Diegels Baumelbank-Aktion eskaliert in Hagen zur Posse

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Ein Wahlkampf-Gag des CDU-Landtagskandidaten Helmut Diegel entwickelte sich gestern zwischen dem Hagener Rathaus und der Parteizentrale der Union zur ausgewachsenen Polit-Posse. Ohne offizielle Genehmigung hatte der ehemalige Regierungspräsident, der am Sonntag in den Stadtbezirken Mitte, Hohenlimburg und im Norden SPD-Konkurrent Wolfgang Jörg das Direktmandat abluchsen möchte, sogenannte Baumelbänke platzieren lassen. (…)

Bis Freitagnachmittag, 18 Uhr, müssen die hölzernen Ungetüme – die Stammkonstruktionen wiegen immerhin stolze 270 Kilo – wieder verschwinden. Ansonsten sammelt der Hagener Entsorgungsbetrieb die illegal aufgestellten Verweilplätze wieder ein und stellt diesen Einsatz dem CDU-Kreisverband in Rechnung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Überschrift hätte besser lauten sollen: Bochumer lädt seinen Sperrmüll in Hagener Parkanlagen ab.

Helmut Diegel glaubt wohl, sich hier als eine Art Landvogt Gessler aufführen zu dürfen, der nach eigenem Ermessen die Stadt mit seinen krachledernen Monstern verunstalten kann. Dass diese Hybris aus dem Pressehaus auch noch mit einem gewissen Wohlwollen („Wahlkampf-Gag“, „Charme-Offensive“) begleitet wird, kann niemanden in Hagen mehr überraschen.

Auf der Homepage der WP schreibt dazu der Kommentator erbsenzähler treffend:

Zitat: „Als Bürger muss man einfach mal was machen, wenn die Stadt sich nicht rührt“, berief sich der 61-Jährige auf seine zahlreichen Bürgergespräche während des Wahlkampfes sowie Bitten aus den Reihen der Senioren-Union….“
1. Wenn jeder macht, was er will, haben wir bald Anarchie.
2. Diese Bänke sind für die allermeisten Senioren völlig ungeignet.

Zitat: „Tenor: Die Wahlwerbung sei inzwischen entfernt, die Aufstellung der Baumelbänke mit den Bezirksbürgermeistern abgestimmt, zudem liege weiterhin kein negativer Bescheid der Behörden vor und von den Bänken gehe keinerlei Gefahr aus.“
1. Die Bezirksbürgermeiste sind für so etwas gar nicht zuständig. Das sollte er als ehemaliger RP wissen.
2. Für sich selbst Narrenfreiheit fordern, bei der Stadt aber auf Formalien herumreiten.

Zitat: „Helmut Diegel hatte für das Gezerre gestern keinerlei Verständnis und zeigte sich vor allem irritiert, dass die Stadtverwaltung sich über zwei Tage mit dem Fall beschäftige: „Bayerischer Komödienstadel – wir werden das Ganze noch einmal juristisch prüfen.“
1. Wir sind in NRW, nicht in Bayern…..
2. Gerade noch auf formalistische Kniffe püochen, sich dann aber wundern, wenn der Amtsschimmel ins Traben kommt.
3. Wer prüft das juristisch? Etwa der angebliche Bochumer Staatsanwalt, der ihm die Info mit den „No-Go-Areas“ in Hagen gesteckt haben soll (was sich ja als unrichtig herausstellte)?

Alles in allem: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!“

Dazu passend:

Weniger wild abgelegter Müll in der Stadt – das ist das Ziel

Weniger wild abgelegter Müll in der Stadt – das ist das Ziel. Wie das zu erreichen ist, darüber hat sich gestern der Umweltausschuss den Kopf zerbrochen. Dabei geht es vor allem um den Sperrmüll. (…)

Quelle: Radio Hagen

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Eine Antwort to “Diegels Baumelbank-Aktion eskaliert in Hagen zur Posse”

  1. hansimäuschen Says:

    Immer wieder erstaunlich, daß so etwas “ Politikern “ einfach nicht zu blöd ist und dies dann folgerichtig auf Bürger projiziert wird. Hömma, merkt ihr eigentlich nichts mehr ? Wer seid ihr eigentlich oder glaubt es ?

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