Abrissaktion: Gründerzeit-Wohnblock in Hagen soll verschwinden

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Häuser, die im Dortmunder Kreuzviertel oder in Essen-Rüttenscheid einen Mieteransturm auslösen würden, sind in Hagen Ladenhüter. So zum Beispiel ein kompletter Wohnblock von Gründerzeit-Häusern im Stadtteil Wehringhausen Schöne phantasievolle Fassaden, ein parkähnlicher Hof, Blick auf die umliegenden bewaldeten Hügel. Eigentlich ein Mietertraum. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2: WDR (Video, verfügbar bis 04.09.2017)

Anmerkung: War in der WPWR-Berichterstattung vor einer Woche noch von einem „Investitionsstau von gut 20 Millionen Euro“ die Rede, nennt GWG-Vorstand Rehrmann im WDR-Beitrag jetzt nur ein „Sanierungsvolumen von weit über 10 Millionen“ Euro. So schnell können sich Zahlen verändern.

3 Antworten to “Abrissaktion: Gründerzeit-Wohnblock in Hagen soll verschwinden”

  1. Michael HA Says:

    In anderen Ruhrgebietsstädten, weiß die Stadtplanung, dass Gründerzeithäuser, ein wahres Pfund vor allem für das Stadtbild darstellt und junge Leute und Familien in die Stadtteile lockt. Selbstverstädlich müssen die Wohnungen auch auf einen modernen Stand gebracht werden. Das es dort immer noch Flurtoiletten gibt ist schon ein Skandal und zeigt, dass die GWG die Häuser (absichtlich) hat verwahrlosen lassen.

    Anders sieht es in Leipzig aus. Dort bemüht sich die Stadt aktiv um den Erhalt der vom Abriss und Verfall bedrohten Gründerzeithäuser. Es wurde die Idee der „Wächterhäuser“ gegründet. Das Projekt – als Teil des ExWoSt-Forschungsfeldes Nationale Stadtentwicklungspolitik – wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gefördert.
    Link: http://www.leipzig.de/bauen-und-wohnen/stadterneuerung-in-leipzig/stadterneuerungsprojekte/waechterhaeuser/

  2. Michael HA Says:

    Hier gibts noch einen Film zum Wächterhausprojekt bei Vimeo:

  3. Jürgen Dute Says:

    Die Architektur in Wehringhausen ist in der gesamten Stadt nicht zu finden. Dieses zu zerstören, sei es aus Profitgier oder auch aus Inkompetenz, ist m. E. grobfahrlässig. Aber was ist in Hagen nicht grobfahrlässig. Bisher ist nur niemande der verantwortlichen Personen dafür belangt worden. Selbst Schwerte hat einen historischen Kern. Ohne diesen wäre die Stadt nicht liebens und lebenswert.

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