Süßwaren-Kette Hussel mit Einbruch bei Umsatz und Ergebnis

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Für Unruhe unter den rund 1000 Beschäftigten der Süßwaren-Kette Hussel sorgt ein Schreiben der Geschäftsführung, in der harte Einschnitte in Aussicht gestellt werden: Von der Aussetzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes bis hin zu einem „durchgängigen Gehaltssystem“ reicht der Maßnahmenkatalog. Der Grund: Hussel liegt im laufenden Geschäftsjahr offenbar beim Unternehmensergebnis acht Prozent hinter dem Vorjahr und 16 Prozent unter Plan. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Unter Plan“ bedeutet nicht unbedingt, dass der Laden schlecht läuft, sondern man hätte gern noch mehr rausgeholt. Zahlen sollen nach Vorstellung der „Investoren“ natürlich die Beschäftigten. Die dürfen sich bei den Krekes bedanken, die den Betrieb an die Heuschrecken verscherbelt und ihrer Sippe die Taschen gefüllt haben.

2 Antworten to “Süßwaren-Kette Hussel mit Einbruch bei Umsatz und Ergebnis”

  1. erbsenzaehler Says:

    Zuerst einmal können sich die Arbeitnehmer bei Herrn Kreke bedanken, der die Douglas-Gruppe zerschlagen und veräußert hat.

    Dann frage ich mich, ob Hussel im letzten Geschäftsjahr Gewinn oder Verlust gemacht hat. „Unter Plan“ zu bleiben heißt ja nicht automatisch, daß man keinen Gewinn macht.
    Hier muß man dann noch daß operative Geschäft von einmaligen Sachverhalten trennen. Im letzte veröffentlichten Abschluß machen Zinsen mehr als die Hälfte des entstandenen Verlustes aus.
    Es ist schon vielsagend, daß der Mutterkonzern keinen Konzernabschluß veröffentlicht.

    Dank auch an die Regierung Schröder/Fischer, die durch die damalige Neufassung des Körperschaftsteuergesetzes erst die Möglichkeiten geschaffen haben, das sogenannte „Heuschrecken“ über den deutschen Mittelstand herfallen können.

    Durch die eingeführte Steuerfreiheit der aufegedeckten stillen Reserven haben die Anteilseigner Blut geleckt. Bloß alles verkaufen, um steuerfreien Reibach zu machen.
    Die Fonds kauften, aber nicht mit eigenem Geld.
    Stattdessen gründen sie eine GmbH mit 25.000 € Stammkapital. Diese kauft das Unternehmen auf Pump (Sicherheiten haben diese Fonds ja genug). Nach dem Kauf werden die GmbH und das gekaufte Unternehmen verschmolzen. Und schon hat das gekaufte Unternehmen die Schulden für den eigenen Verkauf in den Büchern. Diese sehen dann natürlich „total schlecht“ aus, wenn man seinen (neuen) Eigentümern eine Rendite von 15% oder mehr beiten will.
    So geschehen bei Grohe, Thalia, Hussel, etc.

    Ich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte…….

  2. hansimäuschen Says:

    Den Unternehmen sind Arbeitnehmer-/städtische Interessen wurschtegal, sie machen in diesem System, was sie wollen. Die Vergangenheit, gar Treue zählen nicht, einzig Profit-Maximierung. Lippenbekenntnisse nach bereits getroffener Entscheidung, sowohl seitens der Unternehmensführungen als auch von Bürgermeistern etc. sind nicht nur überflüssig, sondern zynisch, daher sollte man sich hierfür eigentlich zu schade sein, zumindest das.
    Was die Stadt im Benehmen mit den Unternehmerverbänden machen kann, ist, herauszufinden, was die wahren Gründe für ( beabsichtigte ) Stadtflucht sind. Dann kann man immer noch sehen, ob irgendwelche Möglichkeiten für einen Verbleib vorhanden sind ohne daß Andere bei evtl. Maßnahmen stark beeinträchtigt werden.
    Hoffentlich hat die Angelegenheit “ Bilstein-Gruppe „( gute bis sehr gute wirtsch. Situation und trotzdem sollen die Arbeitnehmer. bluten ) nicht noch ein weiteres Faß ( Tarifverträge egal ) aufgemacht.

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