Kein Förderbescheid des Bundes für Breitband für Hagen

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OB hat den Antrag wohl zurückgezogen

Minister Dobrindt hat gestern (27.07.2017) 209 Förderbescheide für den Glasfaserausbau verteilt. Eigentlich hätte Hohenlimburg dabei sein sollen, immerhin wurde ja nach vielen Anläufen und Beschlüssen im Februar dann endlich der Antrag mit Hilfe des mit 50.000 Euro geförderten Consultant von der Stadt Hagen gestellt.

Die SPD Hohenlimburg kennt noch nicht die ganze Geschichte, aber der OB hat den Antrag wohl zurückgezogen. Und das wohl schon vor Wochen, bedauerlicherweise wurde seitens der Verwaltung hierüber nicht berichtet.

Laut unseren Informationen soll ein Telekommunikationsunternehmen, welches bisher nicht näher genannt wird, Pläne zu Ausbau in Gebieten, für die Fördergelder beantragt wurden, jetzt doch auf eigene Kosten ausbauen wollen.

Schon unverständlich, immerhin gab es ein sogenanntes Markterkundungsverfahren, in dem alle Unternehmen bis zu einem Stichtag mitteilen mussten, wo sie in den nächsten drei Jahren gedenken selbst auszubauen. Aus diesem Markterkundungsverfahren resultieren auch die Angaben z.B. bezüglich dem Ausbau von halb Berchum durch die Deutsche Telekom.

Wieso jetzt auf einmal jemand da reingrätschen darf und den ganzen Antrag zu Fall bringt wird sicher noch Fragen aufwerfen, die es von der Verwaltung zu beantworten gilt. Genauso wie die Frage nach der schlechten Kommunikation. Immerhin hat die Stadt Hagen seit dem 01.06.2017 einen Breitbandkoordinator, dessen Stelle über die nächsten 3 Jahre mit 150.000 Euro aus Steuergelder bezuschusst wird.

Nun soll im September der nächste Antrag gestellt werden – also von heute gerechnet weitere 7 Monate Warten bis Geld fließt.

Quelle: SPD Hohenlimburg

Siehe auch:

Vierte Runde Bundesförderprogramm Breitband:
331 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für schnelles Internet in NRW

(enthält eine Liste der Zuwendungsempfänger und Förderbeträge)

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2 Antworten to “Kein Förderbescheid des Bundes für Breitband für Hagen”

  1. Elfriede N. Says:

    Kann man den angeblichen Grund wirklich glauben?

    Es wurden vom Bund 209 Förderbescheide bewilligt – Warum ist in den anderen Städten kein Telekommunikationsunternehmen auf die Idee gekommen, NACH dem Markterkundungsverfahren plötzlich zum Wohltäter zu werden? Es wäre interessant zu wissen, wie viele Kommunen ihre Anträge in letzter Minute zurückziehen?

    Und vor allem welches Telekommunikationsunternehmen war das?
    Und über welche Teile der Flächen des Antrags reden wir?

    Mal sehen ob wenigstens dies offen und ehrlich beantwortet wird oder ob man sich da wieder auf „Geschäftsgeheimnisse“ beruft um alles mit dem Mäntelchen des Schweigens zu umhüllen.

    Sicher gibt es immer irgendwelche Gründe, die uns dann seitens der Verwaltung genannt werden, doch wenn man nachbohrt fallen viele Begründungen in sich zusammen wie Kartenhäuser.

    Und warum wird so eine weitreichende Entscheidung dann nicht im Vorfeld offen und nachprüfbar kommuniziert. Alles das erweckt doch schon den Verdacht, dass da wieder mal was nicht korrekt abgelaufen ist.

    Selbst wenn dieser Antrag vom Ministerium negativ beschieden worden wäre, hätte man wie jetzt einen neuen Antrag stellen können. Vielleicht wäre der Antrag ja auch ohne Probleme durchgegangen und jetzt hätten wir in Hagen Fördermittel zur Verfügung.

    Oder war das wohl möglich gar nicht der wahre Grund den Antrag so kurz vor knapp zurückzuziehen?

  2. Allan Qutermain Says:

    Es wird weiter gemauschelt, das sich die Balken biegen.

    Schnelles Internet, braucht man nicht in Hagen.

    Jeder kleinste Standortvorteil wird zunichte gemacht.

    So kann man Firmen nicht nach Hagen locken, oder Unternehmen in Hagen halten.

    Was für Firmen gelten sollte, hat natürlich auch seine Berechtigung für Freie Berufe und die Bevölkerung.

    In umliegenden Gemeinen wird in Neubaugebieten schnelles Internet mit ein gebuddelt. In Hagen undenkbar.

    Da ist man schon froh in Hagen, über 2 MBit/s. oder noch weniger.

    Verwandte von mir warten nach einen Blitzeinschlag vor 5 Wochen darauf, dass sie wieder mit der Welt per Telefon und Internet kommunizieren können.
    Der Monopolist in Magneta Farbe, bekommt das nicht gebacken.

    Es handelt sich bei den Verwandten nur um einen „kleinen“ Unternehmer mit 5 AN. Aufträge ab arbeiten per Mobiltelefon hat auch so manchen Reiz.

    Achso, die wohnen nicht in Afrika, sondern in einen Vorort von Hagen.

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