Oberbürgermeister ist mit Rückmeldung der Bürger zufrieden

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„Mit diesem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden“, blickt Oberbürgermeister Erik O. Schulz gelassen auf jene Sympathiewerte, die das WP-Bürgerbarometer zu seiner Arbeit geliefert hat. „Wenn ich mal die sehr guten bis mittleren – also neutralen – Zustimmungswerte zusammenziehe, komme ich auf 76 Prozent“, so seine Lesart. (…)

Allerdings macht das Ergebnis angesichts des breiten Mittelfeldes auch deutlich, dass Schulz mit seinem Wirken bislang wenig polarisiert, für manche Bürger somit konturlos bleibt. Den Menschen, so die Wahrnehmung der Meinungsforscher, fehlen die konkreten Anlässe, den OB sonderlich zu loben oder zu kritisieren. „Bislang kann er die Menschen noch nicht wirklich für sich gewinnen“, bilanziert Sabine Lauderbach, die die Umfrage der Uni Duisburg/Essen ausgewertet hat. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bei den Zahlen zur Parteienpräferenz fallen zwei Dinge auf:

Während die Ratsgruppe BfHo/Piraten aufgeführt ist, fehlt als einzige Fraktion die der sogenannten „Linken“.

Im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 kann nur die Wählervereinigung Hagen Aktiv an Sympathie hinzugewinnen. Alle anderen im Rat vertretenden Parteien bzw. Fraktionen/Gruppen verlieren massiv an Zustimmung.

Die Wahlergebnisse 2014: SPD 32,8 Prozent, CDU 32,0 Prozent, Grüne 9,0 Prozent, Hagen Aktiv 8,1 Prozent, FDP 3,6 Prozent, BfHo/Piraten zusammen 3,9 Prozent, AfD 3,7 Prozent.

Die Reaktion der Politiker

Und was sie eigentlich sagen wollten

Claus Rudel, SPD: Diese Anerkennung ist ein erfreuliches Ergebnis für die SPD-Fraktion und spornt uns an, weiterhin konstruktive Lokalpolitik im Interesse der Bürger zu machen. Gute Arbeit kann daher auch nicht dauerhaft vom politischen Mitbewerber ignoriert werden.

Wir würden doch so gerne bei der Allianz des Grauens mitspielen, aber die Anderen lassen uns nicht.

Wolfgang Röspel, CDU: Die CDU nimmt das Ergebnis als Ansporn, um mehr kompetente und engagierte Menschen für eine aktive Mitwirkung am Gemeinwohl zu gewinnen und besser über ihre Arbeit zu informieren.

Wir haben so wenig qualifiziertes Personal, dass wir schon 2014 noch nicht einmal ein Wahlprogramm auf die Reihe bekommen haben.

Josef Bücker, Hagen Aktiv: Ich freue mich sehr über den dritten Platz. Er zeigt, dass Hagen Aktiv mit dem Rezept „Bürgernähe, auch wenn keine Wahl ansteht“ auf dem richtigen Weg ist.

Leute, kommt samstags an unseren Stand gegenüber vom Kaufhof und erzählt uns, was ihr wollt. Und wenn Ihr beim nächsten Mal was anderes erzählt – auch egal. Wir sind flexibel.

Jochen Riechel, Grüne: Dass wir Grünen zurzeit deutlich unter Wert gehandelt werden, ist leider ein Trend weit über Hagen hinaus. Unsere lokale Sacharbeit leisten wir konstant und verlässlich weiter, selbst wenn der Applaus zeitweise mal ausbleibt.

Zustimmung brauchen wir nicht. Wir bleiben Schulz-treu bis zum Untergang (Dann haben wir sowieso die Rente im Sack).

Elke Hentschel, Linke: Das Ergebnis macht uns nachdenklich. Es zeigt, dass wir unsere engagierte Ratsarbeit den Bürgern näher bringen müssen.

Ich fürchte, wenn wir so weiter machen wie bisher, ist 2020 unser Fraktionsstatus futsch und mein Gatte seinen warmen und bestens honorierten Sessel als Fraktionsgeschäftsführer.

Claus Thielmann, FDP: „Eine solche Umfrage haben wir lange nicht gesehen. Jedem Unzufriedenen rufen wir zu: nicht über die Kommunalpolitik meckern, sondern mitwirken – egal wo – egal wie!“

Freunde, arbeitet politisch mit! Aber nicht bei der FDP.

Kiszkenow, BfHo/Piraten: Als kleine Oppositionsgruppe muss man hart arbeiten, um öffentlich überhaupt wahrgenommen zu werden. Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem ausbaufähigen Ergebnis zufrieden.

Eigentlich haben wir bisher nicht allzu viel gebracht, deshalb ist unser Ergebnis noch ausbaufähig. Nach unten ist noch viel Platz.

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2 Antworten to “Oberbürgermeister ist mit Rückmeldung der Bürger zufrieden”

  1. Allan Qutermain Says:

    Die Un-Linken wurden erst gar nicht um Antworten gebeten.
    Kann man irgendwie wie bei diesen Politclows verstehen.

    Zu dieser Lobhudelung von H.O. Schulz,
    das ist eine Befragung die keinen Nährwert hat.

    Antworten durften Mal 14 Jährige, dann über 45 Jährige.

    Ich erachte diesen Murks als Füllstoff, damit man die Seiten der Einheitszeitung voll bekommt.
    Immer nur über Kleingarten- oder Karnickelzucht- Vereine berichten,
    ist ja auch nicht der große Brüller.

    Vorbei sind so Zeiten eines Civis, der wenigstens einmal am
    Tag seine Runde machte.

    Heute werden die Berichte in Essen oder Berlin geschrieben.
    Oder es wird aus der Hamburger Morgenpost,
    (gehört auch der Funke Gruppe,) Wort für Wort,

    abgeschrieben.

    In Hamburg hat der Spiegel eine Klage bei Gericht gestellt.
    Der Fokus soll auch deren Berichte wörtlich abschreiben.

    Früher gab es auch mal Lektoren. Es ist nur noch Peinlich, was manche Journalisten so in ihren PC hinein tippen.

    Laut PEN und UN steht Deutschland was Zensur angeht,
    an 16ter Stelle weltweit.
    Jameica und Madagaskar stehen zur Info noch vor Deutschland.

    Was auch erwiesen ist, die Bevölkerung wird immer blöder.
    Und was lesen diese wenn überhaupt, die Blödzeitung.

  2. hansimäuschen Says:

    Ja, der Herr Oberbürger (-bürger ) rmeister Erik O. Schulz… . Obwohl Funktionsbezeichnung/Kürzel oder Zuname reichen würde, nervt auch hier – wie in der Einheitszeitung – die stereotype Wiedergabe dessen, was er sich per erwecken von Assoziationen und um seine Wichtigkeit zu unterstreichen, selbst zugelegt hat,
    Wenn man sich dann die Facebook-Stimmen anschaut und liest, daß bei einigen von sympathisch die Rede ist, fragt man sich schon, wie dieser Eindruck entstehen kann und ob da schon das sorgsam durchgestylte Outfit genügt. Ein Mann, der von Anbeginn mit ziemlicher Raffinesse vorging und auf Show setzte, der nichts unversucht läßt, Geltungssucht, Selbstdarstellungs- und beweihräucherungstrieb unter Beweis zu stellen sowie mit vollmundigen Absichtserklärungen und Sprüchen, aber auch reinen Behauptungen zu glänzen, kann – ohne zu hinterfragen – heutzutage blenden ?
    Nur auf den ersten Blick dann auch erstaunlich gerade die Zahl der Jüngeren, wüßte man nicht um den Zeitgeist und seine Komponenten, z. B. Konformismus. Na ja, Hauptsache, Herr Weiske meint, daß es nicht mit selbstgefälligem Zweckoptimismus abgetan werden könne…. .
    Wie die Zusammensetzung der Befragten zustande kam, ist mir im Moment nicht geläufig und wie repräsentativ ( 400 ? ), sei mal dahin gestellt. Jedenfalls hätten m. E. ALLE im Rat vertretenen Füße, ob bequem oder oder unliebsam. in die Befragung gehört.
    Auch interessant wie vielleicht bezeichnend, daß lt. obigem Barometer sage und schreibe 43 % der Befragten die gestellte Frage nicht beantworten können oder möchten. Wo, wann und wie leben wir eigentlich ?

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