Grüne müssen um Einzug in den Landtag bangen

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SPD deutlich vor CDU – Rot-Rot-Grün rechnerisch möglich

Die SPD hat nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag von SAT.1 NRW derzeit im Landtagswahlkampf 9 Prozentpunkte Vorsprung auf die CDU. Bei einer Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erreicht die SPD 36 Prozent und die CDU 27 Prozent.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wäre mit 11 Prozent drittstärkste Kraft im Landtag. Die Linke käme nach der repräsentativen Umfrage des Kölner Markforschungsinstituts YouGov auf 8 Prozent und die FDP auf 7 Prozent. Die GRÜNEN wären mit 6 Prozent nur noch knapp im Landtag vertreten.

Im Vergleich zum Januar 2017 konnte die SPD 5 Prozentpunkte zulegen, die CDU büßte hingegen 4 Prozentpunkte ein. Einen geradezu dramatischen Absturz stellten die Wahlforscher bei den GRÜNEN fest, die 5 Prozentpunkte und damit mehr als die Hälfte ihrer Unterstützer seit Januar verloren haben.

Damit wären im Düsseldorfer Landtag rechnerisch sowohl eine große Koalition aus SPD und CDU als auch eine rot-rot-grüne Koalition (SPD, Die Linke, Die GRÜNEN) möglich. Eine Fortsetzung des aktuellen Regierungsbündnisses (SPD, Die GRÜNEN) hätte hingegen ebenso wenig eine Mehrheit wie eine sogenannte „Jamaica-Koaltion“ (CDU, FDP, Die GRÜNEN).

Bei der Frage, wen die Menschen in NRW direkt zum Ministerpräsidenten bzw. zur Ministerpräsidentin wählen würden, liegt Hannelore Kraft (SPD) mit 42 Prozent weiterhin deutlich vor dem CDU-Herausforderer Armin Laschet, der 21 Prozent erreicht. Laschet konnte sich jedoch im Vergleich zum Januar um 5 Prozentpunkte verbessern, Kraft büßte 4 Prozentpunkte ein.

Beim NRW-Trend, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL in der vergangenen Woche erhoben hatte, lagen SPD und CDU mit jeweils 34 Prozent noch gleichauf. Während die CDU gegenüber dem Vormonat zulegte (+4), büßte die SPD an Zustimmung ein (-3).

Wenn bereits am Sonntag hätte gewählt werden können, hätte die FDP laut Infratest dimap erneut leicht zugelegt und wäre mit 10 Prozent (+1) drittstärkste Kraft geworden. Die Grünen liegen unverändert bei 6 Prozent, die Linke bei 5 Prozent. Die AfD verliert erneut leicht und kommt auf 8 Prozent (-1).

Grundsätzlich sind solche Umfragen mit Vorsicht zu genießen; immer wieder hatten die Demoskopen in den letzten Jahren mit ihren Prognosen kräftig daneben gelegen. Dazu kommt die Fehlertoleranz, mit der die Erhebungen schon aus methodischen Gründen belastet sind.

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Eine Antwort to “Grüne müssen um Einzug in den Landtag bangen”

  1. Allan Qutermain Says:

    Ich habe nicht nur einmal, den Blödsinn mit diesen Umfragen beschrieben.
    Es fängt mit der Suggestivfrage an,

    „Was würden sie wählen, wenn am Sonntag Wahl wäre?“

    Erster Fehler, es ist aber am Sonntag keine Wahl.
    Und da die Wahl geheim ist, wer sagt denn, das Er oder Sie auch bei dieser Partei sein Kreuzchen macht, oder überhaupt wählen geht.

    Zweiter Fehler sind die Auftraggeber,
    sehen wir Mal wer die Auftraggeber sind.

    Bild-Zeitung,
    Bild am Sonntag,
    WDR,
    KStA,
    RTL,
    Stern,
    SAT. 1 NRW,
    ZDF mit seiner Forschungsgruppe Wählen,

    Die (un)abhängigen Institute.

    Infratest dimab,
    INSA,
    Forsa,
    Emnid,
    GMS,
    YouGov,
    Allensbach,
    Forschungsgruppe Wahlen,

    und 2 Dutzend andere kleinere Institute.
    Es sind einige davon für bis zu 3 Auftraggeber unterwegs.

    Interessant ist auch die Anzahl der angbl. Befragten.
    Von unter 100 bis 1.116 ist alles vertreten.

    Auch steht bei den Umfragen zu den Wahlen nichts über
    Telefonaquise oder persönliche Ansprachen.

    Ich habe immer gerne Bahnhöfe oder die S-Bahn für Umfragen genommen. Zur Info für Neugierige, das Institut ist an einen
    See beheimatet. Chefin hatte einen Doppelnamen und war die Granddame der Forschungsinstitute. Das ganze gemacht,
    in meiner Studienzeit und Ende der 90 Jahre für ca. 2 Jahre.
    Da lernt man alle Schliche.

    Lesen aus einen Kaffeesatz bringt mehr.

    Trotzdem mache ich heute dem Zeitgeist entsprechend,
    Internet-Befragungen für Deutschsprachige,
    für ein Institut aus England.
    Das kann man aus jeder Ecke Weltweit machen.😁

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