Archive for Januar 2017

Hagener Kinos im Wandel der Zeit

19. Januar 2017

VHS im Erzählcafé

„Hagener Kinos im Wandel der Zeit“ ist das Thema des nächstes Gesprächsabends mit Uli Weishaupt am Freitag, 27. Januar, um 17 Uhr im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30.

Nach dem erfolgreichen Start im September 2012 geht es auf Wunsch der Erzählcafé-Gäste in die fünfte „Kino-Runde“. Ein Schwerpunkt ist diesmal Filmmusik, denn viele Titelmelodien rufen selbst nach Jahrzehnten sofort Erinnerungen wach. Beliebte Beispiele sind die Sound-Tracks „Dr. Schiwago“ von Maurice Jarre und „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone. Außerdem werden verschiedene Daumenkinos mit historischen Fotoserien herumgereicht, mit denen die Teilnehmer den 130 Jahre zurückgelegenen Ursprung des Films in den Händen halten. Zeitzeugen sind herzlich eingeladen, mit Hilfe von Filmplakaten und Filmprogrammheften aus den 1950er und 1960er Jahren von ihren Erinnerungen an Hagener Kinos zu erzählen.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung unter Kursnummer 1208 erhalten Interessierte beim Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

„Orientierungslos, arrogant, behäbig“

18. Januar 2017

Massive Kritik an OB Erik O. Schulz – und neu: die WPWR zieht mit

Nanu, was ist das denn? Diese Frage dürften sich so manche Leser des bekanntlich unter zwei verschiedenen Namen (Westfalenpost und Westfälische Rundschau) publizierten Lokalteils der hiesigen Funke-Presse (ehemals WAZ) gestellt haben, als sie gestern ihre Zeitung aufschlugen.

Da waren doch tatsächlich erstmals kritische Anmerkungen zum Wirken unseres geliebten Oberbürgermeisters Erik O. Schulz zu lesen. Autor Mike Fiebig forderte: „Endlich Ziele formulieren“ und ließ es nicht an klaren Worten fehlen:

Oberbürgermeister Erik O. Schulz wirkt überempfindlich, wenn öffentliche Kritik an seiner Leistung oder an der seiner Mitarbeiter geübt wird. Vor allem reagiert er sensibel, wenn die Angelegenheiten nicht erst über seinen Schreibtisch laufen. Dabei fordert Schulz bei so vielen Veranstaltungen immer das zivilgesellschaftliche Engagement, ohne das Hagen nicht nach vorne kommt.

Das ist schon starker Tobak für die bisher vorwiegend als Schulz-Förderverein aufgetretene Hagener Zeitung. Zwar hat es auch in der Vergangenheit bereits massive Kritik am Schalten und Walten des Oberbürgermeisters gegeben, die fiel aber regelmäßig unter den Tisch oder wurde als Nörgelei von Querulanten abgetan.

Hintergrund der veränderten Betrachtungsweise ist eine Veranstaltung des Vereins „Unternehmerrat“ am Montag in einem – auch das verdient es erwähnt zu werden – „Therapiezentrum“ in Hagen-Dahl. Unter der Überschrift „Gegenwind für Oberbürgermeister aus der Unternehmerschaft“ berichtete die WPWR:

Der Unternehmerrat übt deutliche Kritik an der Leistung der Verwaltung und des OB. Die Stadtführung agiere ziellos und behäbig. (…)

Schulz hielt teilweise dagegen, musste in vielen Bereichen aber auch eingestehen, dass es in Fragen der Wirtschaftspolitik in Hagen große Probleme gibt – nicht zuletzt in seinem Rathaus. (…)

Schulz musste sich zuvor einiges darüber anhören, wie die Hagener Unternehmerschaft das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Verwaltung bewertet – und auch ihn: nicht verbindlich, orientierungslos, zerstritten, arrogant, keine Ziele, verkrustet, behäbig. (…)

OB Schulz: „Noch zu meiner Zeit als Geschäftsführer der Agentur Mark war der Wunsch der Unternehmen nach Bündelung da, was mit der Hagen-Agentur und dem Starter-Center für Jung-Unternehmer bei der SIHK auch passiert ist. Jetzt höre ich, dass das alles falsch ist.“

Was Schulz nicht hörte, war das Flüstern in den Stuhlreihen darüber, dass eine Entscheidung von vor fünf oder zehn Jahren auch die falsche gewesen sein könnte.

Übel aufgestoßen sein dürfte dem OB die zeitliche Nähe zu einer eigenen Veranstaltung, der von seiner Verwaltung, der immer wieder kritisierten Hagen-Agentur und einem anderen Club, dem mit dem „Unternehmerrat“ konkurierenden „Unternehmerverein“, am 31. Januar in der Stadthalle geplanten „Zukunftsschmiede“.

Die Vorwürfe, die am Montag im Dahler „Therapiezentrum“ erhoben wurden, haben Schulz definitiv nicht in den Plan gepasst. Ein Spatz pfiff jedenfalls vom Dach des Rathauses, der OB habe persönlich im Pressehaus interveniert, um das Erscheinen der Berichterstattung zu verhindern.

Offensichtlich ohne Erfolg.

Klangrede zum 5. Sinfoniekonzert

18. Januar 2017

Konzertdramaturg Frederik Wittenberg im Gespräch mit Hans-Werner Engel, Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk

Die fünfte „Klangrede“ in dieser Spielzeit findet am Sonntag, 22. Januar 2017 um 11.30 Uhr im Theater an der Volme statt.

In dieser Veranstaltung wird in die Werke eingeführt, die im fünften Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 24. Januar 2017, 20 Uhr, Stadthalle Hagen) unter dem Titel „Gen Osten“ aufgeführt werden: „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ von Alexander Borodin, „Waldesruhe“ und Cellokonzert h-Moll op. 104 von Antonin Dvorák und „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ von Modest Mussorgski.

Zu Gast von Konzertdramaturg Frederik Wittenberg ist Hans-Werner Engel, der von seinen Aktivitäten als erster Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk berichten wird. Im Gespräch geht es vor allem um die aktuelle Situation in Smolensk, insbesondere vor der Folie der allgemeinen Situation in Russland. Was bewegt die Menschen dort und wie steht es um die gegenseitigen Beziehungen? Was leistet der Freundeskreis zum gegenseitigen Verständnis und Austausch? Diesen Fragen wird, neben der Werkeinführung, bei dieser Veranstaltung nachgegangen.

Im Anschluss an die „Klangrede“ wird vor Ort eine Ausstellung mit Werken von Smolensker Malern eröffnet. Interessierte Besucher sind dazu herzlich eingeladen.

Der Eintritt zur „Klangrede“ ist frei.

Politik und Handel beraten jetzt monatlich am Runden Tisch

18. Januar 2017

Die Situation in Hohenlimburgs Innenstadt ist alarmierend. Ein neuer monatlicher Runder Tisch mit Politik und Einzelhandel geht das Thema an. (…)

Die CDU, Bürger für Hohenlimburg, Hagen aktiv und Bündnis 90 / Die Grünen haben, so die Vorsitzende der Werbegemeinschaft, bereits ihre Bereitschaft signalisiert, zukünftig mitzuarbeiten, namentlich bereits Teilnehmer benannt. Und auch die SPD, das versicherte Mark Krippner gestern, sei im Februar dabei. (…)

Quelle: wp.de

Schlafender Riese Fernuni als ein Impulsgeber

17. Januar 2017

Ex-Hochschullehrer Dr. Lothar Bertels empfiehlt, die Ergebnisse der Wohnungsmarktstudie zu nutzen, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. (…)

Er regt an, das Potenzial der Fernuniversität zielgerichtet zu nutzen und sich dafür stark zu machen, an die größte Hochschule der Republik eine Präsenzuni-Segment anzugliedern: „Wir brauchen das Know-how dieses schlafenden Riesen, um Hagen wieder eine Perspektive zu geben.“ (…)

Quelle: wp.de

Sparkasse zahlt Sitzungspauschale nicht im Voraus aus

17. Januar 2017

Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse Hagen/Herdecke müssen ab sofort auf ihre vierstellige, traditionell vorab ausgeschüttete Januar-Bescherung verzichten. Stattdessen wird ihre obligatorische Sitzungspauschale künftig erst nachträglich im Halbjahresrhythmus ausgezahlt. Das hat das Gremium in seiner Dezember-Sitzung entschieden. Damit wird eine Regelung übernommen, die der Fusionspartner Herdecke bereits seit Jahren so praktiziert. (…)

Quelle: wp.de

Umstrittene Erweiterung

17. Januar 2017

Fachklinik Deerth: Öffentliche Infoveranstaltung am 24. Januar

Die Arbeiterwohlfahrt (Unterbezirk Hagen / Märkischer Kreis) beabsichtigt, die bestehende Fachklinik Deerth im Hagener Stadtwald um eine Therapieeinrichtung für 42 Patienten im geschlossenen Maßregelvollzug zu erweitern. Die Stadt Hagen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 24. Januar, um 19 Uhr ein, sich eingehend über den Stand der Projektplanung und die Bauleitplanverfahren zu informieren. Die Veranstaltung findet im Ratssaal im Rathaus an der Volme in der Rathausstraße 13 statt.

Der Rat der Stadt Hagen hatte in seiner Sitzung am 26. Februar 2015 beschlossen, durch die Teiländerung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes entsprechendes Baurecht für eine Klinikerweiterung zu schaffen. Zwischenzeitlich hat die Arbeiterwohlfahrt ein Bebauungskonzept für die gesicherte Einrichtung, die neben der bestehenden Klinik angeordnet werden soll, entwickelt und Fachgutachten in Auftrag gegeben.

Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Vertreter aus dem Vorstandsbereich für Stadtentwicklung, Bauen und Sport der Stadt Hagen sowie der Arbeiterwohlfahrt stellen das Projekt am 24. Januar vor und stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor

16. Januar 2017

Nachfolger von Ricardo Fernando am Theater Hagen

alfonso-palenciaAlfonso Palencia (Foto: Theater) wird neuer Ballettdirektor am Theater Hagen. Palencia tritt in der Spielzeit 2017/2018 die Nachfolge von Ricardo Fernando an.

Der in Valencia (Spanien) geborene 40jährige Palencia ist in Hagen kein Unbekannter. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er als Trainingsleiter und Choreograph am Theater Hagen tätig und hat in dieser Zeit zehn choreographische Arbeiten im Musiktheater kreiert.

Alfonso Palencia begann im Alter von acht Jahren seine Tanzausbildung an der Staatlichen Akademie für Musik, Tanz und Theater seiner Heimatstadt und führte diese später beim Centre de Danse International Rosella Hightower, an der San Francisco Ballet School und beim Hamburg Ballett fort.

Er war Mitglied des Ballett-Theaters in Gelsenkirchen und ging 1997 als Solotänzer ans Gärtnerplatztheater München unter der Direktion von Philip Taylor, gefolgt von Engagements an der Komischen Oper Berlin, beim Leipzig Ballett unter Uwe Scholz, beim National Ballett-Theater Prag, beim portugiesischen Nationalballett und beim Ballett Augsburg. Alfonso Palencia arbeitete hierbei mit weltbekannten Choreographen wie John Neumeier, Hans van Manen, Mauro Bigonzetti, Rui Horta, Jiří Kylián, Robert North, Itzik Galili, William Forsythe und Marguerite Donlon zusammen.

In der kommenden Spielzeit wird es wie bisher zwei neue Ballettabende geben, in denen der neue Ballettdirektor seine eigene choreographische Handschrift zeigen wird; ebenso werden internationale Gastchoreographen in Hagen arbeiten. Das Ballett wird zudem in Musical- und Operettenaufführungen mitwirken.

Damit wird die Zukunft der Hagener Ballettcompagnie einer Persönlichkeit anvertraut, die in der Ballettwelt wie auch in Hagen hohes Ansehen genießt und ein Garant für die auch künftig überregionale Ausstrahlung dieser Sparte ist.

„Ich freue mich sehr, in Zukunft als Ballettdirektor weiter am Hagener Theater arbeiten zu können“, so Palencia. „Es war seit Beginn meiner Tanzlaufbahn immer mein Ziel, eine eigene Ballettcompagnie leiten zu können. Dass dieses nun in Hagen geschieht macht mich stolz. Ich möchte erreichen, das Ballett in derselben hohen künstlerischen Qualität wie bisher zu präsentieren und daneben auch neue, eigene Impulse zu setzen.“

MAMMON – Per Anhalter durch das Geldsystem

16. Januar 2017

Auf der Suche nach dem verlorenen Geld

Do 19.01.2017, 19:00 Uhr
Kino Babylon, Pelmkestraße 14, 58089 Hagen

D 2014, Regie: Philipp Enders, Doku, 90 Min.

3500 Euro, die Ersparnisse von Filmemacher Philipp Enders, sind weg. Sein Bankberater kann ihm keine plausible Erklärung für das Scheitern der angeblich sicheren Geldanlage liefern. So macht er sich selbst auf die Suche. Er landet nicht nur in der Europäischen Zentralbank und bei der Börse, sondern auch in einer spanischen Bauruine oder im „Evolution Store“ mitten in New York City.

Auf seiner Reise begegnet er Geld-Experten, Kulturwissenschaftlern, Day-Tradern, Bankdirektoren, Börsenmaklern oder Verhaltensökonom. MAMMON erzählt mit einem Augenzwinkern von den Mechanismen, die hinter dem „schnöden Mammon“ stecken.

Neben Interviews mit Experten aus dem Finanzsektor wie EZB-Banker Benoît Cœuré oder Börsenmakler Dirk Müller, stellen auch Gespräche mit Experten aus anderen Bereichen der Gesellschaft (u.a. Befreiungstheologe Frei Betto, Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, Philosoph Tomáš Sedláček) einen nicht unbedeutenden Teil des Films dar.

Klarsichtkino in Kooperatin mit Attac. Eintritt frei.

Wohnen in Hagen immer neu erfinden?

16. Januar 2017

In Kooperation mit „Uni50plus Hagen“ im Regionalen Bildungsnetzwerk bietet die Volkshochschule Hagen eine vierteilige Seminarreihe an: Beleuchtet und diskutiert wird mit den Seminarteilnehmenden und Fachleuten die aktuelle Situation in Hagen.

Dabei richtet die Reihe auch den Blick zurück auf historische Wohn- und Siedlungsentwürfen hier in der Stadt, stellt ein konkretes Projekt zur Quartiersentwicklung vor und diskutiert Versuche und Konzepte unterschiedlicher Wohn- und Lebensgestaltung gemeinschaftlichen Wohnens aus anderen Regionen auch in visionärer Stadtplanung.

Der zweite Themenabend mit Helga Heukeroth findet am Mittwoch, 18. Januar, von 17 bis 19.30 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, zum Thema „Wohnen in Hagen immer neu erfinden? – Wohnen damals und heute“.

In Hagen wurden in der Vergangenheit verschiedene Quartiers- und Wohnkonzepte entwickelt und umgesetzt. Hierbei ist die Idee von K. E. Osthaus und seine Erläuterungen zum Hagener Impuls die auch über die Grenzen hinaus bekannteste.

An diesem Abend werden weitere neuere Wohnkonzepte wie die Cunosiedlung, die Riemerschmidhäuser oder die Gartenvorstadt Helfe vorgestellt. Neben der Auseinandersetzung um die Wohnideen der jeweiligen Planer und Träger steht zur Diskussion, welche Bedeutung diese Wohnformen für die Menschen in Hagen heute noch haben (kann).

Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/2073622.

Hausmeistern in Problem-Hochhäusern in Hagen gekündigt

16. Januar 2017

Dem Hausmeister-Service in zwei Hagener Problemhochhaus-Komplexen wird gekündigt. Die IG Bau sagt: Ein Betriebsrat soll verhindert werden. (…)

Quelle: wp.de

Leerstand in Hagener Einkaufszentren

15. Januar 2017

volme-galeere-wdrHier durfte die Kamera nicht hinein, ein Interview gab’s auch nicht. Screenshot: WDR

In der Volme-Galerie steht fast jedes dritte Ladenlokal leer. Auch in der benachbarten Rathaus-Galerie sind 12 von 70 Shops nicht belegt. Hilflos die Erklärungsversuche von Hagen-Agentur-Chef Michael Ellinghaus.

Video: WDR (verfügbar bis 19.01.2017)

Horst Becking wird 80 Jahre alt

15. Januar 2017

Der Künstler Horst Becking ist ein Weltenbummler, der seiner Heimatstadt Hagen stets treu geblieben ist. Am Samstag feiert er den 80. Geburtstag. (…)

Quelle: wp.de

Hagenerin (77) will mit Steuern keine Kriege finanzieren

15. Januar 2017

Rentnerin Gertrud Nehls aus Hagen will keine Kriege finanzieren. Deshalb behält sie Steuern ein und muss sich nun vor Gericht verantworten. (…)

Quelle: wp.de

Stadt Hagen will ihre Fahrradfreundlichkeit verbessern

14. Januar 2017

Hagen gilt als eine der fahrradunfreundlichsten Städte in ganz Deutschland. Das soll anders werden, die Stadt gibt ein Konzept in Auftrag. (…)

Quelle: wp.de

Von Brandt und Killing bis Eicken und Wippermann

14. Januar 2017

Bei der Volkshochschule Hagen beginnt am Mittwoch, 18. Januar, ein interessantes stadtgeschichtliches Seminar unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff. Es findet insgesamt sechs Mal, jeweils von 19.30 bis 21 Uhr, in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, statt und wird sich mit einigen der Hagener Industriepioniere beschäftigen.

Der Aufstieg Hagens zur größten Stadt Südwestfalens ist eng verbunden mit der gewerblichen Entwicklung zwischen circa 1850 und 1914. Insbesondere zahlreiche Industriepioniere trugen zur Entwicklung bei. Stellvertretend für viele Unternehmer und Unternehmen seien hier Namen wie Killing, Vorster, Böing, Eicken, Post, Brandt (Zwieback) und Wippermann genannt. Im Verlauf dieses Kurses lernen die Teilnehmer einen Teil des industriellen Kulturerbes unserer Stadt kennen. Im Mittelpunkt steht dabei die AFA (der Vorgänger der späteren VARTA).

Nähere Informationen zur Anmeldung für diesen Kurs mit der Nummer 1012 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

Streetartkünstler aus Hagen

14. Januar 2017

bender-streetart-moltkestrScreenshot: WDR

Video: WDR (verfügbar bis 17.01.2017)

„Inzwischen empfinde ich die Wiedervereinigung auch als Gewinn“

14. Januar 2017

Dr. Gregor Gysi brillierte im „Lüdenscheider Gespräch“ der FernUni

„Die DDR ist kein Unrechtsstaat, aber es hat viel grobes Unrecht gegeben.“ Dr. Gregor Gysi vertrat klare Positionen. Diese hatte er sich für den Abschluss aufgehoben. Nach etwas über anderthalb Stunden beendete der Privatmensch und Politiker Gysi einen gleichsam unterhaltenden wie informativen Abend in der Reihe „Lüdenscheider Gespräche“ der FernUniversität im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs.

Die Moderation übernahmen Prof. Dr. Alexandra Przyrembel, Leiterin des Lehrgebiets Europäische Moderne, und Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, Direktor des Instituts für Geschichte und Biographie an der FernUniversität.

Bereits eine Dreiviertelstunde vor Beginn ist der Vortragssaal bis auf den letzten Platz besetzt. Auch der zweite Saal füllt sich schnell, in den die Gesprächsrunde mit Gregor Gysi per Video übertragen wurde. Um drei Minuten nach dem offiziellen Beginn rauscht Gysi herein: Die Show kann beginnen.

Gysi beherrscht das Podium – nicht laut und grell, sondern mit Witz und Charme. Der Bundestagabgeordnete und führende Kopf der Partei Die Linke brilliert als der bekannte Rhetoriker. Sich zu entziehen fällt schwer. (…)

Quelle: FernUni (dort auch eine Video-Aufzeichnung der Veranstaltung)

„Verschonen Sie mich mit Ihrer Inkompetenz“

13. Januar 2017

Grußwort des Hagener Intendanten Norbert Hilchenbach beim Neujahrsempfang des Theaterfördervereins am 8. Januar

hilchenbachLieber Peter Born*,
sehr geehrter Herr Bürgermeister*,
verehrte Theaterfreunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen

jetzt haben wir mit den musikalischen Beiträgen und den vorausgegangenen Reden bereits mehrere Höhepunkte des diesjährigen Neujahrsempfangs des Theaterfördervereins erlebt – und ich frage mich, womit ich jetzt noch Ihre Aufmerksamkeit erlangen soll. Ein Grußwort nahezu am Ende einer Veranstaltung mutet wie ein Schlusswort oder auch wie ein Abschied an.

Das Schlusswort aber steht selbstverständlich dem Vorsitzenden, also Ihnen Herr Born, zu, und an Abschied möchte ich – wenn überhaupt – erst in gut sechs Monaten denken – obwohl ich gerade im vergangenen Jahr immer wieder sowohl in wie auch außerhalb von Hagen gefragt worden bin, wie ich – wie wir alle hier im Theater – es angesichts der permanenten Diskussionen (nicht nur ums Geld) und der oft tendenziösen Informationspolitik denn noch länger aushalten könnten.

Ich habe dann manchmal geantwortet, dass ich mich das hin und wieder auch frage, aber auch immer hinzugefügt, dass ich meine Arbeit liebe, dass ich mich den Kolleginnen und Kollegen hier am Haus tief verbunden fühle und dass der Erfolg unserer kollektiven Arbeit sich natürlich auch immer wieder kraft- und nervenspendend auswirke.

Ja, unser Theater hat Erfolg: daran können auch die größten Anhänger des Postfaktischen nichts ändern. Erfolgreich sind wir künstlerisch – davon zeugt die weiterhin ungebrochen große Anerkennung der bundesweiten Fachwelt. Als erfolgreich können wir uns aber auch in der Gunst und im Zuspruch der Zuschauer betrachten: unser Theater gehört mit knapp 180000 Besuchern in der vergangenen Spielzeit weiterhin zu den sehr gut besuchten Bühnen des Bundeslandes und der Republik.

Die seit Jahren andauernde Diskussionen um die Finanzierung des Theaters, die das Publikum natürlich verunsichern können, ebenso wie die permanenten Sparauflagen, die unsere Besucher selbstverständlich auch an der Leistungsfähigkeit unseres Hauses zweifeln lassen müssen – sie führten (jedenfalls bisher) nicht zu von vielen befürchteten Zuschauereinbußen.

Gestern kam in der Lokalpresse ein eventueller Bewerbungskandidat für meine Nachfolge zu Wort, u.a. mit dem folgenden Satz: „In jedem Kulturbetrieb kann man sparen“. Dem pflichte ich voll und ganz bei – und da es an anderer Stelle gerne vergessen, verschwiegen oder gar verleugnet wird, soll es hier noch einmal explizit  genannt werden: das theaterhagen arbeitet extrem wirtschaftlich.

In den Jahren 2002 bis 2013 hat es ca. 2 Millionen Euro eingespart. Hinzukommen noch einmal 1,25 Millionen Euro, die wir laut Ratsbeschluss in den ersten drei Jahren der 2015 neu gegründeten GmbH einsparen sollen. Schon heute sind wir sicher, dass uns das bis zum Ende der laufenden Spielzeit gelingen wird, wir also bei einer Gesamteinsparsumme von ca. 3,25 Millionen Euro landen werden.

Doch damit nicht genug: wie es sich für eine seriöse Planung und Durchführung sämtlicher Aktivitäten innerhalb einer Theater-GmbH gehört, haben wir für notwendige Investitionen und unvorhergesehene Bedarfe auch Überschüsse bzw. Rücklagen in hoher sechsstelliger Höhe erwirtschaftet, die nun – zwar zweckentfremdet – als wesentlicher Grundstock für die bevorstehende weitere Einsparung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Das, was der eben erwähnte Intendanz-Bewerber als Gebot der Zukunft formuliert, nämlich – ich zitiere – „die Ärmel hochzukrempeln und wirtschaftlich kreativ zu arbeiten“ war und ist am theaterhagen schon immer Usus.

Wenn meine Kollegenschaft und ich dann – wie vor wenigen Tagen wieder einmal geschehen – in der hiesigen Presse lesen, dass sich das Theater nicht mehr längst überfälligen Sparmaßnahmen widersetzen könne, ja dann möchten wir den Urhebern und Verfassern solcher Fake-News den schönen Satz aus dem Film PRADA zurufen: „Verschonen Sie mich künftig mit den Einzelheiten Ihrer Inkompetenz“.

Mit nur einem Bruchteil dieser Inkompetenz wäre die immense Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren geleistet haben und auch künftig zu leisten gewillt sein werden, nicht möglich gewesen. Denjenigen, die sich den enormen Forderungen und Belastungen in der Vergangenheit immer wieder gestellt haben und damit unserer Theater und unsere Stadt in einem guten Licht erscheinen ließen, danke ich an dieser Stelle sehr herzlich.

In diesen Dank beziehe ich ausdrücklich und aus vollem Herzen Peter Born, den Vorstand und alle Mitglieder des Theaterfördervereins mit ein. Die Verbundenheit, die Partnerschaft und die Unterstützung, die wir durch Sie erfahren, helfen uns allen sehr, Forderungen und Überforderungen, Belastungen und Überbelastungen zu überstehen. Sie sind aber auch ein schönes Zeichen dafür, dass Sie, lieber Peter Born, und alle Mitglieder des Theaterfördervereins das theaterhagen als das ihre betrachten und begleiten.

Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass unser Theater auch im 106. Jahr seines Bestehens in Hagen und weit darüber hinaus – so manchen Anfeindungen zum Trotz – wieder für Furore gesorgt hat und seiner einzigartigen und exemplarischen Bedeutung für die Stadt und für die Region gerecht werden konnte.

Wie kann, wie soll, wie muss es weitergehen mit unserem Theater? – Und jetzt lassen wir die Frage der Finanzierung mal außen vor. Das theaterhagen ist – wie alle anderen Theater auch – Teil unserer Gesellschaft. Diese Gesellschaft macht zur Zeit einen gravierenden Werte- und Kulturwandel durch. Das Theater in Hagen war stets in Bewegung – schon immer hat es sich und andere bewegt. Das wird es auch in Zukunft tun müssen.

Angesichts bereits bestehender und schon heute absehbarer künftiger Probleme wird unser Geschäft mit Sicherheit nicht einfacher. Die Verteilungskämpfe, vor allem zwischen jung und alt, werden ebenso zunehmen wie die Veränderungen in der gesamten Arbeitswelt auch die Theater vor neue Aufgaben und Schwierigkeiten stellen werden.

In Europa und vornehmlich in unserem Land werden Menschen aus Krisengebieten weiterhin Zuflucht und Schutz suchen. Die mit dem Einen wie dem Anderen verbundenen politischen Herausforderungen werden größer und drängender. Die Gefahr wächst, dass wir die für ein friedliches und konstruktives Miteinander unverzichtbare Beherrschung von Maß und Mitte verlieren.

Diesen Verlust zu verhindern, ist auch Aufgabe der Kultur und damit des Theaters. Eine Aufgabe, der wir uns – wie schon so oft – mit aller Kraft stellen müssen, damit sich nicht diejenigen durchsetzen, die mit ihren Plumpheiten, Feindbildern, Lügen und einer alles Humane abwertenden Rhetorik unsere Gesellschaft zusehend verunsichern. Wir müssen unverzagt und unmissverständlich auch künftig und immer wieder deutlich machen, dass Humanität nicht ohne Kunst und Kunst nicht ohne Humanität denkbar und machbar sind.

In dieser Überzeugung haben wir das Theater immer als einen (Spiel-)Raum verstanden, der uns Orientierung, Halt und Haltung schenken kann. Theater nicht als weltabgewandter Schutzraum, sondern als Hort (also als Schatz und Zuflucht) von und für Emotionen und Sinnlichkeit, von und für Austausch und Aussprache, als Hort einer Gemeinsamkeit, die das Fremde und das Andere offenen Herzens mit einschließt.

Wenn es nach uns – und ich nehme einmal an, auch nach Ihnen, meine Damen und Herren – gehen soll, dann wird das auch so bleiben. Dann wird das theaterhagen  auch künftig mit Lust, Freude und Phantasie ebenso wie mit Können, Ausdauer und dem Willen zur Verstörung und Aufregung mitarbeiten an der inneren und äußeren Gestaltung unserer Stadt. Dieses Theater hat das Theater nicht neu erfunden. In ihm aber ist das Theater jung geblieben – und mit ihm viele Besucher, die ihr Theater nie aus Kopf und Herz verloren haben und ihren Sinnen damit Gutes taten und tun.

Das Theater und die Theaterleute – sie tragen Sinn und Unruhe stiftend seit mehr als hundert Jahren maßgeblich zur Identität Hagens und der gesamten Region bei. Das Theater eckt an – und umgarnt. Es stößt ab – und führt zusammen. Experimentell sollte es immer sein, Wagnis war und ist es – wie jede gute Theateraufführung – immer gewesen. Manchmal schmeckt es bitter, manchmal süß – nur fade sollte, darf und wird es nie sein.

Fade ist es mir in den vergangenen fast 10 Jahren mit dem Theaterförderverein, mit Ihnen, meine Damen und Herren, nie geworden. Sie sind mir ebenso wie meine Kolleginnen und Kollegen ans bekanntermaßen nicht ungebührlich gefühlige Herz gewachsen. Und wenn ich über sie alle sprechen sollte, dann könnte ich das mit den Worten von Professor Higgins tun, wenn er in MY FAIR LADY an Eliza denkt: „Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht! Bin an ihr Singen so gewöhnt, das Tag und Nacht ertönt, ihr Gang, ihr Blick, ihr Leid, ihr Glück – das ist mir alles so vertraut, fast wie der Hut schon, den ich trag. Zuvor war ich ganz unabhängig, ja das weiß ich noch, sicher könnt‘ ich‘s, wenn ich wollte, wieder sein und doch…“

…soll das hier ja keine Abschiedsrede werden – und auch kein Schlusswort. Deshalb komme ich jetzt zum Schluss, danke Ihnen fürs Zuhören und wünsche Ihnen, uns und unserem Theater ein gutes Neues Jahr.

* Anm. DW: Dr. Peter Born ist Vorsitzender des Theaterfördervereins, der angesprochene Bürgermeister ist Horst Wisotzki (SPD)

Das eigentlich Teure am Sparen

13. Januar 2017

Monika Willer* zur Diskussion um freien Museumseintritt

Kulturpolitik ist in den vergangenen Jahren leider fast vollständig zu Sparpolitik geschrumpft. Statt mit Blick nach vorne zu überlegen, welchen Mehrwert Museen und Theater für eine Kommune bringen und wie man sie nutzen kann, um die drängenden Probleme der Standortsicherung, des demografischen Wandels und der Integration von Zuwanderern zu bewältigen, wird in der Regel versucht, immer wieder noch einen letzten Euro aus den Etats zu quetschen.

Dabei könnte alles so einfach sein, wie das Beispiel der Museen zeigt, die den Eintritt freigeben, die sich öffnen. Bürger entdecken die gute Stube ihrer Stadt plötzlich als einen Ort der Stille, der Anregung, des Gedankenaustauschs, sie identifizieren sich wieder mit ihrem Heimatort, sie lernen viel über die archäologischen, historischen und künstlerischen Wurzeln.

Und die Erfahrungen etwa in England belegen, dass die Besucher bei freiem Eintritt viel bereitwilliger spenden und auch mehr Geld im Café oder im Museumsladen lassen. Aber mit der Sparbrille vor den Augen traut sich kaum noch ein Kulturdezernent oder Museumsleiter, ein Experiment vorzuschlagen.

Nicht den Eintritt freizugeben, ist teuer. Das eigentlich Teure am Sparen ist vielmehr, dass einem der Mut zum Querdenken dabei abhanden kommt.

* Monika Willer ist Kulturredakteurin der Westfalenpost (überregional)

Gnadenfrist für SinnLeffers

13. Januar 2017

Der Hagener Textilhändler SinnLeffers kann seinen Geschäftsbetrieb vorerst bis Ende 2017 fortführen. Das meldet der WDR und beruft sich auf Angaben des Unternehmens.

SinnLeffers hatte vor vier Monaten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen sei es gelungen, eine solide Sanierungsbasis zu legen. Bereits im zweiten Quartal sollen die Gespräche über eine Sanierung abgeschlossen werden.

SinnLeffers beschäftigt bundesweit in 23 Filialen rund 1.260 Mitarbeiter.

Vereine leiden unter Hagener Sportstätten-Nutzungsgebühr

13. Januar 2017

Die Stadt Hagen will von erwachsenen Vereinssportlern eine zusätzliche Nutzungsgebühr für Hallen und Bäder kassieren. Die Aufregung bei den Hagenern ist groß. – Im Studio stellt sich Thomas Grothe von der Stadt Hagen den Fragen zur Sportstätten-Nutzungsgebühr.

Quelle: WDR (Video)

DGB kritisiert die Lage auf dem Hagener Ausbildungsmarkt

12. Januar 2017

Stefan Marx, neuer Regional-Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds, kritisiert, dass 1000 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz sind.

Er ist nicht mehr unter seinen Kollegen. Und doch war Jochen Marquardt, im Mai nach schwerer Krankheit verstorben, im Hasper Hammer allgegenwärtig.

Lange hatte er als Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds Ruhr-Mark in Hagen die Geschicke der Arbeitnehmer-Vertretungen geprägt. Und nicht zuletzt war er es, der den Neujahrsempfang im Hasper Hammer initiiert und durch seine mitreißenden Reden geprägt hatte.

Statt seiner traten andere als Mikrofon. Anne Sandner, engagierte DGB-Sekretärin, die den DGB Ruhr-Mark nach zehn Jahren verlässt. Und Stefan Marx, das neue Gesicht. Der 49-Jährige Gewerkschafter, in den letzten knapp zehn Jahren beim DGB in Paderborn tätig, übernimmt die Marquardt-Nachfolge. (…)

Quelle: wp.de

Erasmus Wegmann Trio im ESM

12. Januar 2017

Eine Hommage an Karel Appel
15.01.2017, 11:30 Uhr, Emil-Schumacher-Museum

wegmann_03_w3Zu Gast ist ein Trio aus Musikern, die prächtig aufeinander eingespielt sind und den Jazz leben. Die Jazzfreunde des ESM können sich auf einen explosiven Jazz mit freien Improvisationen freuen. Ganz im Geist Karel Appels, der selbst auch Jazz-Musik komponiert hat.

Das Publikum im ESM erwartet ein kontrastreiches Programm von freien Improvisationen bis hin zu Melodien der Kindheit. Der Bandleader Erasmus Wegmann (Foto) zählt zu den umtriebigsten Musikern der Jazz-Szene in NRW. Wegmanns Saxophon-Ton charakterisiert die Stimmung der verschiedenen musikalischen Farbpaletten der Jazz-Musik. Beeindruckend ist es, wie schon nach wenigen Takten in seinem wunderschönen, brüchigen und überreichen Saxophon-Sound Höhen und Tiefen verschmelzen. Auch seine Rhythmusgruppe mit Ralf Bornowski am Schlagzeug und Uli Bär am Kontrabass hat eine langjährige Jazzerfahrung.

Eintritt frei!

Theater hautnah

12. Januar 2017

Offene Probe und Werkstattgespräch zur Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti

Die erste Musiktheaterpremiere im neuen Jahr im Theater Hagen ist Gaetano Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“. Im Vorfeld dazu findet am Samstag, 14. Januar 2017, eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ im Theater Hagen statt.

Diese beginnt um 10.45 im Theatercafé mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenorchesterprobe im Großen Haus besucht, und anschließend geht es zum Werkstattgespräch wieder ins Theatercafé, in welchem der Regisseur Thomas Weber-Schallauer, der musikalische Leiter Mihhail Gerts sowie die Dramaturgin Corinna Jarosch Einblicke in dieses Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne geben werden.

Der Eintritt ist frei.

Historische Bunker-Tour mit der VHS

12. Januar 2017

Zu einer großen Bunker-Tour durch die Hagener Innenstadt lädt die Volkshochschule Hagen am Samstag, 14. Januar, von 13 bis 16 Uhr ein. Der Treff- und Startpunkt mit dem Gästeführer Rouven Recksick ist vor dem Bunkermuseum, Bergstraße 98.

Bei dieser historischen Führung erhalten die Teilnehmer Hintergrundinformationen zu noch erhaltenen Bunkern in Hagen. Sie erfahren Wissenswertes über das Leben mit der „Bedrohung von oben“. Das Kellergeschoss des Bunkermuseums ist originalgetreu rekonstruiert, so dass man die Atmosphäre der Bombennächte sehr gut nachfühlen kann.

Nach der einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht es weiter zum Atomschutzbunker unter dem ehemaligen ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße – jetzt Standort der Polizeiwache – und zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde. Von dort aus führt der Weg durch die Innenstadt, wo die Teilnehmer Details zu den dortigen Zerstörungen erhalten, bis zum Endpunkt der Führung auf Höhe der Marienstraße.

In der Teilnahmegebühr von 18 € ist der Eintritt für das Bunkermuseum bereits enthalten. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um rechtzeitige Anmeldung unter Telefon 02331/207-3622.

Ex-Genosse unterstützt CDU-Kandidat

11. Januar 2017

Kuriose Episode aus dem anlaufenden Landtagswahlkampf: Ex-Genosse Peter Demnitz unterstützt CDU-Landtagskandidat Helmut Diegel auf Wahlkampftour. (…)

Quelle: wp.de

Hänsel und Gretel

11. Januar 2017

abbildung-haensel-und-gretelDie Reihe der Familienkonzerte des Philharmonischen Orchester Hagen wird am 15. Januar 2017 (11 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) fortgesetzt. Auf dem Programm steht eine ganz besonders beliebte Geschichte: „Hänsel und Gretel“.

»Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald…« heißt es im bekannten Volkslied, und auch in der gleichnamigen berühmten Oper von Engelbert Humperdinck nimmt das Grimm‘sche Märchen so seinen Lauf. Die zauberhafte und stimmungsvolle Musik ist die Grundlage für dieses Familienkonzert, in welchem Moderator Lutz Lansemann die Geschichte auf ganz neue Weise erzählt und dabei in die verschiedensten Rollen schlüpft. Man darf gespannt sein, was sich die Geschwister Hänsel und Gretel alles einfallen lassen, um der bösen Hexe zu entkommen… Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Florian Ludwig.

Im Vorfeld zum Konzert sprach Dramaturg Frederik Wittenberg mit Lutz Lansemann:

Sie haben in Hagen bereits einige Familienkonzerte moderiert und bekannte Geschichten völlig neu erzählt, zuletzt die Star Wars-Saga im Februar 2016. Nun also das Grimm‘sche Märchen „Hänsel und Gretel“. Worauf können sich die Besucher freuen?

Ich erzähle die Handlung der Oper „Hänsel und Gretel“ für Kinder verkürzt, direkter und einfacher und spreche, singe und spiele sämtliche Rollen abwechselnd und möglichst plastisch und verständlich. Man könnte es auch als eine Einführung in die Oper für Kinder und auch für Erwachsene bezeichnen.

Was gefällt Ihnen an der Musik ganz besonders?

Eben die Volks- und Kindermelodien und den Zauber der Orchesterklänge drum herum, den Humperdinck ganz wunderbar darüber hinaus komponiert hat.

Sie sind deutschlandweit unterwegs. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit Florian Ludwig und dem Philharmonischen Orchester Hagen?

Wir schätzen unsere Arbeit gegenseitig in besonderem Maße. Florian Ludwigs musikalische und inhaltliche Anregungen sind mir unentbehrlich und wir sind uns beim Konzept der Kinder- und Familienkonzerte absolut einig. Nämlich über den Inhalt der Musik, das einfache Erzählen und direkte Spielen der Handlung, ohne pädagogischen Zeigefinger, die Phantasie des Publikums, das Hören und Sehen anzuregen und dadurch ein eigenes Erleben zu ermöglichen. Durch das großartige Orchester, das wunderbar mitgeht und auch mitmacht bzw. mitspielt in jeder Hinsicht, fühle ich mich ermutigend bestätigt und lebendig unterstützt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel: 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

König: „Halt Dein Maul!“

10. Januar 2017

Rauhe Töne in der Ratsfraktion der SPD

Seine parteiinternen Gegner nennen ihn den „heimlichen Fraktionsvorsitzenden“. Werner König, ehemaliger Geschäftsführer des Hagener Entsorgungsunternehmens HEB und deshalb auch „Müllkönig“ genannt, fällt immer mal wieder durch Eskapaden auf.

So musste er sich vorwerfen lassen, „das Schreiben anonymer Briefe, Berichte und Anzeigen“ als probates Mittel konstruktiver Fraktionsarbeit anzusehen. In einer Auszeit der letzten Ratssitzung des abgelaufenen Jahres am 15. Dezember soll nach Angaben von Teilnehmern die Situation vollends eskaliert sein.

Die Sitzung war unterbrochen worden, nachdem die Verwaltung eine Tischvorlage präsentiert hatte, in der es nicht um Petitessen ging, sondern um eine millionenschwere Entscheidung, die die städtische Wohnungsgesellschaft ha.ge.we betraf.

Die daraufhin anberaumte Lesestunde fand wohl nicht unbedingt das Wohlwollen derer, die schon auf die im Anschluss an die Ratssitzung terminierte Weihnachtsfeier mit Hirschbraten fixiert waren. Jedenfalls lief es im Sitzungsraum der SPD-Fraktion leicht aus dem Ruder.

Ratsfrau Nesrin Öcal kritisiert die Vorkommnisse in einer Mitteilung an „diejenigen Genossinnen und Genossen, die Verantwortung für unsere Fraktion und unsere Partei tragen“, u.a. an den Fraktionsvorsitzenden Claus Rudel:

Die Mitglieder unserer Fraktion versammelten sich dazu in unserem üblichen Sitzungszimmer „Smolensk“ im Rathaus. Nachdem Du, Claus, als Vorsitzender unserer Fraktion einleitende Worte an uns gerichtet hattest, erhielt Mark als nächster das Wort. Es herrschte während der Beiträge von Dir, Claus, und von Mark eine sehr ruhige und sachliche Atmosphäre.

Leider wurde der Wortbeitrag von einem – der für Werner typischen – Zwischenrufe jäh und brüsk gestört. Der Inhalt des Zwischenrufes von Werner veranlasste mich dazu, in ruhiger und leiser, kaum hörbarer Weise „Das stimmt nicht.“ zu sagen. Daraufhin rief Werner durch die Gesamtfraktion über die Tische aus der anderen Ecke des Sitzungszimmers mir lauthals zu: „Halt Dein Maul!“

Für mich war das eine maßlose Entgleisung, die ich in dieser Situation kaum glauben konnte. Deshalb fragte ich noch einmal nach, was Werner gesagt habe. Werner versuchte, diese Nachfrage zu umgehen und erwiderte in arg schroffem Tonfall: „Gar nichts, Mark mach weiter.“ Daraufhin ergriff Peter Arnusch das Wort und teilte mit, dass auch er die drei Worte gehört habe. Werner räumte seine Aussage dann ein und bestätigte diese inhaltlich sogar noch einmal.

Ich habe dann gesagt, dass diese Form des Umganges für mich keine Basis ist, um an dieser Beratung in der Fraktion weiter teilzunehmen, zumal meine Teilnahme offenkundig zumindest von dem stellvertretenden Vorsitzendem unserer Fraktion ohnehin nicht gewollt war. Ich sagte, dass ich mir „Halt Dein Maul!“ nicht sagen lassen müsse, und die Art und Weise Werners mit mir als junge Frau umzugehen nicht mehr auszuhalten ist. Daraufhin habe ich den Sitzungssaal verlassen.

In unmittelbarem Anschluss daran, verließen auch Peter Arnusch und Horst Wisotzki nacheinander das Sitzungszimmer.

Bedauerlicherweise haben sich bis heute weder Werner, noch Du Claus als Vorsitzender der Fraktion, bei mir gemeldet. Obwohl ich bewusst die gesamte Weihnachtszeit und den Jahreswechsel abwartete, um Euch die Gelegenheit zu geben auf mich zuzugehen, hat mich bis heute kein einziges Wort der Entschuldigung für den Vorfall, kein einziger Ausdruck des Bedauerns, geschweige denn eine kurze Absichtserklärung zur Besserung für die Zukunft erreicht.

Der aggressive Angriff von Werner und die mangelnde Bereitschaft im Nachgang diesen Ausbruch zu bewerten und auf mich als Betroffene und Attackierte zuzugehen, stellen für mich einen mit Worten gar nicht zu beschreibenden Tiefpunkt dar. Anfeindungen von Werner musste ich zwar schon einige ertragen, darunter sei beispielhaft nur der Spruch: „Ach, Mädchen“, erwähnt.

Der jüngste Vorfall weist aber leider eine deutliche Steigerung auf. Insbesondere aufgrund der bestehenden Aggressivität, fühle ich mich nicht mehr wohl bei dem Gedanken mit Werner in einer Beratung zusammenzusitzen.

OB Schulz geht Laumann „auf den Keks“

10. Januar 2017

Neujahrsempfang der Hagener CDU

Stargast beim Neujahrsempfang der Hagener CDU war in diesem Jahr der Staatssekretär und Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Karl-Josef Laumann.

Der Chef der zu Zeiten Norbert Blüms noch wichtigen, mittlerweile aber in der Bedeutungslosigkeit versunkenen Sozialausschüsse der CDU führte in seiner Rede die Zuhörer durch die Europapolitik bis hinein in die Niederungen der Kommunalpolitik.

„Auf den Keks“ geht dem erfahrenen Parteipolitiker nach Angaben der Hagener CDU, dass diejenigen, die keiner Partei angehören, sich als die besseren Menschen sehen. Diese Bemerkung zielt – ob bewusst oder unbewusst – direkt auf den Oberbürgermeister der Stadt Hagen, der auch an der Veranstaltung teilnahm.

Denn auch OB Schulz ist parteilos, wird aber von der Hagener CDU gestützt. Schulz war früher SPD-Mitglied, konnte seinen Karriereplänen dort aber nicht zum Durchbruch verhelfen. Daraufhin kündigte er seiner Partei und ließ sich 2014 von CDU, FDP und GRÜNEN bei der eigenen Kandidatur zum Oberbürgermeister unterstützen.

Neue Führung als Chance begreifen

10. Januar 2017

So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein: Während Peter Born davon spricht, nach über zehn Sitzungen von Aufsichtsrat und Findungskommission wieder ganz am Anfang zu stehen, resümiert Horst Wisotzki, die Ausgangslage des Theaters sei aufgrund des erstmals nach Jahren genehmigten Haushalts, einer Versachlichung der kontroversen Diskussion sowie klar definierter finanzieller Rahmenbedingungen heute besser als vor Monaten. (…)

Jürgen Weber, der sich zum zweiten Mal auf den Hagener Intendanten-Posten beworben hat (…), war aus Berlin angereist, um sich ein Bild von den Hagener Theaterverantwortlichen zu machen.

Im Vorfeld des Empfangs unterstrich Weber erneut, dass er durchaus Zuschuss- und Personalkürzungspotenzial im Hagener Theater sieht. „Ich habe schon mit sieben Leuten gutes Theater gemacht. Theater darf keine Arbeitsplatzbeschaffung sein. Der Zwang zum Sparen kann wachrütteln und Kreativität fördern.“

Der Regisseur – mit Totenkopf-Motiv auf dem Shirt, Stimmgabel um den Hals gehängt und mit Sonnenbrille auf der Nase im Saal Platz nehmend – forderte von den Akteuren, über den Tellerrand zu blicken, „in England zum Beispiel wird gutes Theater ohne staatliche Unterstützung, aber mit mehr bürgerschaftlichem Engagement und Sponsoring gemacht“. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Merkwürdige Koalitionen tun sich auf. Der Lokalpolitiker glaubt, Kürzungen verbessern die Rahmenbedingungen. Der Pseudorevoluzzer will „mit sieben Leuten gutes Theater“ machen. Dabei würde diese Besetzung noch nicht einmal für das Märchenstück „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ reichen. Selbst wenn die Zwerge auch noch die Technik übernehmen würden.

Mark-E erhöht die Strompreise

10. Januar 2017

Zum 1. März 2017 erhöht die Enervie-Tochter Mark-E die Strompreise um durchschnittlich etwa 2,4 Prozent. Trotz gesunkener Beschaffungskosten durch gefallene Börsenpreise könne das Unternehmen – so die Begründung – die gestiegenen, staatlich vorgegebenen Umlagen und Abgaben sowie höhere Netzentgelte in 2017 nicht komplett auffangen.

Im Ergebnis ergeben sich somit über die verschiedenen Verbrauchsfälle unterschiedliche Preisentwicklungen für den Stromverbrauch im Tarif „Komfort Strom“. So zahlt ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Monat rund 1,92 Euro (brutto) oder 2,2 Prozent mehr für Strom.

Bei einem angenommenen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden erhöhen sich beispielsweise die Kosten pro Monat um rund 1,32 Euro (brutto) bzw. 2,4 Prozent. Analog zu den Steigerungen im Privatkundensegment steigen auch die Strompreise für Gewerbekunden.

It’s Tea Time

10. Januar 2017

Die erste „Fünf-Uhr-Tee“-Veranstaltung im Neuen Jahr, auch unter dem Titel „It’s tea time“ bekannt, findet am 12. Januar um 17.00 Uhr im Theatercafé des Theater Hagen statt.

Wer studiert mit den Sängerinnen und Sängern eigentlich die Partien ein und begleitet die szenischen Proben zu einer Neuinszenierung am Klavier? Das machen vor allem die Solorepetitoren, und als solche sind Andrey Doynikov und Andreas Vogelsberger am Hagener Theater tätig.

Mit diesen beiden vielseitigen Musikerpersönlichkeiten unterhalten sich Edeltraud Kwiatkowski und Jürgen Pottebaum. Was machen die beiden jungen Herren sonst noch so? Das und vieles mehr kann man beim Besuch dieser Tee-Veranstaltung erfahren.

Der Eintritt beträgt 5 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Gregor Gysi und die DDR

10. Januar 2017

„Lüdenscheider Gespräche“ im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUni

11.01.2017 um 19:30 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid
Referent: Dr. Gregor Gysi

In der Zeit der Wende 1989/90 setzte sich Gysi für den Erhalt der DDR ein, die er auch im Abstand von einem Vierteljahrhundert nicht als „Unrechtsstaat“ bezeichnet wissen möchte. Mit seiner kritischen Sicht auf die gängige Praxis der Aufarbeitung der Geschichte der DDR stand und steht er stellvertretend für die Gefühlslage vieler Ostdeutscher, bis hin dazu, dass er selbst sich immer wieder gezwungen sah, seine eigene Biographie zu rechtfertigen.

Im Mittelpunkt des „Lüdenscheider Gesprächs“ stehen Gregor Gysis DDR-Erfahrungen und deren Deutung, wobei Gysis Engagement für eine Reform des DDR-Sozialismus aus eigener Kraft besonders hervorgehoben und hinterfragt werden soll. Im zweiten Teil der Veranstaltung besteht für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Diskussionsbeiträge zu leisten.

Dr. Gregor Gysi: Gregor Gysi, Jahrgang 1948, Sohn des DDR-Kulturministers Klaus Gysi, vertrat als Rechtsanwalt Rudolf Bahro, Robert Havemann und Bärbel Bohley. Gysi war seit 1967 Mitglied der SED, von 1989-1993 Parteivorsitzender der SED-PDS und von 2005-2015 Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag.

Einführende Worte / Moderation: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch / Prof. Dr. Alexandra Przyrembel (beide FernUniversität Hagen)
Veranstalter: Institut für Geschichte und Biographie der FernUni

Bonner Buh-Mann als Intendant?

9. Januar 2017

Wieder wird ein schon Aussortierter ins Gespräch gebracht

Irgendjemand aus Hagen soll den Regisseur Jürgen R. Weber per Post aufgefordert haben, sich erneut um die Intendanz des Hagener Theaters zu bewerben. So berichtet es die WPWR in ihrer Samstagsausgabe. Dabei war der Bewerber schon längst zu den Akten gelegt worden, aber interessierte Kreise wollen offensichtlich irgendwen ins Spiel zu bringen, ob geeignet oder nicht. Hauptsache, er verspricht Kürzungen. So wie Weber oder vor ihm schon Claude-Oliver Rudolph.

Weber führte u.a. Regie bei 60 Folgen der RTL-Daily Soap „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ sowie bei diversen Arzt- und Krankenhausserien. Seit 2011 arbeitet er als freier Mitarbeiter (Regie, Bühnenbild, Kostüme) für verschiedene Bühnen, so seine Angaben bei Theapolis, einem Jobportal für die Theaterbranche.

Der Wechsel von der Seifenoper ins seriöse Fach verlief für Weber aber nicht ganz so, wie er sich das vielleicht vorgestellt hatte. Nach einer Premiere in Bonn schrieb der dortige General-Anzeiger: „Der Applaus nach der Premiere von Emil Nikolaus von Rezniceks Oper „Holofernes“ hielt exakt so lang, bis Regisseur Jürgen R. Weber die Bühne betrat. Dann brach ein Buh-Sturm los, wie man ihn in der Bonner Oper schon lange nicht mehr erlebt hat.“

Das Fachblatt Die deutsche Bühne urteilte unter der Überschrift „Wurschtig hingesetzt“: „Bei „Judith“ scheint in erster Linie der Regiehandwerker gefragt. Das kann oder will Jürgen R. Weber jedoch nicht sein. Seine szenischen Arrangements erschöpfen sich in kleinformatiger Parodie, die vielleicht komisch sein, vielleicht aber auch die Machart des Stückes geißeln soll. Nur: Warum sollte man es dann spielen? Und warum wirken diese parodistischen Elemente so lieblos verstreut, so wenig ausformuliert, so ununterscheidbar von Laienspiel?“

Die Frage, wer denn wohl das Briefchen aus Hagen an den Regisseur verschickt hat, bleibt leider im WPWR-Artikel unbeantwortet. War es die Findungskommission, der Aufsichtsrat der Theater-GmbH, die Oberbürgermeister-Etage oder gar das Pressehaus selbst, um in der Saure-Gurken-Zeit ein neues Thema setzen zu können?

Wie auch immer – der oder die Briefeschreiber können nicht die hellsten Kerzen auf der Torte gewesen sein. Parallelen zwischen dem seinerzeit auch schon im Altpapier versenkten Claude-Oliver Rudolph und dem jetzt wieder aus der Tonne hervorgekramten Jürgen Weber sind nicht zu übersehen.

Über Rudolph war im Mai 2016 in der WPWR zu lesen: „Er würde Hagen aufmischen, sagt er. Große Namen holen, starke Stücke produzieren und das Theater raus aus der Provinz und hoch in die Elite-Liga der Ruhrgebiets-Spielstätten katapultieren. Und zwar für noch weitaus weniger Geld als die künftig zur Verfügung stehenden 13,5 Millionen Euro.“

Und garniert mit jeder Menge weiterer vollmundiger Versprechungen tönte Rudolph: „13,5 Millionen Euro bleiben nach der Kürzung noch übrig. Das muss man sich mal überlegen. Ein richtig, richtig gutes Theater kannst du für noch viel weniger Geld machen.“

Ähnliche Sprüche werden jetzt auch von Weber überliefert: „Ich will aber auch nicht Intendant werden, um bei allen beliebt zu sein und den Ist-Zustand zu erhalten. Aber statt öffentlich zu heulen, dass gespart wird, müssen die Ärmel hochgekrempelt und wirtschaftlich kreativ gearbeitet werden. (…) Bei einem Kulturbetrieb kann man ganz genau so sparen wie in allen anderen Bereichen einer Stadt auch. Man muss eben immer die Stadt als Ganzes sehen, auch als Theater-Mann. Wenn ich das nicht tue, kann ich auch inhaltlich nicht so Theater machen, dass die Stadtbevölkerung interessiert daran ist. (…) Man kann weiter alles aufführen, auch wenn man weniger Musiker beschäftigt. Auf lange Sicht ist das Theater mit fast 300 Leuten ohnehin zu groß. Auch von Personal muss man sich trennen.“

Genau das ist es, was nicht wenige Vertreter im Stadtrat gerne hören wollen. Über eine fehlende ausreichende Qualifikation darf dann auch gerne hinweg gesehen werden.

Letzte Vorstellungen von „Piaf“

8. Januar 2017

piafJudith Guntermann als Edith Piaf. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Freitag, 13. Januar 2017, 19.30 Uhr, findet die vorletzte Vorstellung von „Piaf“, Schauspiel mit Musik von Pam Gems, im Theater Hagen (Großes Haus) statt, zu welcher es noch Restkarten gibt. Die letzte Vorstellung am 29. Januar 2017 ist ausverkauft.

Edith Piaf, der „Spatz von Paris“, ist eine der größten und bedeutendsten Chansonsängerinnen des 20. Jahrhunderts gewesen, deren musikalische Karriere, ihr beruflicher Werdegang und ihr unruhiges privates Leben bis heute eine große Faszination auslösen. Die englische Autorin Pam Gems hat mit dem 1978 uraufgeführten Stück „Piaf“ versucht, einiges von dieser einmaligen Ausstrahlung und diesem außergewöhnlichen Dasein und Wirken in einem Schauspiel wiederzubeleben.

Bei der Hagener Erstaufführung im Februar 2016 und den weiteren Vorstellungen feierte vor allem Judith Guntermann als Piaf große Erfolge.

In der Inszenierung von Thomas Weber-Schallauer und der Ausstattung von Peer Palmowski singen und spielen unter der musikalischen Leitung von Andres Reukauf: Firat Baris Ar, Christina Dom, Jacoub Eisa, Judith Guntermann, Kristina Günther-Vieweg, Werner Hahn, Sebastian Kolb, Robert Schartel; Musikband

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Politiker einig: Ganztag soll in Hagen ausgebaut werden

8. Januar 2017

Die von Schuldezernentin Margarita Kaufmann angestoßene Diskussion um die fehlenden Plätze im Offenen Ganztag der Hagener Grundschulen ist voll entbrannt. Die Landtagskandidaten Wolfgang Jörg (SPD), Helmut Diegel (CDU) und Ulrich Alda (FDP) wollen das Thema im bevorstehenden Wahlkampf aufnehmen und sich für eine Verbesserung der Situation einsetzen.

Denn trotz der unterschiedlichen politischen Standpunkte sind sich alle einig, dass die Kapazitäten im Ganztagsbereich unbedingt ausgebaut werden müssen. (…)

Quelle: wp.de

Mehr Hilfe für Theater in NRW

7. Januar 2017

Hagens Intendant Norbert Hilchenbach ist Mitglied der Theaterkonferenz NRW. Im Interview erklärt er, warum ein Theaterpakt II nötig ist. (…)

Norbert Hilchenbach: Kein anderes Bundesland gibt so wenig Geld für seine Theater aus wie NRW. NRW ist das absolute Schlusslicht. Die Theaterförderung beträgt im Landeshaushalt lediglich 0,7 Prozent. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz beträgt die Förderung schon 1,23 Prozent. Es gibt Bundesländer, die 7 Prozent ihres Gesamthaushalts für Bühnen ausgeben. (…)

Auch wenn man den Zuschuss des Landes auf die Einwohner umrechnet, bleibt NRW mit 2,50 Euro pro Kopf das Schlusslicht. Thüringen zahlt 21 Euro, das Saarland zahlt knapp 28 Euro pro Kopf. Rheinland-Pfalz steht an zweitschlechtester Stelle und zahlt schon 7,50 Euro. (…)

Quelle: wp.de

Siehe auch:

Theaterlandschaft schützen und erhalten
Städtetag NRW: Landesanteil an Kosten deutlich anheben

Mikrozensus 2017 startet

7. Januar 2017

In Hagen werden etwa 1.000 Haushalte befragt

Wie viele Familien mit Kindern gibt es in Nordrhein-Westfalen? Wie ist die Situation alleinerziehender Mütter oder Väter in unserer Gesellschaft? Wie viele Mütter sind berufstätig? Wie haben sich Vollzeitbeschäftigung und befristete Arbeitsverhältnisse entwickelt?

Antworten auf diese und ähnliche von Politik, Wissenschaft und Medien häufig gestellte Fragen gibt der „Mikrozensus”. Aussagen wie: „in NRW gab es 2015 etwa 8,7 Millionen Privathaushalte; darin lebten 2,5 Millionen Familien mit Kindern – wobei mehr als eine halbe Million Mütter alleinerziehend waren” sind nur mit Mikrozensusergebnissen möglich.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, werden in Nordrhein-Westfalen jährlich rund 76 000 Haushalte befragt. Die Befragungen zu dieser Erhebung sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt und entsprechen dem europäischen Standard.

Im Januar 2017 werden beispielsweise in 13 zufällig ausgewählten Hagener Auswahlbezirken etwa 100 Haushalte befragt (die durchschnittliche Zahl je Bezirk liegt bei etwa acht Haushalten). Insgesamt werden es im Laufe des Jahres ca. 1.000 werden. NRW-weit setzt IT.NRW 350 Interviewerinnen und Interviewer für die Befragungen der Haushalte ein.

Die Interviewer kündigen ihren Besuch zuvor schriftlich an und legitimieren sich durch einen Ausweis. Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind sie zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.

Abgefragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch, Erwerbstätigkeit und Gesundheit. Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht eine Auskunftspflicht. Bei der Beantwortung der Fragen auf freiwilliger Basis hoffen die Statistiker auf hohe Beteiligung. Die Ergebnisse sind Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen.

Die einfachste und zeitsparendste Art der Auskunftserteilung ist nach Ansicht der Statistiker das persönliche Interview; die sorgfältig ausgewählten und intensiv geschulten Interviewer/-innen sind mit Laptops ausgestattet, um den Aufwand für die Befragten möglichst gering zu halten. Die Haushalte haben aber auch die Möglichkeit, selbst einen Fragebogen auszufüllen und diesen per Post an den Landesbetrieb zu senden.

Der Mikrozensus wird seit 1957 jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Es handelt sich um eine sog. Flächenstichprobe, das heißt, es werden nach einem mathematischen Zufallsverfahren Straßenzüge bzw. Gebäude ausgewählt. Die Haushalte, die in diesen „ausgelosten” Gebäuden wohnen, werden vier Jahre lang befragt. In jedem Jahr wird zur Entlastung der Befragten ein Viertel der Haushalte durch andere ersetzt.

Befragungen in Hagen finden wie folgt statt:

Monat Zahl der Auswahlbezirke *)
Januar 13
Februar 7
März 14
April 8
Mai 15
Juni 9
Juli 9
August 12
September 7
Oktober 12
November 8
Dezember 15
Gesamt 129

*) die durchschnittliche Anzahl je Auswahlbezirk liegt bei 8 Haushalten

Neue Bauflächen für 63 Eigenheime

7. Januar 2017

Am Kuhlerkamp und auf Haßley sollen in den nächsten Jahren 63 neue Eigenheime entstehen. Der Rat hat für das Verfahren grünes Licht gegeben. (…)

„Dies sind Investitionen in die Zukunft der Stadt, die unseren Anspruch auf Familienfreundlichkeit unterstreichen“, betonte zuletzt CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel. Dabei würden keineswegs Flächen im Außenbereich verschwendet, sondern lediglich bestehende Bebauungen abgerundet.

Eine Einschätzung, die Grünen-Sprecher Hans-Georg Panzer im Rat so gar nicht teilen mochte: „Wir sehen beide Baugebiete sehr kritisch.“ Die Wohnungsmarktstudie des Wuppertaler Wissenschaftlers Prof. Dr. Guido Spars habe sehr deutlich gemacht, dass es nicht darum gehe, Flächen auf der grünen Wiese zu entwickeln, sondern die bestehenden Quartiere aufzuwerten und damit zu stärken. Daher sei es kontraproduktiv, finanzkräftige Leistungsträger aus den bestehenden Wohnbezirken herauszuziehen und an den Stadtrand zu locken. (…)

Quelle: wp.de


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