„Auch Anzeige erstatten“

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Nach der Phoenix-Pleite erste Schuldzuweisungen

Wie angekündigt, hat die Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA, Betreibergesellschaft des Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen, am gestrigen Mittwoch beim zuständigen Amtsgericht in Hagen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Währenddessen werden die ersten Schuldzuweisungen für die Pleite verteilt. So schrieb die WPWR am Dienstag:

Zu Beginn des Jahres 2015 wurden bei der Neugründung der „Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA“ (Kommanditgesellschaft auf Aktien) nicht bloß neue Gesellschafter mit frischem Kapital (400 000 Euro) präsentiert, sondern auch der Eindruck erweckt, damit ein Geschäftsmodell aus der Taufe gehoben zu haben, mit dem die Altschuldenproblematik final in den Griff zu bekommen sei. Ein Trugschluss, wie die monatelangen Aufräumarbeiten in den Phoenix-Geschäftsbüchern zuletzt zu Tage förderten. Die Doppelspitze Oliver Herkelmann (Geschäftsführer) und Thomas Haensel (Aufsichtsratsvorsitzender) hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufgetürmt.

Diese Behauptung wies Ex-Geschäftsführer Herkelmann prompt zurück und drohte in der WPWR-Ausgabe vom Mittwoch vorsorglich gleich mal mit dem Rechtsweg:

„So viel ist es sicherlich nicht gewesen. Natürlich gab es erhebliche Verbindlichkeiten, denen durchaus auch Forderungen gegenüber standen.“ Die Diskrepanz zu den Zahlen, die er noch im Kopf habe, sei allerdings schon „erheblich“. Er selbst wollte jedoch keinen konkreten Betrag benennen. „Ich kann mich gerne mit den heute Verantwortlichen an einen Tisch setzen und die Zahlen diskutieren. Aber ich lasse mir keinen Dilettantismus unterstellen“, verwies Herkelmann darauf, dass er mit seinem Team zum 30. Juni 2015 eine saubere Buchhaltung, in der alles auf Stand gewesen sei, übergeben habe. Daher würde er auch Anzeige erstatten, wenn Leute Aussagen tätigten, die an Verleumdung seiner Person und seiner Arbeit grenzten.

Das Gerangel um die Event-Firma könnte noch unterhaltsam werden.

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