Archive for Februar 2017

Wie Geldgeber zu Hagener Köpfen werden

13. Februar 2017

Das neue Stadtbuch sowie der Imagefilm der Stadt Hagen wurden von externen Firmen herausgegeben. Kritik gibt es auch für vermeintliche Koppel-Geschäfte. (…)

Als „Paradebeispiel für eine gelungene Kooperation der Stadt Hagen/Hagen-Agentur mit einem privaten Anbieter“ wertet das OB-Büro die Entstehung des Films. Da die Stadt durch den Film keine Gewinne generieren würde, sei auch keine öffentliche Ausschreibung vonnöten gewesen. Die im Film genannten Firmen wie Mercure und Arcadeon hätten für ihren Auftritt nichts bezahlt.

Nach Informationen der Stadtredaktion hat die Hagen-Agentur einen „Letter of Intent“, also eine Absichtserklärung mit der Lippstädter Firma geschlossen; die Geschäftsführung der Hagen-Agentur hat die „Blanko-Empfehlung“ unterschrieben. (…)

„Hagen ganz persönlich“ splittet sich in zwei Teile: im ersten geben 25 vom Hagener Presseamt ausgewählte Persönlichkeiten ihre Liebeserklärung an Hagen ab. Im hinteren Teil finden sich bezahlte Firmenporträts wieder (Kosten pro Seite: ca. 2000 Euro).

Einige Unternehmer tauchen im Persönlichkeitenteil ebenso auf wie im Firmenteil. Von einer Kopplung will das OB-Büro nichts wissen.

Auch die Frau eines Pressesprechers ist im Impressum als redaktionelle Mitarbeiterin aufgelistet. „Sie hat dafür von uns kein Honorar erhalten“, betont das OB-Büro. (…)

Quelle 1: wp.de (kostenpflichtig)
Quelle 2: news locker (kostenfrei)

Anmerkung: Obwohl für diesen Artikel gleich drei Redaktionsmitglieder in Marsch gesetzt wurden, bleibt die Berichterstattung auf halber Strecke stehen. Bis zu den qualitativen Mängeln dringt sie leider nicht durch. Die beginnen schon mit der von der Redaktion kritiklos übernommenen Formulierung „Persönlichkeiten“, dazu zählen im Verständnis der OB-Etage u.a. ein Steuerberater, ein Schausteller und ein vorbestrafter Sportfunktionär.

Dass die Hagen-Agentur in dieser Causa eine tragende Rolle spielt, kann eigentlich niemanden mehr verwundern. Die Firma, an der die Stadt Hagen etwa zur Hälfte beteiligt ist (aber das volle Risiko in Form anfallender Verluste trägt), zeichnete sich schon öfter durch einen starken Kontrast zwischen großen Sprüchen (hier: „Letter of Intent“) und magerem Ergebnis aus.

Dazu: Bettelbrief des Hagener OBs in seiner Rolle als vermeintlicher Aussendienstmitarbeiter eines Verlags:

bettelbrief1bettelbrief2

Nachtcafé: „Musical!“

13. Februar 2017

blues-brothers-nachtcafeFoto: Klaus Lefebvre.

Die nächste „Nachtcafé“-Veranstaltung am 17. Februar 2017 (22.30 Uhr) im Theater Hagen (Theatercafé) steht unter dem Titel „Musical!“

Ob lustig oder tragisch, ob peppige Tanznummer oder lyrische Ballade – die Welt der Musicals hat viel zu bieten. Das Ensemble der „Blues Brothers“-Produktion präsentiert zu späterer Stunde die schönsten und beliebtesten Melodien aus diesem künstlerischen Genre. Ist auch Ihr Lieblings-Song dabei? Finden Sie es heraus! Vielleicht entdecken Sie ja auch die eine oder andere neue Seite der bunten und vielseitigen Musical-Welt.

Der Eintritt ist frei.

SPD fordert klare Strategie für Schulpolitik in Hagen

12. Februar 2017

Die SPD-Fraktion fordert von der Stadtverwaltung eine Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung sowie eine Strategie für die Verwendung jener 27,7 Millionen Euro, die in den nächsten vier Jahren aus dem Landesprogramm „Schule 2020“ nach Hagen fließen sollen. Das viele Geld dürfe nicht „auf Zuruf“ unter den Schulen verteilt werden, so Friedrich-Wilhelm Geiersbach, bildungspolitischer Sprecher der SPD. Notwendig sei vielmehr eine detaillierte Analyse der Schullandschaft, die die dramatischen Veränderungen der vergangenen Jahre berücksichtige: „Es geht uns nicht darum, welche Schule das schönste Aussehen hat, sondern dass die Ausstattung der Schulgebäude den heutigen Anforderungen entspricht.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es zunächst einmal darum geht, von den 27,7 Millionen Euro nichts verfallen zu lassen. Eine vernünftige „Schulpolitik“ hätte – im Unterschied zu einer Bau- und Reparaturauftragsbeschaffungspolitik – zum Beispiel dafür Sorge getragen, anstatt (zu Recht) unter mangelnder Nachfrage leidende Sekundarschulen eine vierte Gesamtschule in Hagen einzurichten.

Das Gebäude war ja vorhanden, die Nachfrage ebenso: Teilweise mehr als 300 Interessenten wurden pro Jahr mangels ausreichender Plätze abgewiesen. Von der SPD war nichts zu sehen und zu hören. Man hat es lieber einem privaten Anbieter überlassen, der dort jetzt was? – genau: eine Gesamtschule betreibt.

Die Kosten trägt zu 96 Prozent die Allgemeinheit. Das ist Hagener „Schulpolitik“.

It’s Tea Time im Theater

12. Februar 2017

In der „Fünf-Uhr-Tee“-Veranstaltung, auch unter dem Titel „It’s tea time“ bekannt, sind am 16. Februar 2017 (Beginn um 17.00 Uhr im Theatercafé des Theater Hagen) zwei Gesangssolisten die Gäste von Edeltraud Kwiatkowski und Jürgen Pottebaum.

Der australische Bariton Andrew Finden gehört seit dieser Spielzeit zum Hagener Ensemble und ist u.a. als Enrico Ashton in „Lucia di Lammermoor“, als Figaro in „Die Hochzeit des Figaro“ und demnächst als Maik in der Uraufführung der Oper „Tschick“ von Ludger Vollmer zu erleben. In „Lucia di Lammermoor“ wirkt auch der britische Tenor Peter Aisher in der Rolle des Arturo Bucklaw mit und gastiert damit erstmals auf der Bühne des Theater Hagen. Was werden die beiden Profi-Sänger alles über ihr Wirken und Leben berichten? Man darf gespannt sein.

Der Eintritt beträgt 5 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Rad und Tat im Repair-Café

12. Februar 2017

Das Repair-Café lädt zum ersten Fahrradreparatur-Treff am 18.02.2017 um 17 Uhr einladen. Geplant ist ein gemeinsamer Frühjahrscheck: Ist die Bremse fit, schalten noch möglich, ausreichend Luft im Reifen, die Kette geölt…? Die Leute vom Repair-Café stehen mit „Rad“ & Tat zur Seite.

In einem weiteren Treffen sollen dann zusammen die Mängel behoben und die Probleme aktiv gelöst werden, damit mobil und sicher in die neue Saison gestartet werden kann. Denn: „Radfahren wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

Die Wiederherstell-Bar als regelmäßiger Treff öffnet jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr und jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr (Feiertage ausgenommen) in der Lange Str. 65, 58089 HA-Wehringhausen. Die Nähgruppe „aus alt mach schön“ trifft sich ab sofort jeden Freitag ab 15 Uhr.

Karen Haltaufderheide geht für DIE GRÜNEN in den Bundestagswahlkampf

11. Februar 2017

gruene-wahl-wk-138Christa Stiller-Ludwig, Sprecherin KV Hagen; Thomas Schmitz, Sprecher KV Ennepe-Ruhr; Die Kandidatin Karen Haltaufderheide; Dr. Rolf L. Willaredt, Sprecher KV Hagen (v.l.n.r.). Foto: Grüne

DIE GRÜNEN schicken für den Bundestagswahlkreis Hagen – Ennepe-Ruhr-Süd Karen Haltaufderheide ins Rennen. Bei der Wahlversammlung am vergangenen Donnerstag wurde sie von den Mitgliedern beider Kreisverbände mit großer Mehrheit gewählt.

Karen Haltaufderheide ist eine erfahrene Kommunalpolitikerin. Die 56-jährige arbeitet auch auf Landes- und Bundesebene vor allem in der Sozialpolitik in verschiedensten Gremien und ist auf der Landesliste für den Bundestag aufgestellt.

In ihrer Bewerbungsrede stimmte Karen Haltaufderheide die Mitglieder auf einen harten Wahlkampf ein:

„Die gesellschaftliche Stimmung droht abzudriften in nationalistische und europafeindliche Parolen, Generalverdächtigungen von Flüchtlingen und Zuwanderern und einen Rollback in der Familienpolitik. Die Schreihälse am rechten Rand sind lauter und schüren Angst. Aber die Zahl derer, die eine offene, freie und demokratische Gesellschaft wollen, ist ungleich größer. Diesen Menschen müssen wir eine Perspektive bieten. Wir nehmen die berechtigten Sorgen um die innere Sicherheit sehr ernst. Aber bevor Menschen- und Bürgerrechte weiter eingeschränkt werden, müssen die bestehenden rechtsstaatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.“

Gleichzeitig warnte die Kandidatin davor, drängende Zukunftsfragen aus den Augen zu verlieren: „Die Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind eng verknüpft mit Fragen des Arbeitsmarktes. Doch wenn Arbeitsplätze in Gefahr geraten, haben den schwarzen Peter haben nicht die, die eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung einleiten sondern die, die sie verschlafen.“

Mit dem Ziel einer gleichberechtigten, inklusiven Teilhabe möchte Haltaufderheide in Gerechtigkeit investieren. „Ich bin davon überzeugt, dass dazu Nachteilsausgleiche und eine gesunde öffentliche Infrastruktur ebenso notwendig sind wie etwa eine Rentenreform und gute Bildung.“

BaROCK

11. Februar 2017

Sechstes Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen

ludger-vollmer-copyright-thomas-mueller

Mit der Musik des Barock und besonders mit Johann Sebastian Bach haben sich Komponisten über die Jahrhunderte hinweg immer wieder auseinander gesetzt. Ergebnisse dieser Arbeiten sind im sechsten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchester Hagen am 14. Februar 2017 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) zu hören.

Ludger Vollmer (Foto: Thomas Müller), der in dieser Spielzeit der »Komponist für Hagen« ist, hat dazu im Jahr 2004 eine Art Crossover-Stück geschrieben: „Toccare! A rockful meditation about an organ piece by J.S. Bach“ hat er es genannt, und in der Besetzung mit elektrisch verstärkter Violine, die er selbst spielen wird, Rockband und großem Orchester verspricht es, ein äußerst spannendes und vielschichtiges Hörerlebnis zu werden.

Anton Webern, einer der großen Wegbereiter der Neuen Musik, hat sich ebenfalls intensiv mit Bach beschäftigt, besonders mit dem „Musikalischen Opfer“. Berühmt wurde das sechsstimmige „Ricercar“, das Webern für kleines Orchester arrangiert hat. Dabei wandert das Thema bruchstückhaft von Instrument zu Instrument.

In Anlehnung an vergangene Zeiten schrieb Max Reger seine „Suite im alten Stil“, in der er barocke Formmodelle wie Präludium und Fuge als Gerüst benutzt, um eine intensive musikalische Verdichtung zu erreichen.

Auch für Maurice Ravel diente die barocke Tanzsuite als Vorbild für sein „Le Tombeau de Couperin“. Eigentlich als Ehrerweisung an den französischen Barockkomponisten François Couperin gedacht, widmete Ravel jeden einzelnen Satz dem Andenken an einen persönlichen Freund, den er im Ersten Weltkrieg verloren hatte. Trotzdem ist die Musik eher heiter als ernst gestimmt, was Ravel so begründete: »Die Toten sind traurig genug in ihrer ewigen Ruhe«.

Am Dirigentenpult gastiert dieses Mal Daniel Huppert, der seit 2012 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin ist.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

WPWR säubert eigenen Artikel

10. Februar 2017

Zeitung lässt den Namen Muamer Andelija von der Bildfläche verschwinden

wp-artikel-andelija-originalOriginal-Artikel vom 30.12.2015, inzwischen vom Namen des Protagonisten gesäubert. Screenshot: DW.

Was treibt das Hagener Einheitsblatt dazu, einen Namen aus einem Artikel zu entfernen, der vor mehr als einem Jahr erschienen ist? Irgendwelche Winkeladvokaten, die urplötzlich auf den Plan getreten sind? Wenig wahrscheinlich bei einem Medien-Imperium, das über eine gut ausgebaute Rechtsabteilung verfügt, die in der Vergangenheit schon Kandidaten Paroli geboten hat, die heute städtischen Gesellschaften vorstehen.

Mitgefühl für jemanden, dem die Gerüchteküche Drogenprobleme nachsagt? Nun, das sind wie gesagt Gerüchte, und diese Geschichten sind in der heimischen Presse nie erwähnt worden. Und selbst wenn, wäre es kein Grund, einen Uraltartikel nach so langer Zeit zu säubern.

So geschehen aber in der Online-Ausgabe der Hagener WPWR. Schon gestern war aufgefallen, dass in der Berichterstattung des Blattes über Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung des SPD-Ortsvereins Altenhagen der Name des vermeintlichen Verursachers fehlte. Obwohl dieser in der Vergangenheit genannt wurde und inzwischen staatsanwaltliche Ermittlungen gegen den Ratsherrn angesetzt sind.

Merkwürdig erschien auch ein Wortwechsel auf der Fakebook-Seite der WP zwischen SPD-Mann Dietmar Thieser und dem stellvertretenden Leiter der Hagener Lokalredaktion, Martin Weiske, über angebliche „Hintergründe“, die bekannt seien, aber nicht in die Öffentlichkeit gehörten.

Jetzt stellt sich heraus, dass das Einheitsblatt einen Artikel vom 30. Dezember 2015, der dubiose Mietzahlungen des Ratsmitglieds Muamer Andelija zum Thema hatte, dahingehend umfrisiert hat, dass der Name des Betreffenden komplett entfernt wurde.

Hieß es im Originalbeitrag noch:

„Muamer Andelija, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Altenhagen, hat seine Mietschulden zunächst vom Parteikonto beglichen. Eine peinliche Panne, die er mittlerweile korrigiert hat“,

lautet die neue Version:

„Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altenhagen hat seine Mietschulden zunächst vom Parteikonto beglichen. Eine peinliche Panne, die er mittlerweile korrigiert hat.“

Und so ziehen sich die „Korrekturen“ durch den gesamten Artikel. Was mag wohl die lokale Einheitsredaktion dazu bewogen haben, einen mehr als ein Jahr alten Beitrag von jedem Hinweis auf den einer Unterschlagung bezichtigten Ratsherrn zu säubern und damit Muamer Andelija von der Bildfläche der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden zu lassen?

Mitgefühl mit persönlichen Schwächen eines politischen Repräsentanten wird es kaum gewesen sein, denn die wurden doch nie thematisiert. Näher liegt da schon der Verdacht politischer Kumpanei zwischen Pressehaus und bestimmten Figuren des Rathaus-Milieus. Aber auch hier liegen die Hintergründe bislang völlig im Verborgenen.

Wilfried Schmickler: Das Letzte

10. Februar 2017

Montag, 13. Februar, 19:30 Uhr, theaterhagen

Nur noch wenige Restkarten!

Immer mehr Menschen in Deutschland fallen ab vom Glauben an die Grundordnung und füllen das entstehende Vakuum mit Misstrauen und Hader: Politiker? Alle Verbrecher! Medien? Alle verlogen! Fremde? Alle verdächtig!

Ob Regierungs-, Partei- oder Fernsehprogramm – die Adressaten verweigern die Annahme, wenden sich resigniert ab und denken: Das ist doch das Letzte!

Hier aber krankt der vermeintlich gesunde Menschenverstand. Denn das Letzte kommt kurz vor dem Ende. …Doch ein Ende ist nirgends in Sicht.

Und deshalb: Das Letzte, was die Zukunft braucht, sind Frust und Verdruss. Wilfried Schmickler, der Mann für die kurzweiligen zwei Stunden, kümmert sich drum. So gründlich wie möglich und so aktuell wie nötig.

Hongxiang Xiong – Harmonie setzt Zeichen

10. Februar 2017

12. Februar bis 12. März 2017, HAGENRING-Galerie

Hongxiang Xiong wurde 1955 in Jingdezhen, einer sehr alten chinesischen Porzellanstadt in der Provinz Jiangxi, geboren. Er wurde zum Porzellankünstler und Kalligraphen ausgebildet. 1986 baute er eine eigene Porzellanwerkstatt in Jingdezhen auf. Außerdem unterhält er ein persönliches Atelier als Künstler in Beijing (Peking). Als Lehrer an der „Ersten beruflichen Fachschule Daxing“ in Beijing unterrichtet er Porzellangestaltung.

Eröffnung: Sonntag, 12.02.2017 um 11:00 Uhr

Einführung: Hongxiang Xiong, Übersetzung Huijing Han
Musik: Huijing Han (Pianistin, intern. Preisträgerin),
Kejia Xiong (Tenor am TheaterHagen, intern. Preisträger)

SPD-Ratsherr greift in die Kasse seines Ortsvereins

9. Februar 2017

Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt gegen einen amtierenden SPD-Ratsherrn wegen Untreue. Der Mann aus Altenhagen soll im vergangenen Jahr 1600 Euro aus der Kasse seines Ortsvereins entnommen und für private Dinge verwendet haben. Der Mandatsträger wurde von den Ermittlern bereits vernommen und auch seine Wohnung durchsucht.

Parallel dazu hat der SPD-Ortsverein Altenhagen ein Parteiordnungsverfahren gegen den Genossen eingefädelt und darin den Parteiausschluss beantragt. Damit wird sich in den nächsten Tagen die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks beschäftigen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Merkwürdig. Der Name des vermeintlichen Delinquenten wird nicht genannt, obwohl er in der Vergangenheit mehrfach Hauptdarsteller der Berichterstattung war. Dafür fällt ein interessanter Dialog zwischen Dietmar Thieser (SPD), Martin Weiske (WPWR) und anderen auf der Fakebook-Seite der WP auf:

wp-fakebook-thieserwp-fakebook-weiske-etalThieser antwortet für Weiske. Wer ist da Koch und wer ist Kellner?

Im Dezember 2015 sah das noch anders aus: Ausstehende Miete fließt vom SPD-Parteikonto titelte damals die WPWR und nannte Ross und Reiter.

Update: Der verlinkte Beitrag ist inzwischen vom Namen des Betroffenen gesäubert worden. Welche Interessen sind hier im Spiel?

Dazu auch ein DW-Beitrag vom Oktober 2016: SPD: Nach einer Stunde zum Friseur

Volksbegehren: Auch in Hagen darf unterschrieben werden

9. Februar 2017

Das Volksbegehren der Bürgerinitiative „G 9 jetzt“ gegen das achtjährige, sogenannte Turbo-Abi hat begonnen. Befürworter des Anliegens können sich jetzt auch in Hagen mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit einsetzen. Eintragungslisten liegen bis zum 7. Juni im Rathaus sowie im Bürgeramt Hohenlimburg aus. (…)

Auch die Politik beschäftigt sich längst wieder mit dem Thema, fast alle Parteien haben signalisiert, dass sie neben dem kurzen G8 vermehrt Wege zum G9-Abitur anbieten wollen. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, bildungspolitischer Sprecher der Hagener SPD-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses, hält das Volksbegehren daher für überflüssig. (…)

Noch konsequenter positioniert sich Ellen Neuhaus (CDU), die Vorsitzende des Schulausschusses in Hagen: „Ich bin für G 9, und ich werde mich auch in die Liste eintragen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Schulzeitverkürzung am Gymnasium („G8“ statt „G9“) ist in Nordrhein-Westfalen als Forderung aller Landtagsfraktionen (also SPD, CDU, FDP und GRÜNE) im Jahr 2004 politisch auf den Weg gebracht worden. Begründet wurde die damalige Einführung mit der Erfordernis eines „verantwortungsvolleren Umgangs mit der Lebenszeit unserer Kinder“.

Das war allerdings angesichts einer längeren Lebenserwartung und eines sich ständig erweiternden Wissen nur ein allzu durchsichtiger vorgeschobener Grund. In Wahrheit haben die Landtagsfraktionen die Forderungen aus den Reihen der Wirtschaftslobbyisten umgesetzt, also derjenigen, die inzwischen die „Unreife“ der (zu) jungen Absolventen der Hochschulen beklagen.

Besonders verschroben ist die im Artikel dem SPD-Ratsmitglied Friedrich-Wilhelm Geiersbach zugeschiebene Argumentation, durch die Rückkehr zu G9 „steige jedoch die Gefahr, dass der Samstag wieder zum regulären Unterrichtstag wird, denn anders seien die vorgeschriebenen Lehrpläne nicht zu stemmen“. Der Samstag ist an NRW-Gymnasien schon seit Jahrzehnten schulfrei gewesen, auch zu Zeiten des alten G9. Und warum durch eine Schulzeitverlängerung die Lehrpläne nicht mehr zu stemmen sein sollen, bleibt das Geheimnis des bildungspolitischen Sprechers der Hagener SPD-Fraktion.

Bilstein: IG Metall ruft zur Versammlung

9. Februar 2017

Innerhalb der nächsten zwei Wochen wird es eine Mitgliederversammlung geben. Möglicherweise in der Badminton-Halle des Sport- und Fitnessstudios Injoy. Das sagte gestern Morgen Jens Mütze, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Hagen, nach dem Informationsaustausch mit den fast vierzig Mitgliedern der Betriebs-Tarif-Kommission (BTK) der Bilstein-Group. Zu dieser zählen am Standort Hohenlimburg die Kaltwalzwerke Bilstein GmbH und Hugo Vogelsang GmbH sowie die Bilstein Service GmbH.

Gegenwärtig prüft die Gewerkschaft mit Hochdruck, ob die Versammlung der gewerkschaftlich organisierten Mitglieder der insgesamt fast 1400 Arbeitnehmer der Bilstein-Group an der Färberstraße möglich ist. „Wir benötigen einen sehr großen Versammlungsort, denn alle drei Standorte sind gewerkschaftlich stark organisiert.“ In dieser Mitgliederversammlung möchte die Gewerkschaft erfahren, wie die Belegschaft zu den ihr vorliegenden Plänen der Bilstein-Geschäftsführung steht und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollen. Mütze: „Wir wollen gemeinsam das Ansinnen des Arbeitgebers diskutieren.“ (…)

„Die Stimmung ist deshalb gegenwärtig katastrophal. Sie ist seit dem Tod der Seniorchefin Ilse Bilstein im April 2007 konsequent schlechter geworden. Das wird von der Geschäftsleitung nicht wahrgenommen“, sagte Birger Hollatz, Betriebsratsvorsitzender von Bilstein, gestern auf Nachfrage. „Ziel ist es, mit immer geringeren Personalkosten eine höhere Produktivität zu erzielen.“ (…)

Quelle: wp.de (kostenpflichtig)

Quardt zum Bezirksbürgermeister Mitte gewählt

9. Februar 2017

Der Stadtbezirk Hagen-Mitte hat einen neuen Bezirksbürgermeister: Ralf Quardt, bislang CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung Mitte, wurde gestern zum Nachfolger von Arno Lohmann (SPD) gewählt, der den Posten aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen zum Jahresende 2016 aufgegeben hatte.

Sein Stellvertreter ist Christian Peters (SPD), für den wiederum der bisherige Vize-Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Junge seinen Posten geräumt hatte. Letzterer war bereits am Wochenende von der Union als neuer Fraktionschef gewählt worden.

Obwohl das harmonische Miteinander von den Gewählten im Anschluss an die Wahlen beschworen wurde, waren die Urnengänge selbst keineswegs so reibungslos wie erhofft verlaufen. (…)

Quelle: wp.de

Junges Museum: Gilsuk Ko – Kennen; Lernen

9. Februar 2017

10. Februar – 30. April 2017, Osthaus Museum Hagen

contacts_gilsuk_ko_performance__w1Gilsuk Ko, aus: comfort distance, video-performance, 2015, (c) Gilsuk Ko

In ihren Videoreihen beschäftigt sich Gilsuk Ko mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben. Zwischenmenschliche Beziehungen setzen eine Interaktion mit dem Gegenüber voraus, die die Künstlerin in unterschiedlichen Szenarien visualisiert.

Im Fokus ihrer Performances steht das Verhältnis von Aktion und Reaktion, die die Handlungen der Akteure bedingt und beeinflusst. Beziehungen werden in Berührungen, Verflechtungen und gegenseitigen Abhängigkeiten ausgelotet und das Verhältnis von Körper und Raum wird im Kontakt auf die Probe gestellt. Auch hinterfragt die gebürtige Koreanerin Aspekte der Herkunft und des menschlichen Charakters, die beim zwischenmenschlichen Kontakt eine wesentliche Rolle spielen.

Die 1981 in Südkorea geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Deutschland. Sie studierte in Seoul und an der Kunstakademie Münster. Die Ausstellung ist die erste Präsentation ihrer Videoarbeiten in einem deutschen Museum.

Wirtschaftspolitik mit der Brechstange

9. Februar 2017

„Trump hat anscheinend von Volkswirtschaft nicht viel Ahnung. Er denkt zu sehr als Unternehmer und ist nicht weitsichtig genug.“ So Hans-Jörg Schmerer, VWL-Professor an der FernUniversität. (…)

Quelle: FernUni

380-kV-Höchstspannungsleitung Dortmund-Hagen

9. Februar 2017

Erörterungstermin im Saalbau Witten

Die Bezirksregierung Arnsberg hat in den letzten Tagen die Einladungen für den Erörterungstermin über den Neubau der Höchstspannungsfreileitung von Dortmund nach Hagen an über 900 Einwender, Behörden, Verbände und sonstige Träger öffentlicher Belange verschickt. Der Erörterungstermin findet am 21. März 2017 im Wittener Saalbau statt. Eine Verlängerung um drei Tage bis einschließlich 24. März 2017 ist möglich.

Erörtert werden die Einwendungen zum beantragten Neubau des rund 11 km langen Abschnittes der 380-kV-Strom­leitung von Dortmund – Kruckel über Herdecke und Witten bis zum Umspann­werk in Hagen – Garenfeld. Bei dem von der Amprion GmbH beantragten Vorhaben handelt es sich um einen Teilabschnitt des Vorhabens Nr. 19 des Energieleitungs-ausbaugesetzes, welches den Neubau der 380-kV-Stromleitung von Dortmund nach Dauersberg in Rheinland-Pfalz vorsieht.

Klangrede zum 6. Sinfoniekonzert

8. Februar 2017

Konzertdramaturg Frederik Wittenberg im Gespräch mit Milla Kapolke und Rolf Möller von der Band „Green“

Die sechste „Klangrede“ in dieser Spielzeit findet am Sonntag, 12. Februar 2017 um 11.30 Uhr im Kino Babylon/Kulturzentrum Pelmke statt.

In dieser Veranstaltung wird in die Werke eingeführt, die im sechsten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 14. Februar 2017, 20 Uhr, Stadthalle Hagen) unter dem Titel „BaROCK“ aufgeführt werden: „Ricercare“ von Johann Sebastian Bach/Anton Webern, „Toccare! A rockful meditation about an organ piece by J.S. Bach“, „Suite im alten Stil“ von Max Reger, „Le Tombeau de Couperin“ von Maurice Ravel – Barockmusik, gesehen durch die Brille des 20. und 21. Jahrhunderts.

Zu Gast von Konzertdramaturg Frederik Wittenberg sind Milla Kapolke und Rolf Möller von der Band „Green“. Mit ihnen im Gespräch gibt es einen Ausflug in die Hagener Rockgeschichte, welche die beiden Mitglieder der bekannten Bands „Grobschnitt“ und „Extrabreit“ wesentlich mitgeschrieben haben. Außer einem Rückblick sollen auch aktuelle Projekte zur Sprache kommen, und natürlich gibt es einen Ausblick auf die „Symphonic Floyd“-Konzerte.

Der Eintritt zur „Klangrede“ ist frei.

70 Jahre Unicef

8. Februar 2017

Ausstellung in der Bücherei

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef hilft seit mehr als 70 Jahren notleidenden Kindern auf der ganzen Welt. Eine Ausstellung vom 11. bis 25. Februar in der Stadtbücherei auf der Springe zeigt, wie das Engagement von Unicef in 150 Ländern der Erde aussieht.

Eindrucksvolle Plakate, Fotos und Texte informieren die Besucher über die aktuelle Arbeit. Im Fokus steht das Motto „Es gibt kein feindliches Kind! Jedes Kind hat ein Recht auf Leben“. In Krisengebieten eingesetztes Material wie ein Schulrucksack, Wasserkanister oder vitaminreiche Erdnusspaste machen die wichtige Arbeit des Kinderhilfswerkes wortwörtlich begreifbar.

Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen und ist während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu besichtigen. Am 11. und 25. Februar sind Unicef-Mitarbeiter als Ansprechpartner vor Ort.

Integrationsrat will Ausländer-Wahlrecht für Stadtrat

7. Februar 2017

Der Integrationsrat drängt auf ein kommunales Wahlrecht für alle in Hagen legal lebenden Ausländer. Das machte dessen Vorsitzender Sükrü Budak beim Neujahrsempfang des Gremiums im Ratssaal deutlich: „Das ist für uns ein sehr wichtiges Thema.“ Es gebe gerade in Hagen mit seinem hohen Migrantenanteil sehr viele Menschen, die treu ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllten und Steuern zahlten, aber von Wahlen ausgeschlossen seien. (…)

Während des Neujahrsempfangs wurde auch der Preis des Integrationsrates verliehen, der das Engagement Hagener Initiativen würdigen soll. Insgesamt gab es drei Preisträger. (…)

Quelle: wp.de

Anja Schöne übernimmt die Leitung des Hagener Kinder- und Jugendtheaters

6. Februar 2017

Nach dem Entschluss des Lutz-Leiters Werner Hahn, das Theater Hagen in Richtung Siegen zu verlassen, war die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters, das er in den 16 Jahren seines Bestehens aufgebaut und maßgeblich geprägt hat, neu zu besetzen.

Mit Frau Anja Schöne (Foto: Theater) konnte das Theater Hagen eine Persönlichkeit gewinnen, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen als Regisseurin und Autorin an verschiedenen Theatern und freien Institutionen nun das Kinder- und Jugendtheaterprogramm im Lutz gestalten wird. Dabei werden ihr ihre Erfahrungen in der Gestaltung eines Spielplans für alle Altersgruppen ebenso hilfreich sein, wie ihre Erfahrungen mit Schülerprojekten, Jugendclubs und weiteren Projektarbeiten.

Ihre künstlerischen Akzente setzte Frau Schöne als Regisseurin und Autorin, die schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, in allen Altersbereichen des Kinder- und Jugendtheaters.

Da die Planung der nächsten Spielzeit unter einem hohen Zeitdruck erfolgt, kommen Frau Schöne ihre Kontakte zu vielen Theatern und Schauspielern, die sie nicht zuletzt durch ihre Lehrtätigkeit an der Comedia Köln knüpfen konnte, sehr zugute.

Mit der Verpflichtung von Anja Schöne, zunächst für die Spielzeit 2017/18, wird ein Zeichen gesetzt, dass das Kinder-und Jugendtheater in Hagen einen großen Stellenwert hat und weiterhin haben wird.

Weitere Informationen: Vita Anja Schöne

Bilstein: Beschäftigte unter Druck

6. Februar 2017

Unternehmensführung droht mit Verlagerung von Investitionen

Das Kaltbandunternehmen Bilstein in Hohenlimburg will investieren – aber nur unter Bedingungen zum Nachteil der Beschäftigten. Schon ist von Erpressung die Rede.

Nach Medieninformationen sollen die Beschäftigten demnach unter anderem unbezahlte Mehrarbeit leisten und auf Sonderzahlungen wie etwa Urlaubs- oder Weihnachtsgeld verzichten.

Details schildert ein Schreiben der Betrieblichen Tarifkommission der Bilstein Group an die Kolleginnen und Kollegen:

Nach Meinung der Unternehmensführung bestehe zur Sicherung der Arbeitsplätze die Notwendigkeit einer finanziellen Beteiligung der Beschäftigten in Höhe von mehreren Millionen Euro an dem geplanten Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro (…).

Die Entscheidung, ob diese Investitionen hier am Standort oder alternativ z.B. in Tschechien oder in den USA umgesetzt würden, hänge in erster Linie von der Schaffung bestimmter Rahmenbedingungen bei den in Hohenlimburg ansässigen Unternehmen der Bilstein Group ab.

Die Unternehmensführung stellt sich hierfür die folgenden Maßnahmen vor:

  1. Für einen Zeitraum von x Jahren sollen die in der Fläche ausgehandelten Tariferhöhungen nur in Höhe der jeweiligen Inflationsrate an die Beschäftigten weitergegeben werden. Maximal jedoch in Höhe von 1 Prozent.
  2. Erhöhung der tariflichen wöchentlichen Arbeitszeit um x Stunden ohne Entgeltausgleich. (…)
  3. Des Weiteren sei ein Verzicht auf einen noch näher zu definierenden Teil der tariflichen Sonderzahlungen (tarifliches Weihnachtsgeld sowie tarifliches Urlaubsgeld) notwendig.

Dies alles diene der mittelfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen und sei unter diesem Aspekt nach Auffassung der Unternehmensführung für die Beschäftigten durchaus zumutbar.

Die Sicherung der Arbeitsplätze sei nach Aussage des Arbeitgebers allerdings nur unter dem Vorbehalt von unvorhersehbaren Ereignissen gegeben. Sollte ein erheblicher Markteinbruch eintreten, könnten Kündigungen mittelfristig nicht ausgeschlossen werden.

Das Vorgehen der Unternehmensführung der Bilstein Group lässt sich nur als dreister Erpressungsversuch gegenüber der Belegschaft verstehen. Vor allem, wenn man die hervorragende wirtschaftliche Situation der Firma betrachtet. Nach den letzten verfügbaren Jahresabschlüssen hat das Unternehmen 2013 eine Eigenkapitalrendite von 13,7 Prozent eingefahren, 2014 steigerte sich diese sogar noch weiter auf 18,2 Prozent.

Der Hagener Oberbürgermeister, der zuletzt mit Imagefilmen, Buchpräsentationen und Palaverrunden gut ausgelastet war, fand wohl deshalb bisher keine Zeit, sich hier zu positionieren. Auch die Parteien haben sich bislang nicht geäußert.

Am heutigen Montag will sich die Tarifkommission mit den Auswirkungen der geplanten Millioneninvestitionen bei Bilstein beschäftigen. Daran werden Vertreter des Unternehmens und der IG Metall teilnehmen.

Nachhaltiges Wirtschaften – lokal und global

6. Februar 2017

Ungebremstes Wachstum versus Nachhaltigkeit: Diese Widersprüchlichkeit wurde bei der Tagung „Nachhaltige Entwicklungspolitik – lokal – global“ an der FernUniversität intensiv diskutiert

Nicht zuletzt das Handelsabkommen TTIP hat die Debatte über die Beziehungen zwischen Handel und nachhaltiger Entwicklung neu entfacht. Auf der einen Seite argumentieren viele Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Effizienzgewinnen, auf der anderen Seite verweisen Kritikerinnen und Kritiker auf Verdrängungseffekte und Einbußen für die Umwelt.

„Eine Begrenzung allein auf den Umweltfaktor wäre in der Nachhaltigkeitsdebatte zu eng“, unterstrich Gastgeber Prof. Dr. Helmut Wagner in seiner Begrüßung. Der Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomik an der FernUniversität rief zur kritischen Auseinandersetzung mit den oft kurzfristigen Maßnahmen von Wirtschaft und Politik auf.

Mit Jens Martens (Global Policy Forum, Bonn und New York) und Dr. Tilmann Altenburg (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn) hatte er zwei Experten aus der Praxis zur Veranstaltung innerhalb der Reihe „Nachhaltiges Wirtschaften“ eingeladen. Das zahlte sich aus. „Wir haben anschließend positives Feedback erhalten, das insbesondere auch die fachübergreifende, praxisnahe Ausrichtung der Thematik betonte“, fasste Prof. Wagner zusammen. (…)

Quelle: FernUni

Fundsache: Direkt aus dem Knastladen

6. Februar 2017

knastladen-meerschweinchenhaengematteIm Onlineshop knastladen.de werden Produkte aus den NRW-Justizvollzugsanstalten angeboten.

Fernsehtipp: Eins, zwei, drei

5. Februar 2017

Heute, 5. Febr., 20:15 Uhr auf 3sat

Wer keine Lust mehr auf einen schrägen „Tatort“ hat, findet heute bei 3sat eine echte Alternative: Die Kalter-Krieg-Komödie „Eins, zwei, drei“ des genialen Billy Wilder von 1961. Mit James Cagney als Coca-Cola-Direktor C. R. MacNamara aus der Filale in Westberlin und Horst Buchholz als Ostberliner Jungkommunist Otto Ludwig Piffl.

C. R. MacNamara träumt davon, Europa-Direktor von Coca Cola zu werden. Um seine Fähigkeiten zu beweisen, will er den Absatzmarkt seiner Firma von Berlin aus über den Eisernen Vorhang hinaus weit nach Osten ausdehnen. Strategisch beraten wird er von dem deutschen Herrn Schlemmer, der seinen devoten Gehorsam offensichtlich aus vergangenen Zeiten hinübergerettet hat.

Um sich bei Konzern-Chef Hazeltine zusätzlich beliebt zu machen, nimmt MacNamara dessen verwöhnte Tochter Scarlett bei sich auf. Sie schafft es, allnächtlich durch das noch offene Brandenburger Tor in den Ost-Sektor durchzubrennen, wo sie sich in den überzeugten Jungkommunisten Otto Ludwig Piffl verliebt hat. Als MacNamara davon erfährt, ist es schon zu spät: Die beiden haben geheiratet und wollen sich nach Moskau absetzen. Er muss nun innerhalb 24 Stunden aus dem roten Jüngling einen Musterkapitalisten machen, um ihn dem anreisenden Konzernchef präsentieren zu können.

Als Billy Wilder „Eins, zwei, drei“ 1961 in Berlin drehte, wurde er vom Bau der Mauer überrascht. Angesichts der damaligen politischen Großwetterlage fand der subversive Witz der rasanten Komödie wenig Anklang. Umso mehr amüsierte sich das Publikum bei der Wiederaufführung des Films Mitte der 1980er Jahre über die respektlose Geschichte, in der Wilder so manche „Heilige Kuh“ schlachtete.

Extra-Geldsegen für die Ausschuss-Chefs

5. Februar 2017

Über einige Hagener Politiker kommt unerwarteter Geldsegen hernieder. Die Vorsitzenden von Ausschüssen, die der Rat der Stadt Hagen eingerichtet hat, sollen ab diesem Monat eine zusätzliche Aufwandsentschädigung bekommen, die noch einmal dem entspricht, was sie als Ratsherr ohnehin schon erhalten. Für diejenigen, die bislang als einfaches Mitglied des Stadtrates 481,30 Euro erhalten, verdoppeln sich damit die monatlichen Bezüge auf 962,60 Euro. (…)

Quelle: wp.de (kostenpflichtig)

Anmerkung: Die Entschädigungsverordnung des Landes NRW räumt den Kommunen die Möglichkeit ein, per Satzung auf die zusätzliche Aufwandsentschädigung zu verzichten. In § 3 EntschVO heisst es:

Die zusätzliche Aufwandsentschädigung beträgt: (…) bei Vorsitzenden von Ausschüssen der kommunalen Vertretungen in Gemeinden und Kreisen mit Ausnahme des Wahlprüfungsausschusses und der durch die Hauptsatzung ausgenommen Ausschüsse den 1-fachen Satz des Betrages der Aufwandsentschädigung für Mitglieder kommunaler Vertretungen in Gemeinden (…). (Hervorhebung: DW)

In vergangener Spielzeit 15 000 Besucher mehr

5. Februar 2017

178 000 Besucher haben in der vergangenen Spielzeit (2015/16) das Hagener Theater aufgesucht. „Das ist im Vergleich zur vorherigen Spielzeit ein erfreulicher Anstieg um 15 000 Besucher“, sagt Jürgen Pottebaum. (…)

Quelle: wp.de (kostenpflichtig)

Investitionskredite sollen wieder steigen

5. Februar 2017

Mit großer Gelassenheit blickte Kämmerer Christoph Gerbersmann in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf die Etatentwicklung zu Beginn des Jahres 2017. Nachdem kurz vor dem Weihnachtsfest dem Zahlenwerk 2017 von der Bezirksregierung die Genehmigung erteilt worden war, lag das Niveau der Liquiditätskredite (städtischer Dispo) im Januar bei einem Minus von etwa 1,13 Milliarden Euro. (…)

Parallel dazu addieren sich noch 94 Millionen Euro an Investitionskrediten. Dieser Schuldenpegel wird in den nächsten Jahren angesichts der anstehenden Investitionsmaßnahmen sogar noch ansteigen, was bereits mit dem Regierungspräsidium in Arnsberg abgestimmt ist. (…)

Quelle: wp.de

Denkmalschutz für Breker-Bau

4. Februar 2017

Gerling-Haus mit braunem Schatten

gerling-hausBreker-Bau Gerling-Haus. Foto: DW.

Der ehemalige Sitz der Hagener Filiale des Versicherungskonzern Gerling in der Körnerstraße 45 ist unter Denkmalschutz gestellt worden.

Der Bau fügt sich ein in ein Ensemble mit Gebäuden im typischen Stil der 1950er Jahre im Umfeld des Volksparks. Dazu zählen die Kaufmannsschule, die frühere Firmenzentrale der Elektromark (später Enervie/Mark-E), die Konzertmuschel, der Nierentisch-Vorbau der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer sowie der 1990 von einer Bürgerinitiative vor dem Abriss gerettete Reisepavillion Elberfelder/Ecke Karl-Marx-Straße.

Geplant wurde das 1955/56 errichtete Gerling-Haus vom Bildhauer und Architekten Arno Breker (1900 – 1991). Der umstrittene Breker galt als Lieblingsbildhauer Adolf Hitlers und war 1937 der NSDAP beigetreten. Im selben Jahr wurde Breker Professor einer Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

In Brekers Figuren sahen die Nationalsozialisten die ästhetischen Ideale ihrer Rassenlehre, den „gesunden, arischen Menschentyp“, versinnbildlicht, und er erhielt zahlreiche Staatsaufträge.

Diese Aufträge bildeten den Beginn der engen persönlichen Zusammenarbeit zwischen Breker und Albert Speer, seit 30. Januar 1937 Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, der die „Neugestaltung Berlins zur Hauptstadt des Großgermanischen Reiches“ planen und durchführen sollte. Breker wurde die Aufgabe übertragen, die Neubauten mit seinen Plastiken zu schmücken.

Zu seinem 40. Geburtstag 1940 erhielt Breker von Hitler das ehemalige Rittergut Jäckelsbruch in Eichwerder (Wriezen) zum Geschenk, in „dankbarer Anerkennung seiner schöpferischen Arbeit im Dienste der deutschen Kunst“. 1941 wurde Breker Vizepräsident der Reichskulturkammer der Bildenden Künste.

Nach 1945 wirkte er unter anderem bei der Gestaltung der Gerling-Konzernzentrale in Köln mit. Wegen des monumentalen Charakters der Bauten, die Erinnerungen an die Kolossalgebäude Albert Speers weckten, wurde das Gebäude-Ensemble von der Bevölkerung schon bald „Kleine Reichskanzlei“ genannt.

In dem ebenfalls von Arno Breker geplanten Hagener Gerlinghaus residiert heute u.a. das Anzeigenblatt Wochenkurier. Der verkniff sich in einem Artikel anlässlich seines Umzugs 2015 jeglichen Hinweis auf die Vergangenheit Brekers:

„Ein Blick ins Innere lässt nicht nur die Herzen von Historikern höher schlagen. Tradition und Moderne gehen Hand in Hand, wenn das Team des Wochenkuriers den neuen Verlagssitz bezieht.“

Tradition und Moderne – das hätte Arno Breker sicherlich gefallen.

Hagen – eine Stadt und der U-Boot-Krieg

4. Februar 2017

8. Februar 2017, 18 – 20 Uhr
Kunstquartier Hagen, Museumsplatz 1, 58095 Hagen

Eine Veranstaltung mit Jürgen Pottebaum (Theater Hagen), Dr. Ralf Blank (Stadtmuseum / Stadtarchiv Hagen) und Rouven Lotz (Emil Schumacher Museum)

Am 1. Februar 1917 – vor 100 Jahren – begann Deutschland den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. Was aber haben U-Boote mit der Stadt Hagen zu tun? Im Hagener Werk der Accumulatoren Fabrik AG wurden seit 1904 Batterien für U-Boote gefertigt, ebenso Batterien für Elektrotorpedos, im Zweiten Weltkrieg eine der Hauptwaffen von U-Booten. Der U-Boot-Krieg wäre ohne die Hagener Fabrik kaum möglich gewesen.

Um U-Boote ranken sich Legenden und ein eigener Mythos. In beiden Weltkriegen 1914-1918 / 1939-1945 zu „Helden“ verklärt, verloren zehntausende meist junge Besatzungsmitglieder ihr Leben. Auf der anderen Seite versenkten die deutschen U-Boote auch tausende Schiffe, auf denen zahllose Seeleute und Passagiere beim Untergang den Tod fanden. Es war ein erbarmungsloser, fürchterlicher Krieg um Tonnagen und Nachschub.

Von Oktober bis Dezember 1941 nahm der damalige Kriegsberichterstatter Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) an einer „Feindfahrt“ auf dem U-Boot „U 96“ teil. Seine Erlebnisse verarbeitete er 1973 in seinem Roman „Das Boot“. Das Buch wurde 1981 durch Wolfgang Petersen unter dem gleichnamigen Titel verfilmt. Der auch international bekannte Spielfilm festigte den U-Boot-Mythos auch in der Nachkriegszeit.

Lothar-Günther Buchheim betätigte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Kunstsammler. Seine Sammlung enthält vor allem Expressionisten, die seit 2001 im „Museum der Phantasie“ (Buchheim-Museum) in Bernried ausgestellt sind.

Ein Teil der Geschichte des Romans wird seit 2012 als Theaterstück auf deutschen Bühnen aufgeführt. Am 15. Februar 2017 führt das Hagener Theater das Stück „Das Boot“ an einem historisch belasteten Ort auf.

Die Veranstaltung führt in das Theaterstück ein. Die Bedeutung von Hagen für den Bau und den Einsatz von U-Booten sowie ein Überblick über den U-Boot-Krieg sind ein Thema. Vorgestellt wird auch Lothar-Günther Buchheim und seine Bedeutung als Kunstsammler und Museumsgründer.

Eintritt 5 Euro (Vorverkauf im Museum bzw. Abendkasse)

Politik erwartet für Schulen eine Strategie

4. Februar 2017

Man stelle sich vor, die klamme Stadt Hagen kann Millionen ausgeben, weiß aber nicht wie. Ähnlich bizarr mutete gestern die Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss an, die sich um die Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz sowie dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ drehte. Immerhin kann hier die Stadt in den nächsten Jahren über knapp 70 Millionen Euro verfügen. (…)

Quelle: wp.de

OB versucht Volksbegehren zu boykottieren

3. Februar 2017

Listenauslegung für „G9 jetzt!“ hat begonnen

Seit gestern liegen die Listen für das Volksbegehren „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung, G9 jetzt!“ aus, das zum Ziel hat, dass an Gymnasien in NRW das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren – ohne Pflicht zum Nachmittagsunterricht – abgelegt wird. Dieses Ziel soll durch eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes NRW erreicht werden. Die amtliche Listenauslegung erfolgt in der Zeit vom 2. Februar bis 7. Juni 2017.

Seit dem Jahr 2005 wurde in Nordrhein-Westfalen die Schulzeit an Gymnasien (zum zweiten Mal nach 1936) auf 8 Jahre gekürzt. Dies ist das so genannte G8 oder Turbo-Abi nach Klasse 12.

Wer in Hagen weiss aber, wo man sich in die Listen eintragen kann und zu welchen Zeiten das möglich ist? Vermutlich nur sehr wenige Bürger, denn die Verwaltung hat sich bislang nicht dazu bequemt, es groß zu veröffentlichen.

Während beispielsweise die Stadt Mülheim/Ruhr bereits zwei Pressemitteilungen zum Volksbegehren veröffentlicht hat, hält Hagen Informationen dazu weitestgehend zurück. Nur im Amtsblatt der Stadt wurde das Allernötigste veröffentlicht. Aber wer liest schon das Amtsblatt?

Da die Pressestelle des Oberbürgermeisters in der Regel aus jedem Staubfusel eine Meldung macht, ein Verfassungsrecht hingegen im Kleingedruckten versteckt, darf dahinter bewußtes Handeln unterstellt werden.

In der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen ist ein Volksbegehren hoch angesiedelt und gehört gleichauf mit Wahlen zu „den Grundlagen des Landes“. Artikel 2 der NRW-Verfassung bestimmt: „Das Volk bekundet seinen Willen durch Wahl, Volksbegehren und Volksentscheid.“

Für Oberbürgermeister Erik O. Schulz und seine Verwaltung ist die Verfassung in diesem Punkt offensichtlich nicht allzu hoch zu hängen, Sparflamme muss ausreichen. Und so kommt in der Durchführung des Volksbegehrens gerade einmal die Minimalversion zum Zuge: Nur an zwei Stellen im Stadtgebiet können die Bürger ihr verfassungsmäßiges Recht ausüben.

Dieses Vorgehen ist zwar rechtskonform, darf aber gleichwohl als Boykottversuch gewertet werden.

Das Amtsblatt gibt bekannt:

Das Volksbegehren kann unterstützt werden durch Eintragung in die ausliegenden Eintragungslisten in folgenden Verwaltungsstellen zu folgenden Sprechzeiten vom 02. Februar bis zum 07. Juni 2017 (aber nicht an Feiertagen, die auf einen Werktag fallen):

a) Zentrale Infostelle im Rathaus I, Rathausstr. 11, Erdgeschoss, Eingangsbereich rechts
b) Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstr. 3, Erdgeschoss, Zimmer 20

Montag, Dienstag 8 – 16 Uhr
Mittwoch 8 – 12 Uhr
Donnerstag 8 – 18 Uhr
Freitag 8 – 12 Uhr

zusätzlich:

Sonntag, 19. Februar 2017, 9 – 13 Uhr
Sonntag, 26. März 2017, 9 – 13 Uhr
Sonntag, 30. April 2017, 9 – 13 Uhr
Sonntag, 28. Mai 2017, 9 – 13 Uhr

Siehe auch:

Gegen Turbo-Abi: Unterschriftenlisten bei Kommunen

Quelle: WDR
Quelle: WDR (Video, verfügbar bis 09.02.2017

Landschaftsverband Westfalen-Lippe verabschiedet 3,5-Milliarden-Euro-Haushalt

3. Februar 2017

Der Anteil Hagens beträgt 56 Millionen Euro

Die 116 Abgeordneten der LWL-Landschaftsversammlung haben mit großer Mehrheit den 3,5 Milliarden Euro umfassenden Haushalt 2017 des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) beschlossen. Ausgaben für soziale Leistungen machen dabei rund 90 Prozent aus; allein bei den Hilfen für Menschen mit Behinderung kalkuliert der Verband 165 Millionen Euro mehr ein als 2016.

Die 27 LWL-Mitgliedskreise und -kommunen zahlen in diesem Jahr 0,7 Prozent mehr Landschaftsumlage als im Vorjahr, so dass der Umlagehebesatz auf 17,4 Prozent steigt. Sie finanzieren den Etat des Verbandes mit einem Betrag von rund 2,2 Milliarden Euro aus ihren Mitgliedsbeiträgen. Der Anteil der Stadt Hagen beträgt davon 56 Millionen Euro.

Die beschlossene Umlageerhöhung fällt um 0,2 Prozentpunkte geringer aus, als im vergangenen November von LWL-Direktor und LWL-Kämmerer vorgeschlagen. Daher muss der LWL möglicherweise 25,4 Millionen Euro aus seiner Rücklage einstellen, um Zusatzbelastungen aus neuen Sozialgesetzen abzufedern. Die finanzielle Reserve des Verbandes würde damit von 325 Millionen Euro im Jahr 2009 auf rund acht Millionen Euro schrumpfen.

Divan Chinois

3. Februar 2017

Kejia Xiong und Huijing Han mit Gästen
04.02.2017, 16 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

kejia-xiong-und-huijing-hanBei dieser Konzert-Matinee mit abendländischer und chinesischer Musik, die als gemischtes Programm aus traditionellen sowie zeitgenössischen Kompositionen angelegt ist, gibt es viele Entdeckungen zu machen.

Im ersten Teil spielt die bekannte Pianistin Huijing Han als Solistin, bis Kejia Xiong, der beliebte Tenor des Theaters Hagen, gesanglich einstimmt (Foto: ESM). In der zweiten Hälfte steht die chinesische Musik im Vordergrund.

Yuanni Yang spielt das traditionelle chinesische Instrument Gu Zheng, während der Kalligraphie- und Keramikkünstler Hongxiang Xiong eine Taijiquan-Performance aufführt. Der Saxophonist Hanchao Jiang, der aus Shanghai zu Gast in Hagen ist, stellt eine neue chinesische Komposition vor. Abgerundet wird das Konzert durch ein chinesisches Lied, für das ein Trio aus Tenor, Saxophonist und Pianistin zusammentritt.

Eintritt: VVK € 15,-, AK € 18,-
Karten sind erhältlich in der Buchhandlung am Rathaus, Tel. 02331 – 32689

Kammerkonzert unter dem Titel „Die Forelle“

3. Februar 2017

Auf dem Programm des fünften Kammerkonzerts unter dem Titel „Die Forelle“ am Sonntag, 5. Februar 2017 (Beginn 11.30 Uhr) im Auditorium im Kunstquartier Hagen, steht mit Franz Schuberts großem „Forellenquintett“ eines der bekanntesten und bezauberndsten Kammermusikwerke.

Es ist das einzige Klavierquintett aus der Feder des österreichischen Komponisten, welches er vermutlich 1819 zu schreiben begann. Den Beinamen erhielt das Werk, da Schubert dem Variationensatz sein Lied „Die Forelle“ als Thema zugrunde legte (nach dem Gedicht von Christian Friedrich Daniel Schubart). Es spielen Yang Zhi (Violine), Axel Kühne (Viola), Shengzhi Guo (Violoncello), Hubert Otten (Kontrabass), Ana-Maria Dafova (Klavier).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Dr. Christiane Kracht gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). In dieser Kurzführung wird sich mit einem der letzten Gemälde von Henry van de Velde (1863-1957) beschäftigt: „Garten im Sommer“.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Allerwelthaus in Hagen steht vor einer ungewissen Zukunft

3. Februar 2017

Seit fast 30 Jahren befindet sich das Allerwelthaus Hagen im Ferdinand-David-Park. Jetzt stellt die Stadt den Standort an der Volme in Frage. (…)

Quelle: wp.de (kostenpflichtig)

Siehe auch:

Hagener Kulturzentrum soll Gastronomie weichen

Quelle: WDR (Video, verfügbar bis 08.02.2017)

Ein Provinz-Filmchen

2. Februar 2017

Passend zum „Imagebuch“ hat der OB-Apparat auch noch einen neuen „Imagefilm“ präsentiert. Ein mehr als peinliches Machwerk mit eingebauter Schleichwerbung für zwei Hagener Hotels.

Allein für die Tonuntermalung, die auf dem Niveau von Warteschleifengedudel jedes ernstzunehmende Ohr beleidigt, sollten die Verantwortlichen im Rathaus mit 50 Stockhieben auf die nackten Fußsohlen abgestraft werden – mindestens.

Ein größerer Schaden für die Stadt lässt sich kaum produzieren. Provinziell, billig, spießig – das hat Hagen wirklich nicht verdient.

Imagebuch hat nicht nur Freunde

2. Februar 2017

Die Stadt hat ein neues Imagebuch. „Hagen ganz persönlich“ heißt das 104-seitige Buch, das jedoch auch kritisch beäugt wird. Einige Hagener Unternehmer und Autoren sind von dem Buch, das vom Presseamt der Stadt Hagen und einem Coesfelder Verlag gemeinsam herausgegeben wurde, nicht begeistert. (…)

Wenig begeistert über den Entstehungsweg des Buches äußert sich Richard Marroni (Autohaus Könneker). „Ich bin per Post – mit Briefkopf des Oberbürgermeisters – angeschrieben worden, mit der Bitte, mich mit einem persönlichen Beitrag am Buch zu beteiligen bzw. ein Firmenporträt gegen Geld abdrucken zu lassen.“ Um die 2000 Euro pro Seite sollte er, Marroni, zahlen, um im Buch Beachtung zu finden. „Für platte Werbung – ein schlechter Scherz“, wettert der Geschäftsmann. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: OB Schulz und seine Getreuen auf der Teppichetage glauben anscheinend ernsthaft, mit solchen PR-Schmonzetten das Image der Stadt aufbessern zu können. Das hat noch nie funktioniert und wird auch hier keine positive Wirkung zeigen. Hagen wird nur zu einer neuen Attraktivität zurückfinden, wenn endlich ernstzunehmende Persönlichkeiten, die dazu in der Lage sind konzeptionell zu denken, an die Schaltstellen der Stadt vorrücken. Sprechblasen-Absonderer hat Hagen leider schon zu viele erlebt.

Einst galt er als Staatsfeind

2. Februar 2017

In der Adenauer-Zeit galt er als Staatsfeind der jungen Bundesrepublik. Mitte der 1990er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde der Kommunist vom Gevelsberger Rat als Stadtältester geehrt. Seine Meinung, für die er Jahre in der Nachkriegszeit im Gefängnis saß, hat er nie geändert – Deutschland schon. Herbert Wils ist jetzt im Alter von 85 Jahren in Hagen gestorben, wo er zuletzt lebte. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

„Dann schon lieber den Kommunisten“

Als Hagens Oberbürgermeister Rudolf Loskand einen Trauerredner für die Beisetzungsfeier seines Vorgängers Helmut Turck suchte, wurde ihm vom Humanistischen Verband Nordrhein-Westfalen eine Frau vorgeschlagen. „Keine Frau, dann schon lieber den Kommunisten“, soll Loskand geschimpft haben. Gemeint war Herbert Wils. (…)

Quelle: wp.de

WPWR lässt Bezahlschranke runter

2. Februar 2017

Die Funke Mediengruppe, und damit in Hagen die WPWR, startete gestern (1. Februar) mit Bezahlangeboten in den Online-Portalen ihrer NRW-Tageszeitungen.Ein Teil der Inhalte ist somit nicht mehr frei lesbar.

Die jetzt kostenpflichtigen Inhalte nennt der Verlag „Premiumangebote“, die je nach Stadt und Ressort variieren. Bezahlt werden muss künftig u.a. für Serien, Ratgeber-Angebote und Hintergrundberichte zu lokalen, regionalen und überregionalen Themen. Die sogenannten plus-Inhalte können zwei Monate lang kostenlos getestet werden.

Zudem will die Funke Mediengruppe die lokale Berichterstattung in ihren Zeitungen ausbauen. Ob das eine Bereicherung sein wird oder als Drohung zu verstehen ist, bleibt abzuwarten.


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