Rückblick auf ein aktionsreiches Jahr

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Jahreshauptversammlung des Vereins Hagener Friedenszeichen

In Zeiten von Kriegseinsätzen, wachsender internationaler Spannungen und steigender Militärausgaben will der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN unbeirrt Zeichen für den Frieden setzen.

Das war Tenor der Jahreshauptversammlung des Vereins Ende November. In einer Zeit, in der Donald Trump Hasstiraden gegen Minderheiten, Andersdenkende und Frauen hoffähig gemacht hat, ist es umso wichtiger, demokratische und zivile Errungenschaften zu verteidigen.

Dr. Christian Kingreen gab in seinem Rechenschaftsbericht einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten des Vereins. Die Mitglieder nutzen immer wieder Gedenktage wie die atomare Katastrophe in  Fukushima, den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki oder den Antikriegstag, um vor den zerstörerischen Folgen dieser Technologie zu warnen und umfassende atomare Abrüstung bzw. Ausstieg aus der Atomwirtschaft zu fordern.

Sehr erfreut zeigte er sich darüber, dass der Verein jetzt Partner im EU-Projekt East-West-East ist, in dem Jugendliche aus mehreren Ländern Videos drehen über die Folgen von Hasstiraden im Internet als eine Form von Gewalt. Der Verein unterstützt nach wie vor ehemalige Flüchtlinge in Bosnien, die nach Kriegsende in ihre Heimat zurückkehren mussten, mit 10.000 Euro – ein Förderprojekt für Jugendliche mit Einschränkungen, nach wie vor zwei Patenschaften mit Jugendlichen und alte Frauen, die keine Rente bekommen. Sehr erfreut ist der Verein darüber, dass sich die Stadt Hagen im nächsten Jahr offiziell an der Ehrung ermordeter Antifaschisten und Zwangsarbeiter im Rombergpark beteiligen wird. Der Verein hatte gemeinsam mit dem DGB und dem Hagener Geschichtsverein Oberbürgermeister Erik O. Schulz dazu aufgefordert.

Seit über einem Jahr unterhält der Verein Friedensmahnwache Hagen eine Dauermahnwache am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße. Es ist damit zu einem Ort oft spontanen Gedenkens an Opfer von Krieg und Terror geworden und für Diskussion über Wege zum Frieden. Die Kerzen riefen bei der Bezirksvertretung Mitte Unmut und Sorge über Ordnung und Sicherheit hervor. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN versuchte im Konflikt zu vermitteln, was leider bisher nicht gelungen ist. Der Verein freut sich darüber, dass im Stadtgarten ein zweites Friedenszeichen im Entstehen ist, das im Frühling aufblühen wird.

Einstimmig bestätigten die Anwesenden den bisherigen Vorstand. Ihm gehören an: Dr. Christian Kingreen (Vorsitzender), Ruth Sauerwein (stellv. Vorsitzende), Edgar Marsh (Schatzmeister), René Röspel (Schriftführer).

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