SPD-Ratsherr greift in die Kasse seines Ortsvereins

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Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt gegen einen amtierenden SPD-Ratsherrn wegen Untreue. Der Mann aus Altenhagen soll im vergangenen Jahr 1600 Euro aus der Kasse seines Ortsvereins entnommen und für private Dinge verwendet haben. Der Mandatsträger wurde von den Ermittlern bereits vernommen und auch seine Wohnung durchsucht.

Parallel dazu hat der SPD-Ortsverein Altenhagen ein Parteiordnungsverfahren gegen den Genossen eingefädelt und darin den Parteiausschluss beantragt. Damit wird sich in den nächsten Tagen die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks beschäftigen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Merkwürdig. Der Name des vermeintlichen Delinquenten wird nicht genannt, obwohl er in der Vergangenheit mehrfach Hauptdarsteller der Berichterstattung war. Dafür fällt ein interessanter Dialog zwischen Dietmar Thieser (SPD), Martin Weiske (WPWR) und anderen auf der Fakebook-Seite der WP auf:

wp-fakebook-thieserwp-fakebook-weiske-etalThieser antwortet für Weiske. Wer ist da Koch und wer ist Kellner?

Im Dezember 2015 sah das noch anders aus: Ausstehende Miete fließt vom SPD-Parteikonto titelte damals die WPWR und nannte Ross und Reiter.

Update: Der verlinkte Beitrag ist inzwischen vom Namen des Betroffenen gesäubert worden. Welche Interessen sind hier im Spiel?

Dazu auch ein DW-Beitrag vom Oktober 2016: SPD: Nach einer Stunde zum Friseur

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4 Antworten to “SPD-Ratsherr greift in die Kasse seines Ortsvereins”

  1. Kranich Muss Says:

    Ich – obwohl kein Genosse – möchte mal erleben, daß sämtliche Details von Mitgliedern einer der Vernunft-Allianz-Parteien in die Presse gezerrt werden, so man denn hierauf stößt ( ein Punkt für sich ), wenn, ist es im Wesentlichen im Banal-Bereich.
    Meister Weiske, aber auch seine Kollegen, kapieren wohl nicht – entweder der Druck aus Essen ist so groß oder man schreibt in vorauseilendem Gehorsam -, daß man durch einseitige Berichterstattung eine Zeitung gleichwohl an die Wand fahren kann, erneut zig Arbeitsplätze geährdet und letztlich gar der eigene dabei sein könnte.
    Wie schon gesagt, die aktuell verstärkte Handhabung des Online-Portals trägt hierzu bei und ein vollmundiges “ Mutig – Offen – Mittendrin “ kann zum Rohrkrepierer werden.

  2. Allan Quatermain Says:

    „Er war arm und brauchte das Geld.“

    Ich möchte nicht wissen, wie es bei anderen Parteien so aus sieht?
    Meistens wird so etwas, wie ich bei einer anderen Partei erleben durfte, doch Interna geregelt.

    Oder so zurecht gebogen, das es am Ende wieder passt.

    O-Ton Dietmar Thieser, „Das gehört nicht in die Öffentlichkeit.“

    In Hagen wird vieles geregelt in nichtöffentlichen Sitzungen.

    Egal ob es Rat oder BV Sitzungen sind.

    Sogar Partei- und Fraktionssitzungen finden unter
    Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    Aber dafür klappt der Flurfunk hinterher um so besser.

  3. Kranich Muss Says:

    @ Allan Q. .. : Das stimmt wohl, und die Tatsache, daß es bei dieser Partei ( kenn zum. noch eine ) “ etwas “ anders aussieht, ist maßgeblich der Allianz-Treue ( – hörigkeit ) der, na ( welcher P( F) resse ? ) geschuldet ?
    Das traditionelle unter dem Teppich halten bei gewissen Parteien der um sich greifenden Vernunft mag Manchem imponieren, aber wenn man berücksichtigt, daß man sich – eigentlich – keiner Partei verpflichtet fühlen muß ( es sei denn, man meint, auf raffinierteste, aber auch lächerlichste Art und Weise – wie z. (O) B. ? och Göttchen – Karriere machen zu müssen ) : nöh
    p.s.: Mein Gott, wie doof das doch alles ist oder, hagau, nicht ?

  4. Walter Palowiak Says:

    Mandatsträger, gleich welcher Partei und Ebene (Bund, Land, Kommune) haben als Personen des öffentlichen Lebens eine ganz besondere Funktion: die Vorbildfunktion. Die Öffentlichkeit hat hier ein besonderes Interesse. Die Argumentation von Herrn Thieser kann ich nicht verstehen, mir fehlen schlicht die Worte. Sämtliche Straftaten haben irgendeinen traurigen Hintergrund, dennoch gibt es Gesetzte, die für alle gelten. Insbesondere Mandatsträgern muss bewusst sein, dass man auch im Ehrenamt mit fremden Geld sehr sorgfälltig umgehen muss. So traurig (oder auch nicht) das Schicksal hier mitgespielt hat, bleibt ein Griff in öffentliche Kassen eine Straftat. Um weiteren Schaden von Partei und Fraktion abzuwenden sollte der betroffene Ratsherr sein Mandat niederlegen. Ansonsten ist die Partei- und Fraktionsführung gefragt. Aber auch da ist in den letzten Wochen nicht viel passiert. Causa König und jetzt die Stellungnahme von Herrn Thieser…Für einen echten Neuanfang sollte nicht nur der derzeit im Focus stehende Ratsherr seinen Hut nehmen. Die SPD-Fraktion braucht frischen Wind und „neues Blut“. Mit der derzeit agierenden Führungsriege ist das fast unmöglich. Auch die Parteiführung schweigt und taucht ab, anstatt eine klare Position zu beziehen.Wenn SPD Partei und Fraktion nicht zu der Erkenntnis kommt – der kritische Bürger (und Wähler) wird es tun. Schon die nächsten Wahlen werden es bald zeigen.

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