„Abschied“

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Zehntes Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen

Im zehnten und letzten Sinfoniekonzert der Spielzeit des Philharmonischen Orchesters Hagen am 11. Juli 2017 (20 Uhr, Stadthalle) heißt es Abschied nehmen. Florian Ludwig (Foto: Robin Breyl) wird nach neun Jahren als Hagener Generalmusikdirektor sein Amt abgeben und sich neuen Aufgaben widmen. Aus diesem Anlass stehen Werke auf dem Programm, die ihm persönlich besonders nahestehen.

Johannes Brahms schuf sowohl mit der „Nänie“ als auch mit dem „Schicksalslied“ zwei kleinere Chorwerke mit Orchester, die von Trauer, Melancholie, aber auch Transzendenz und Hoffnung geprägt sind. Brahms, der sich mit Gefühlsregungen nach außen stets zurückhielt, hat hier wunderschöne und ausdrucksstarke Wege gefunden, sein Seelenleben in Töne zu fassen. In ihrer konzentrierten Form und der Tiefe der Textausdeutung gelten sie als zwei der schönsten Werke des Komponisten überhaupt. Sie werden interpretiert vom Philharmonischen Chor Hagen.

Gustav Mahlers fünfte Sinfonie ist v. a. für das elegische Adagietto berühmt, das Luchino Visconti im Film „Tod in Venedig“ verarbeitet hat und eine Liebeserklärung Mahlers an seine spätere Frau Alma darstellt. Zwischen dem Trauermarsch zu Beginn und dem überbordenden Jubel am Ende fasst die Sinfonie eine ganze Welt wie in einem Brennglas zusammen. Mahler betrat hier wieder einmal Neuland und nannte sie einen »ersten Schritt zur Neugestaltung der Welt aus dem eigenen Ich«.

Mit der Präsentation dieser Werke stellt dieses Konzert einen packenden wie würdigen Abschluss einer neunjährigen Amtszeit dar.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

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Eine Antwort to “„Abschied“”

  1. hansimäuschen Says:

    Interessant wäre, was u. a. Mahler unter “ eigenem Ich “ verstand ?
    Und interessant ist auch, wie es mit dem Stadt – Theater ( jetzt ist das bekannte Gebäude gemeint ..) weiter geht. Denn wenn auch artig allerseits betont wird, daß Wechsel dazu gehört, ist es doch ein ziemlicher Hammer, daß auf einen Schlag gleich 4 Führungskräfte gehen.
    Wenn hier auch die hohe Kunst und Schauspielerei angesagt ist, dürfte auf der anderen Seite der Medaille m. E. Authentizität stehen.
    Deshalb : ( Auch ) Schnauze voll und, wenn ja, wovon ? Oder Abschied mit Friede, Freude, Eierkuchen, Lobhudeleien und Harmoniesucht ? Es gibt Leute, die letzteres wohl erwarten…

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