Die Migration ist die Normalität in der Geschichte

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Vortrag des Historikers Dietmar Osses

 „Davongekommene und Dazugekommene. Migration, Integration und Zusammenleben“. Unter diesem Motto steht ein Vortrag des Historikers Dietmar Osses am Mittwoch, 19. Oktober, um 18 Uhr im Auditorium des Emil Schumacher Museums. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ im Jungen Museum des Osthaus Museums.

Vor einem Jahr erreichte die Flüchtlingskrise in Europa ihren vorläufigen Höhepunkt. Mit der kurzfristigen Öffnung der Grenzen kam gut eine Million Menschen nach Deutschland. Seitdem bestimmen die Fragen nach Versorgung, Integration und Auswirkung der Migration auf die Gesellschaft die Politik und den Alltag.

Die Migration, auch von großen Mengen von Menschen, ist jedoch kein akuter Einzelfall, sondern die Normalität in der Geschichte. Vor wenigen Jahrzehnten kamen Millionen von Menschen als Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten nach Deutschland. Gleichzeitig befanden sich noch immer Millionen von Menschen in Deutschland, die während des Kriegs als Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter verschleppt worden waren und nun nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren konnten.

In den von Zerstörung geprägten Städten Westfalens und des Ruhrgebiets suchten sie alle nach Sicherheit, Unterkunft und Arbeit. In den Zeiten des Wirtschaftswachstums und Wohlstands warb die Bundesrepublik dann Millionen von Arbeitern nach Deutschland an. Wie gestaltete sich das Zusammenleben der Menschen in den Zeiten von Not und Wohlstand in Deutschland? Der Vortrag gibt anhand ausgewählter Beispiele aus Westfalen Eindrücke aus dem Zuwanderungsland Deutschland seit 1945.

Dietmar Osses ist Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover in Bochum, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur und Sprecher des Arbeitskreises Migration im Deutschen Museumsbund. Im Mittelpunkt seiner Ausstellungen und Veröffentlichungen stehen die Sozialgeschichte des Ruhrgebiets und die Migrationsgeschichte in Nordrhein-Westfalen.

Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ ist bis 29. Januar 2017 im Jungen Museum des Osthaus Museums zu sehen. Das Begleitprogramm zur Ausstellung wurde zusammengestellt vom Kommunalen Integrationszentrum, dem Kulturbüro und dem Stadtmuseum Hagen.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

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