Agnes-Miegel-Straße in Haspe wird nicht umbenannt

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Die nach einer umstrittenen Literatin benannte Agnes-Miegel-Straße in der Kipper wird ihren Namen behalten. Das hat die Bezirksvertretung Haspe beschlossen. Dabei berufen sich die Politiker auf eine Umfrage unter den Anwohnern. (…)

Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Rechtspopulismus sei es wichtig, sich mit der Geschichte intensiv auseinanderzusetzen, argumentierte Rolf Klinkert, der für Hagen Aktiv im Stadtrat sitzt, in der Bezirksvertretung. Dieser Rechtspopulismus sei von Hagen gar nicht weit entfernt. (…)

Thomas Huyeng argumentierte, man dürfe nicht jedem Eintrag auf Wikipedia glauben. Schließlich, so der Beigeordnete, der sich selbst als ausgesprochener Willy-Brandt-Kenner bezeichnete, habe sich der Altbundeskanzler mit Miegel getroffen. Wenn die Vorwürfe allesamt zuträfen, hätte er das nie getan. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Klinkerts Hagen-Aktiv-Kollegen in der BV Haspe haben beide für die Beibehaltung des Namens votiert, genauso die CDU-Fraktion. Bei der SPD gab es eine Enthaltung und fünf Stimmen für Agnes Miegel, beim Vertreter der UnLinken reichte es interessanter Weise auch nur zur Enthaltung. Als einziger stimmte der Vertreter der GRÜNEN gegen die Verlängerung des Ist-Zustands.

Dem Beigeordneten Huyeng ist zu Recht bereits die Zuständigkeit für Kultur entzogen worden. Jetzt will er Brandt-Kenner sein (?). Das Treffen des damaligen Berliner Bürgermeisters Brandt mit Miegel 1961 wird von der rechten Szene seitdem genüsslich ausgeschlachtet. Es wird in dem entsprechenden Wikipedia-Beitrag zu Miegel nicht erwähnt, weil es offensichtlich zu unbedeutend auf dem Wege zu einer Wahlkampfveranstaltung stattfand.

Wie auch immer – wenn dies das einzige Argument Huyengs pro Miegel ist, sollte er sich doch besser bedeckt halten.

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2 Antworten to “Agnes-Miegel-Straße in Haspe wird nicht umbenannt”

  1. Allan Qutermain Says:

    Die Unlinken und Enthaltung. So kennt man Sie.
    Man will ja bei dem Kirmesumzug auf den BV Anhänger wieder mitfahren. Hoffentlich wird diese Komikertruppe und einige aus dem Kommoedenstadl das sich BV nennt, bald in die Versenkung verschwinden.

    Der Stadtrat war so feige und hat die Anzahl der 5 BV nicht konsequent geliftet, sondern jeweils nur um 1 bis 2 Hansel gekürzt.
    Man muss ja weiterhin Anverwandte irgendwie unterbringen.

    Ich hätte noch ein paar Namen von Straßen die eingestampft gehörten,

    Hindenburg, Hohenzollern und nicht zu vergessen der Olle Wilhelm.

  2. hansimäuschen Says:

    Wilhelm, och man ? Gröhlt man nicht auch heute noch mit blitzenden Augen an besonderen Tagen – parteiübergreifend – bei Ratssitzungen auf der Toilette “ Wir wollen uns´ren alten Kaiser Wilhelm wieder haben… „, wenn auch verstohlen-gedämpft und im nichtöffentlichen Teil ?

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