Karibik-Touristen machen „Außenpolitik“

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Klimaschutz und Firmenansiedlung – gerne in der Ferne

Oh, island in the sun: Dezernent Huyeng mit Begleitern und Gastgebern in karibischer Sommerfrische. Foto: Stadt Hagen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Hagens Umweltdezernent Thomas Huyeng und Umweltamtsleiter Dr. Ralf-Rainer Braun zusammen mit Markus Vetter, Mitarbeiter der Firma Kostal, zurzeit in Jamaika zu Gast, um sich im Rahmen der Kommunalen Klimapartnerschaft unter anderem mit dem deutschen Botschafter auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Fortschritt der Klimaschutzprojekte und mögliche Perspektiven der Ansiedlung deutscher Unternehmen in Jamaika und in der Karibik.

Dagegen wäre nichts einzuwenden, könnte Huyeng auf wirksame Erfolge in seinem Zuständigkeitsbereich verweisen. Dort ist aber nichts außer – im wahrsten Sinne des Wortes –  dicker Luft zu finden. Es ist ja auch einfacher, mit einem Minister in der fernen Karibik fürs Gruppenbild zu posieren als in Hagen etwas zu tatsächlichem Klimaschutz beizutragen anstatt nutzlose Alibimaßnahmen in Angriff zu nehmen.

Das gleiche gilt sinngemäß auch für die Ansiedlung von Unternehmen, für die Huyeng in Hagen zwar nicht zuständig ist, was aber in Jamaika (und gleich in der gesamten Karibik!) interessanterweise zu seinem Aufgabenbereich gehört; mitreisende Unternehmensvertreter bilden bei dieser Art von Außenpolitik das Standartrepertoire.

So schätzten sich die Hagener Touristen sicherlich glücklich, persönlich von Dr. Andrew Wheatley, jamaikanischer Minister für Wissenschaft, Energie und Technologie, zusammen mit Leon Thomas, Bürgermeister von Portmore, begrüßt zu werden. In einem – natürlich „intensiven“  –  Gespräch unterstrich Wheatley die Bedeutung der seit 2012 bestehenden Klimapartnerschaft zwischen den beiden Städten. Er dankte der Bundesrepublik Deutschland und im Besonderen der Stadt Hagen für ihr Engagement.

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Eine Antwort to “Karibik-Touristen machen „Außenpolitik“”

  1. Allan Qutermain Says:

    Auf nach Jamaika liebe Unternehmer.
    Dort sind die Löhne noch niedrig.

    Hier in Deutschland kommt so wieso die Umstellung auf 4,0.
    Dann werden Niedrigloehner so was von Überflüssig.

    Man schätzt ca. 3 bis 5 Millionen Arbeitsplätze fallen dann weg.
    Aber keine Panik, die zweite Welle kommt erst ab 2022.
    Bis dann sind einiger Schlaumeier in der Politik Geschichte.

    Und bis dahin benötigen die AG die ganzen Facharbeiter aus
    Osteuropa und Südland. Oder etwa nicht?

    LINDE baut Stellen ab, SIEMENS, ThyssenKrupp, usw.

    Sogar bei VW stehen in den Deutschen Werken über 25.000 Arbeitsplätze auf der Kippe.
    Es soll nur über Fluktuation Personal abgebaut werden.
    Danke IGM und Land NS. Denn diese beiden haben zu gestimmt.

    In Bochum warten noch 1.500 Opelaner auf neue Jobs.
    Ganz zu Schweigen von noch 45.000 Schleckerfrauen,
    die immer noch Arbeitslos sind.
    Denen wurden doch super Vermittelbarkeit angedichtet.

    Ich kenne selbst Ex- Bäcker von Brandt, die sind seit dem Umzug nach Ohrdruf immer noch Arbeitslos.
    Wann war das noch Mal?
    Das hat mehrere Gründe, Überqualifiziert, Industrie Bäcker, hohe Lohnerwartung, keine Umschulung, etc.

    Aber zurück zu Jamaika.

    Ich hoffe, ein Mitglied des Bund der Steuerzahler liest diesen Schwachsinn von Dienstreise, bezahlt vom Steuerzahler.

    Die Herrschaften bekommen die Umwelt in Hagen nicht in den Griff.
    Aber im fernen Jamaika sondern sie gute Ratschläge ab.

    Einen Eintrag in dem Schwarzbuch des Bund der Steuerzahler,
    bei diesem Schwachsinn ist Hagen sicher.

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