Der neue Quälgeist

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Hans-Josef Vogel wird Regierungspräsident in Arnsberg

Die neue Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat in ihrer Kabinettsitzung am Dienstag die Regierungspräsidentinnen und -präsidenten für die Bezirksregierungen in Arnsberg, Düsseldorf und Münster ernannt. Hans-Josef Vogel wird Regierungspräsident in Arnsberg und somit als Kommunalaufsicht künftig auch im Auge behalten, ob die Kürzungspolitik in Hagen brav fortgeschrieben wird.

Vogel wurde 1956 in Werl/Westfalen geboren. Seit 1999 ist er Bürgermeister der Stadt Arnsberg. Der Jurist wechselte nach Tätigkeiten in Wissenschaft und Politik im Herbst 1987 als Referent des Stadtdirektors und Referent für Schule, Kultur, Sport der Stadt Münster in die Kommunalverwaltung. 1991 übernahm er die Verwaltungsleitung des Landesfunkhauses Sachsen des neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Dresden und trug zum Aufbau des MDR in Sachsen bei. 1993 wurde Hans-Josef Vogel zum Stadtdirektor der Stadt Arnsberg gewählt. Im Jahr 1999 wurde er zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Arnsberg gewählt. In den Jahren 2004, 2009 und 2014 wurde er in diesem Amt bestätigt.

Vogel löst Diana Ewert ab, die in den zwei Jahren ihrer Tätigkeit nach eigener Einschätzung auch immer den Schulterschluss mit den Städten und Gemeinden gesucht habe: „Mein herzlicher Dank gilt zum Abschied auch den Kommunen. Die vergangenen zwei Jahre haben die kooperative und konstruktive Zusammenarbeit zwischen ihren Vertretern und der Bezirksregierung immer wieder unter Beweis gestellt.“ In Hagener Ohren klingt das wie blanker Zynismus.

Auch weiterhin gilt: Großstädte werden von einem vormaligen Feme-Nest an der oberen Ruhr verwaltet und kujoniert. „Ahnsberch, dat ahnze ganich, wo dat liecht“, so hieß das schon 1980 in der Musikkomödie „Ahnsberch“ in Peymanns Bochumer Ensemble, wo dann auch zu hören war: „Ruhr schreibt man wie Aufruhr.“ In dem „Volksstück über die Räuber an der Ruhr“ träumte das Revier schon vor mehr als 35 Jahren davon, von Arnsberg-Kontrollen endlich frei zu kommen, ging es für die Bewohner des größten deutschen Stadtgebildes um Selbstbestimmung.

Die wird sich unter der Regie eines vormaligen Provinz-Bürgermeisters auch in Zukunft nicht einstellen.

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