Grüner Kreisverband weist Behauptungen zurück

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Die Grünen Hagen stellen klar, dass die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, ihrer Ansicht nach auf einer Reihe falscher Angaben beruht

Dazu erklären die Sprecherin Christa Stiller-Ludwig und Sprecher Dr. Rolf L. Willaredt:

1. Es wurde im Kreisverband Hagen von Bündnis90/Die Grünen kein „Netzwerk Grün-Linke“ gegründet. Dazu hätte offen in der Mitgliedschaft eingeladen werden müssen und eine basisdemokratische Verständigung über Ziele, Vorgehensweise und Koordinator*innen herbeigeführt. Nichts davon ist geschehen. Insofern stellt das Etikett eine unrechtmäßige Selbsternennung dar.

2. Die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, besteht aus Fehlinformationen und Unwahrheiten:

  • So stand die Mitgliederversammlung am 16.05.2017 nicht unter dem Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“, wie Sebastian Kayser behauptet. Die Versammlung hat hingegen mit sehr großer Mehrheit beschlossen, das Landtagswahlergebnis anhand folgender Leitfragen zu erörtern:
    – An welchen (Politik-)Feldern hat es gelegen?
    – Auf welche Felder hätten wir setzen müssen?
    – Nenne unsere Schwerpunkte bis Ende 2017.
  • Daraus ergab sich eine selbstkritische und konstruktive Betrachtung der Beteiligten. Sebastian Kayser verließ mit Barbara Hanning und Andreas Kroll die Versammlung vor der eigentlichen Erarbeitungsphase. Jürgen Klippert war ohnehin nicht anwesend.
  • Der KV-Vorstand hat angekündigt, noch vor der Sommerpause die Mitglieder des grünen KV Hagen für eine weitere Vertiefung der Wahlanalyse zu einer Tagesklausur einzuladen, um eine umfassende Vorlage für die nächste Mitgliederversammlung zu erarbeiten.
    Alle Mitglieder wurden bereits am nächsten Tag dazu aufgefordert, die im Fotoprotokoll aufgeführten Ergebnisse zu ergänzen.
  • Falsch ist die Behauptung von Sebastian Kayser, dass der Landtagskandidatin Sylvia Olbrich die Unterstützung für Anträge zum Bundesparteitag verweigert worden sei. Im Gegenteil hat der Kreisverband gleich mehrere ihrer Anträge am 26.04. beschlossen. Die Versammlung hat es aber damals per Beschluss abgelehnt, sich mit solchen Änderungsanträgen zum Bundestagswahlprogrammentwurf zu befassen, die ihr nicht fristgerecht vorlagen.
  • Dass ein Webauftritt nach 10 Jahren mal modernisiert wird und ganz alte Pressemitteilungen dort nicht mehr präsentiert werden, kann mit einer Bezeichnung „digitales Nirvana“ auch nicht seriös skandalisiert werden. Selbstverständlich sind die älteren Texte archiviert.
  • Wie Sebastian Kayser bekannt ist, wird es eine neue interne Mailingliste mit klaren Nutzungsbedingungen und Regeln geben. Alle Mitglieder werden auch bisher gleichberechtigt direkt informiert. Der erhobene Vorwurf, Sebastian Kayser sei von wichtigen Informationen in der Partei willkürlich ausgeschlossen worden, ist somit haltlos.

Was er wohl eigentlich meint, aber falsch adressiert, ist eine Folge seines Ausschlusses aus der Gesamtfraktion. Umgekehrt erhält diese ja auch seinerseits keine Informationen mehr aus dem Aufsichtsrat der WBH, in welchen er einst durch Fraktionsvorschlag an den Rat gelangte und nach seinem Ausschluss aber nicht niederlegte. Mit dieser Weigerung schadet er seit Jahren der hiesigen politischen Arbeit der Fraktion.

3. Wenn Kayser behauptet: „Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.“, so generalisiert er gleich einen lediglich einmaligen Vorgang. Er beklagt hier jedoch eine Folge auch des eigenen Diskussionsverhaltens.  Der Vorstand ist jedoch zuversichtlich, da die überwältigende Mehrheit der Mitglieder sich über grüne Politik zielorientiert und zivilisiert auseinander zu setzen vermag. Wir sind stolz auf eine lebendige Diskussionskultur.

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13 Antworten to “Grüner Kreisverband weist Behauptungen zurück”

  1. Jever Fun Says:

    Guten Tag,

    ist es eigentlich der selbe Polizeibeamte Andreas Kroll, der bis vor kurzem in der SPD Boele aktiv war?

  2. F.Weber Says:

    Aus der Satzung der Bundespartei der Grünen:
    § 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder
    (1) Jedes Mitglied hat das Recht, (…)
    7. sich mit anderen Mitgliedern in Fachgruppen eigenständig zu organisieren.
    Das ist doch wohl eindeutig. Die „grünen“ Gerontokraten im Stadtrat haben abgewirtschaftet und sich in die babylonische Gefangenschaft der CDU-FDP-Null-Schulz-Koalition begeben. Das ist der Endpunkt des Niedergangs der Provinz-Ökos.
    Schade, Chance gründlich vertan.

  3. H.-W. Riechel-Pfefferer Says:

    Jetzt ist aber ein kleines Lob für den Kreisverbandsvorstand nötig: Erstmals gibt es ein indirektes öffentliches Eingeständnis bei den Grünen Hagen, dass Riechel (faktisch mit Rückendeckung von Pfefferer und sogar der gesamten Fraktion) wirklich mehrfach gelogen hat!

    Bei all dem Unsinn, der in dieser Pressemitteilung des Vorstandes steht, fällt auf, dass ausgerechnet eben NICHTS bekrittelt wird am schlimmen LÜGEN-VORWURF aus der PM der Grünen Linken Hagen (http://www.gruene-linke-hagen.de/2017/05/18/wenn-man-die-augen-zumacht-klingt-der-regen-wie-applaus-nach-enno-bunger/)! Wer sich erinnert: Dieser Lügenvorwurf, dessen öffentlich zugängliche Beweise mit der alten Internetseite der Grünen zum Teil offenbar verschwunden sind, war entscheidend für die Beantwortung der Frage, ob die Fraktion Riechel und Pfefferer als LÜGEN-VERANTWORTLICHE rausschmeißt, oder sich lieber hinter diesen beiden – und somit den Lügen – versammelt und deshalb lieber die Aufdecker dieses üblen Verhaltens des Fraktionsvorstands, nämlich Kayser und Klippert, wegen ihres vermeintlich notorischen Eintretens für Fakten und Wahrheit ausschließt.

    Fazit: Das Versammeln der Mehrheit der aktiven Grünen in Hagen hinter nachgewiesenen politisch und juristisch relevanten Lügen führte zum konsequenten Ausschluss der Aufdecker dieser Lügen. Endlich wird das öffentlich (wenn auch indirekt durch Aussparen) von Amtsinhabern der Grünen eingeräumt! Die Konsequenz für die Grünen kann jetzt nur sein: den Fraktionsvorstand vom Hof jagen und die Kritiker rehabilitieren! Auf gehts, Grüne, kommt zur Besinnung und handelt endlich, wie es Eure (Ex-)Wählerinnen und (Ex-)Wähler sicher für selbstverständlich halten!

  4. degree37celsius Says:

    Mit § 6 (1) 7 der Bundessatzung von Bündnis 90 / Die Grünen sind fachliche Arbeitsgemeinschaften gemeint (z.B. Energie, Soziales,…) welche bereits auf Landesebene einem Anerkennungsverfahren unterliegen und auf Bundesebene nur nach dem Delegationsprinzip arbeiten.
    Die Selbsternennung von drei Lokalpersonen zu einem vorgeblichen Netzwerk, welches sonst niemanden repräsentiert, und nicht fachlich orientiert ist, ist damit nicht gemeint. Niemand von den Linken in den Grünen in Hagen hat dieses famose Trio legitimiert. Die Fiktion des Potemkin’schen Dorfes!

    • Barbara Hanning Says:

      Hallo degree37celsius, Ihre Kommentare zeigen, dass sich geistige Gefangenschaft und kritisches Urteilsvermögen ausschließen. Diese formalistische Attitüde und endloses ‚politisches‘ Schwadronieren führen zu nichts und zeigen keinerlei Entwicklung oder Perspektive. Es reicht noch nicht einmal zu einer interessanten politischen Auseinandersetzung.
      Barbara Hanning
      Grüne Ratsfrau

      • degree37celsius Says:

        Gratulation, es ist Ihnen gelungen, den üblichen Dummheitsvorwurf gegen Andersdenkende seitens des Trios in neue Worte zu fassen!
        Demokratie ist kein Formalismus. Das Trio Kayser/Klippert/Hanning ist nicht legitimiert. Perspektiven zeigt es auch nicht auf. Dafür operiert Kayser mit Falschdarstellungen. Anstatt sich mit der Gegenkritik dazu auseinander zu setzen, wird argumentfrei behauptet, diese sei „Unsinn“.
        Wen will das Trio mit solchen Plattheiten überzeugen?

    • A.F.Kroll Says:

      Als regelmäßiger Leser der online-Seiten im DW fallen mir seit einiger Zeit die Kommentare von „degree37celsius“ auf. Zur eigentlichen Sachlage kann der Kommentator nichts oder nur peripher tangierende Statements zum Besten geben. Gerade diese Leute sind die Wurzel des Übels beim Grünen KV Hagen und wohl auch in der Gesamtfraktion. Sie schwadronieren mit angeblichem Fachwissen und freuen sich innerlich über die Zustimmung des KV SprecherInnen-Teams und gehen täglich im Fraktionsgeschäftszimmer ein und aus. Auf den Gedanken, dass er als Kommentator nur als Mittel zum Zweck dient, um das „Grüne-Linken-Trio“ zu diffamieren kommt er bei aller angeblichen Sachkompetenz nicht.

  5. hansimäuschen Says:

    “ Gerontokraten „, originelles Wort. Ja, sie haben es so gewollt, ein ätzender Schulterschluß mit der Allianz der “ Vernunft “ und Obermeister Oberwichtig.
    Das Parteien-/Westentaschenpolitiker ( die offenbar zum großen Teil glauben, sie wären was Besonderes ) – Gedöns widert aber auch allgemein wirklich an. Sucht man zufriedenstellende zwischenmenschliche Beziehungen, besser nicht in Parteien und mit derartigen Wichtigtuern privat lieber nichts zu tun haben.

  6. degree37celsius Says:

    „Bei all dem Unsinn, der in dieser Pressemitteilung des Vorstandes steht, fällt auf, …“

    Der Unsinnsvorwuf ist bislang lediglich eine argumentfreie Behauptung.

  7. degree37celsius Says:

    „,,,dass ausgerechnet eben NICHTS bekrittelt wird am schlimmen LÜGEN-VORWURF aus der PM der Grünen Linken Hagen“

    Die Reaktion des Vorstandes befindet sich auf der Sachebene und bezieht sich konkret auf die mit Falschbehauptungen kritisierte Parteiveranstaltung. Es ist lediglich das Trio/Quartett, welches notorisch aus allem nur eine vorwurfsvolle Wehklage über ihren vor Jahren erfolgten Ausschluss aus dem Arbeitszusammenhang der Gesamtfraktion anstimmen möchte.

  8. hansimäuschen Says:

    Das issja ´n Ding, daß auf DW jetzt sogar ( evtl. ? ) Kommunal “ politiker “ schreiben. Vorgeschickt ? Besonders zu registrieren, daß tatsächlich ´ne waschechte Ratsfrau den einfachen Bürger hier grüßt, sogar aufklärt.und obendrein mit “ hallo “ ( eine/r fing mal damit an, dann immer mehr… ) eröffnet.
    Also, ich weiß nicht, hoffentlich wird es in der Folge nicht zu sachlich, wie Vorkommentare befürchten lassen.

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