„OB ist Geldbeschaffer für Phoenix“

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VfL Eintracht Hagen kritisiert Politik scharf

Der Vorstand des Sportvereins VfL Eintracht Hagen von 1863 e.V. wirft Oberbürgermeister Erik O. Schulz und dem Stadtrat vor, einseitig die Basketballfirma Phoenix Hagen GmbH* zu fördern. Die Sportvereine hätten das Nachsehen.

In einem Offenen Brief, gerichtet an den Oberbürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats sowie des Sportausschusses (Vorsitzender: Dietmar Thieser!), schreibt Detlef Sputh, Vorsitzender von VfL Eintracht Hagen:

„Im November des vergangenen Jahres musste Phönix Hagen wieder einmal (zum 3. Mal – allerdings in unterschiedlichen Konstellationen) Insolvenz anmelden. Zurück blieben nicht unerhebliche Schulden, die von der Stadt Hagen und vom Steuerzahler zu tragen sind: nicht gezahlte Lohn- und Umsatzsteuern, schuldig gebliebene Sozialbeiträge, Ausfall der Restschulden für den Eigenanteil des Hallenumbaus der Ischelandhalle in eine Basketballhalle und vieles mehr.

Es grenzt allerdings schon an Frechheit und ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten, dass die neue Basketball Hagen GmbH & Co KG aA* in einem Brief an den Sportausschuss der Stadt Hagen zwar ihr Bedauern ausdrückt, dass man ein Darlehen von 60.000,00 EUR durch die Insolvenz nicht zurückzahlen konnte, gleichzeitig wird aber um Unterstützung bei der Anschaffung eines neuen Hallenbodens in Höhe von 75.000,00 EUR gebeten. Besondere Brisanz erhält dieser Vorgang dadurch, dass nicht ein Verein den Antrag gestellt hat, sondern eine juristische Person.*

Die Sportpauschale, aus der diese Mittel kommen sollen, sollte doch wohl für Leistungen an die Vereine gedacht sein (Förderung von vereinsinternen Anlagen)!

In diesem Zusammenhang ist unbedingt darauf hinzuweisen, dass unlängst der Rat der Stadt Hagen aufgrund der maroden Finanzsituation alle Sportvereine mit einer Energie- und Bewirtschaftungsumlage „beglückt“ hat. Hierdurch sollten jährlich Einnahmen in Höhe von 180.000,00 EUR erzielt werden. Mehr als 2/5 dieser Einnahmen wären auf einem Schlag wieder ausgegeben. Deshalb ist wohl anzunehmen, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen deutlich verbessert haben. Anders kann ich die Entscheidung des Sportausschusses, dem Rat der Stadt mehrheitlich die Anschaffung des Hallenbodens zur Vermietung an Phönix Hagen, zu empfehlen, nicht interpretieren. (…)

Von allen politischen Gremien erhoffen und erwarten wir aber Neutralität. Es darf nicht sein, dass der Oberbürgermeister seine politische Einflussnahme nutzt, um sich einseitig für nur einen Verein als Geldbeschaffer einzusetzen; was sich zwangsläufig zum Nachteil aller anderen Sportvereine auswirkt.“

Anmerkung: Sowohl die Phoenix Hagen GmbH als auch die Basketball Hagen GmbH & Co KG aA sind keine Vereine, sondern Kapitalgesellschaften.

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Eine Antwort to “„OB ist Geldbeschaffer für Phoenix“”

  1. Allan Qutermain Says:

    Ich Stelle Mal fest, dieser Söldnerladen, der sich als GMBH entpuppt,

    als Vorsitzenden den Ex-Caritas Geschäftsführer von Hagen hat.

    In Personalunion immer noch Fraktionsvorsitzender der CDU im Hagener Rat ist. Da sind die Wege in das Büro eines OB sehr kurz.

    Und Vereine die als e.V. geführt werden, und auch noch Ehrenamtlich,
    haben dann das Hintertreffen.

    Der Steuerzahler hat schon mehrmals dieser Basketball-Truppe aus der Patsche geholt.

    Sind doch dort immer so schöne Pöstchen zu vergeben.

    ORION, Brandt, Phoenix, bei allen Pleiten hat der Steuerzahler und die

    Solidargemeinschaft auf Hunderttausende, wenn nicht sogar

    Millionen von Euros verzichtet.

    Wer zahlt eigentlich die ausstehenden Handwerker-Rechnungen

    oder die ausstehenden Mieten der Ex- Söldner?

    Mich wundert, dass von Seiten der IHK und Kreishandwerker-Schaft nichts kommt.

    Bei manchen Vergleichen kommt wenigstens eine Summe von
    8 bis 20 Prozent heraus. Hier ist es wohl eine Null.

    Als Sieger ist der Insolvenzverwalter anzusehen.

    Und der neue Laden der wie Phoenix aus der Asche gekommen ist.

    Egal ob als AG, GMBH, CO, oder KG.

    Oder was es noch so an Steuervermeidungen so gibt.

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