebot des ÖPNV in Hagen „ohne jede Abstriche uneingeschränkt aufrechterhalten“ wird. Von einem dringend notwendigen Ausbau des ÖPNV ist keine Rede mehr. Als Zugabe für Unentschlossene wird mit dem Einstieg in die Elektromobilität gelockt.

Für den Fall, dass der Rat nicht spuren sollte, hat die OB-Etage schon mal die Werkzeuge vorgezeigt. Bereits am 27. September ließ Pressesprecher Thomas Bleicher verlauten:

„Letztlich wird der Rat zu entscheiden haben, ob eine Bildung von Rücklagen bei städtischen Töchtern durch Einsparungen an anderer Stelle oder gar durch Steuererhöhungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hagen vertretbar erscheint.“

3 Antworten to “ÖPNV-Mittel sollen gekürzt werden”

  1. Elfriede N. Says:

    Es wird langsam Zeit den kleinen Mann nach Hause zu schicken. Dieses Regieren nach Gutsherrenart kann ja wohl nicht wahr sein.

  2. Allan Qutermain Says:

    Und da wundern sich alle, dass der PKW Verkehr in der Innenstadt zunimmt. Das kann man wunderbar daran ersehen, dass die Parkhäuser morgens schon Rappevoll sind.
    Dort stehen die Autos dann, bis die Geschäfte geschlossen haben und der Heimweg beginnt.
    Für mich ist das ganze Unsinnig, aber bei diesen ÖPNV- Taktzeiten in Hagen nach voll zieh bar.
    Irgendwie müssen die Verkäufer*innen und Angestellt*e*ihnen ja früh morgens zur Arbeit kommen und spätabends wieder nach Hause.

    Und auch die Straßen sind für die Fussgaenger um diese Uhrzeiten nicht sicher geworden. Leider muss man sagen.
    Wie sagte unsere geliebte Führerin so schön,
    „Jetzt sind sie einmal da.“

    Wie die Stadt Hagen und ihre Tochterunternehmen ticken, habe ich vorige Woche mir genauer angesehen.
    Ich dachte erst, ich sehe nicht richtig.
    Da steht vor einer E-Ladestation seit ? Tagen ein TESLA als Werbeträger.

    Nicht zu bekommen unter 70.000 Euro.
    Das muss in den Ohren und Augen der gekündigten Mitarbeiter wie ein Hohn wirken.
    Da ich mich „etwas“ damit auskenne, diese Karre mit einigen Schnickschnack, ist nicht unter 90.000 Euro zu bekommen.

    Fazit, man gönnt sich doch sonst nichts.

  3. Allan Qutermain Says:

    Kleiner Nachtrag zu „man gönnt sich ja sonst nichts“.

    TESLA Model X 75D 328PS 102.400,- Preis in Euro

    TESLA Model X 90D 416PS 113.300,- Preis in Euro

    TESLA Model X P100D 616 PS 158.800,- Preis in Euro

    TESLA Model S 75D. 332 PS 94.700,- Preis in Euro

    TESLA Model S 90 D. 422 PS 105.701- Preis in Euro

    TESLA Model S P1000 613 PS 157.200,- Preis in Euro
    Perfomance

    Alles PS Bolliden für den Stadtverkehr,
    vom Preis her E-Stromer, die sich Otto Normalbürger oder
    Marianne Mustermann, so eben noch leisten kann.

    Dann sollte man nicht vergessen, das in NRW ca. 60 Prozent der Stromerzeugung bis zum Jahre 2030,
    durch Braunkohle und Exportierter Steinkohle erzeugt wird.
    Dank Hanni und Nanni. Frau „Wir schaffen das.“ inbegriffen.

    Zu den Produktionsstätten von TESLA sieht es so aus,
    dass die dortigen Rettungsdienste einen Pendelverkehr eingerichtet
    haben. Kreislauf Zusammbrueche und Arbeitsunfälle müssen sich dort häufen.

    Vom Typ III, das ist der Karre für nur 94.700 Euro,
    wurden Weltweit bis jetzt ca 1.700 Fahrzeuge ausgeliefert.

    Das muss dort so Fluppen, das vorige Woche
    ca 780 Mitarbeiter ihre Kündigung erhalten haben.

    Aber, dafür sind die Aktienkurse danach gestiegen.

    Aber so ein Schweineauto, einer Schweinefirma,
    stellt man vor seinen Kundenzentrum ab.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: