„Triumph ohne Sieg“

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Neue Ausstellung in Haltern widmet sich den Fake-News in der römischen Geschichte

Eine neue Ausstellung im LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt, dass sogenannte alternative Wahrheiten bereits vor 2000 Jahren als machtpolitische Mittel genutzt wurden. Damals hat Kaiser Tiberius den sieglosen Krieg in Germanien mit einem spektakulären Triumphzug für seinen Feldherren Germanicus in einen Erfolg umgewandelt. Die Schau „Triumph ohne Sieg“ (2. Juni bis 5. November 2017) zeichnet die Geschichte anhand von 250 Kunstwerken und Artefakten nach.

„US-Präsident Trump hat wahrscheinlich noch nie von dem römischen Kaiser Tiberius gehört, aber gelernt hat auch er von ihm allemal“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb bei der Vorstellung der Ausstellung. „Unsere Ausstellung dreht sich um Fake-News, um Niederlagen, die zu Siegen umgedeutet werden, um symbolische Politik durch Massenveranstaltungen und um alternative Wahrheit – nur eben vor 2000 Jahren.“

Im Mittelpunkt steht dabei der Triumphzug für Germanicus Ende Mai 17 n. Chr. in Rom, aber auch die Frage, was geschehen wäre, wenn Rom tatsächlich östlich des Rheins erfolgreich gewesen wäre: „Alles, was städtisches römisches Leben ausmachte, erblühte auf der anderen Seite des Rheins und wäre vermutlich auch in Haltern geschehen, wenn sich die Römer nicht aus dem heutigen Nord- und Westdeutschland zurückgezogen hätten“, teilt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dazu mit.

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