SPD-Chef wittert einen Rachefeldzug

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Der SPD-Ortsverein Altenhagen hat ein Parteiordnungsverfahren gegen Parteichef Timo Schisanowski beantragt. Dieser vermutet einen Rachefeldzug. (…)

(Ortsvereins-Vorsitzender) Schmidt beantragt in dem neuen Parteiordnungsverfahren, dass Schisanowski für den Zeitraum von mindestens fünf Jahren sämtliche Funktionen innerhalb der SPD ruhen lassen müsse, weil ihm die Vorgänge um die Kasse des Altenhagener Ortsvereins bekannt gewesen seien, er aber nicht interveniert habe. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der eigentliche Skandal, die Unterschlagung von 1.600 Euro aus der Parteikasse des SPD-Ortsvereins Altenhagen, wird in trautem Zusammenspiel von SPD-Vorstand und Einheitspresse immer weiter in den Hintergrund gerückt. Auch in seinem Kommentar hakt WPWR-Redakteur Martin Weiske den Kassenklau als eher lässliche Sünde ab: „Doch die Parteiordnungsvorstöße aus Altenhagen wirken – vom Griff eines Ratsherrn in die Parteikasse mal abgesehen – eher querulatorisch als aufklärerisch.“ Zwei Nasen – ein Interesse?

So langsam entsteht der Eindruck, als hätten ein oder mehrere Redaktionsmitglieder und Kassenentwender Muamer Andelija – dessen Name wider alle Gepflogenheiten der heimischen Postille erneut nicht genannt wird – noch irgendwo eine gemeinsame Leiche im Keller liegen. Schon jüngst war aufgefallen, dass der Name des beschuldigten Ratsherrn (der seinen Fehlgriff eingeräumt hat) aus einem mehr als ein Jahr alten Bericht entfernt worden war (WPWR säubert eigenen Artikel).

Auch das Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung bei Andelija wäre von Interesse. Ging es dort wirklich nur um Kassenbelege? Eigentlich kaum vorstellbar.

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5 Antworten to “SPD-Chef wittert einen Rachefeldzug”

  1. Oliver Schmidt Says:

    …so einfach ist es, es sind immer andere Schuld. So lernt man es im Kinderzimmer. Aber halt nicht im realen Leben! Aber es gibt einen alten Spruch: Der Fisch stinkt immer vom Kopf!
    Peinlich ist nur, dass unsere Lokalzeitung bei diesem Theater mit macht! Da gibt es nur ein Ergebniss ABBESTELLEN!
    Herrn Weiske kann man nur sagen, sie haben wohl eine Krippner-Phobie! Wie peinlich, Herr Weiske!

  2. Michael Kramer Says:

    Sehr gute Arbeit vom Doppelwacholder.
    Die WPWR um Herrn Weiske beweist einmal mehr, wie ordentlicher Journalismus nicht geht. In der SPD geht es unter der Führung von Herrn Schisanowski drunter und drüber. Er scheint viel mehr involviert zu sein, als bisher angenommen. Bin gespannt was für Skandale uns noch erwarten.

  3. Walter Palowiak Says:

    Bei der Hagener SPD kehrt keine Ruhe ein. Das ignorante Verhalten von Partei- und Fraktionsspitze ergibt nach aussen (und wahrscheinlich auch nach innen) ein katastrophales Bild. Das Krisenmanagment versagt total. Ein Parteivorsitzender der ständig abtaucht und sich der wahren Probleme nicht annimmt. Es ist die Aufgabe von Herrn Schisanowski die Partei zusammenzuführen. Bei den Tiefen Gräben keine einfache Aufgabe. Statt den Dialog nach innen zu suchen, werden schnell die „Schuldigen“ ausgemacht und in der Presse an den Pranger gestellt. Wohl gemerkt: wir reden hier von ehrenamtlichen Ortsvereinsvorsitzenden – dafür gibt es keinen Cent. Wie will man denn künftig noch engagierte und (hoffentlich auch kritische) Ehrenamtler für die Hagener SPD finden, wenn man jetzt schon den Eindruck gewinne könnte, dass Kritiker öffentlich an den Pranger gestellt werden? Für Herrn Schisanowski wird es höchste Zeit innerparteilich in den Dialog zu gehen anstatt mit dubiosen Vermutungen über die Presse zu kommunizieren. Die Zeit drängt und der Unmut der Ortsvereine wächst.

  4. Erika Says:

    Alle am besten Ihre Mandate niederlegen und zurücktreten. Herr Schisanowski voran, Rudel und Andelija hinterher. Untragbares Verhalten von Mandatsträgern. Eine Pressekonferenz seitens der Staatsanwaltschaft wäre sicher sehr informativ um die Wahrheit zu erfahren. Die Hagener Presse, die Bürger an der Nase rumführt und absichtlich versucht etwas zu vertuschen kann man kein Vertrauen mehr schenken

  5. hansimäuschen Says:

    Da wollen wir mal hoffen, daß ein gleicher Maßstab bei Mitgliedern der Parteien der ungewöhnlichen Vernunft angelegt wird. Nur mit dem Unterschied, daß diese seit eh und jeh unter der Decke halten, was eigentlich bei aller Kritik berücksichtigt werden müßte.
    Und was Hr. Weiske betrifft, erlebe ich diesbezüglich seit langer Zeit eine fast völlige Einseitigkeit. DAS halte ich nicht für ordentlichen Journalismus, denn es gehören eben Informanten dazu, ( wer war/en und sind denn jeweils der/die V-Männer/Frauen, auf die man immer wieder gerne zurück greift und komischerweise nur bei der SPD ? ). Und was dirigiert denn Omma Grotkamp aus der Essener Zentrale ? Gehorsame Journalisten und Einheitszeitung, nur ein Wort oder mal dahinter schauen ?

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