SPD im heroischen Kampf gegen die Algenpest

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Besser die HAGENAgentur liquidieren

„Die für Hagens Zukunft wichtigen Themen vertiefen“ wollten sie „und einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen“. Dazu trafen sich die Mitglieder der Hagener Ratsfraktion der SPD im Hotel Arcadeon zu einer Klausurtagung. Es blieb beim Wollen.

Mit Ausnahme einer eher hilflosen Beschreibung des „schlechten Beschäftigungsklimas in Hagen“, zu dem die Sozialdemokraten einräumen mussten: „Andere Städte im Ruhrgebiet steuern schon seit Jahren konsequent gegen“, bewegten sich die örtlichen Mandatsträger eher im Skurrilen.

So beschäftigte man sich mit dem „bislang erfolglosen Kampf gegen die Algenpest“ in den Ruhrseen. Als positive Nachricht weis die Fraktion zu verkünden: „Die Forschungen werden in alle Richtungen fortgesetzt, um der Algenpest in der Zukunft Herr zu werden.“ Na dann wird ja alles gut.

In dieses Horn blies auch die Abgesandte der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „HAGENAgentur“, Kirsten Fischer, die sich davon „überzeugt“ zeigte, dass die „touristische Erschließung der Seen“ für Hagen nur „von Vorteil sein“ könne.

Bei den 267.000 Übernachtungen in Hagen handele es sich zwar „überwiegend um geschäftliche Aufenthalte“, die Zahl könne aber „mit entsprechenden touristischen Angeboten“ – erwähnt wird u.a. der umstrittene Baumwipfelpfad – „in Zukunft noch erhöht werden“.

Die auswärtigen Besucher trügen „damit in vielfältiger Weise zum Umsatz von Handel und Gastronomie bei“. Zahlen hatte die Dame auch parat: Jeder Übernachtungsgast lasse 28 Euro in Hagen. Donnerwetter! Damit lassen sich nach menschlichem Ermessen noch nicht einmal die Hotelkosten begleichen, weitere Ausgaben sind erst recht nicht darstellbar.

Eine stadteigene Gesellschaft, die derartigen Unfug verbreitet, verdient es nur, aufgelöst zu werden. Nicht nur aus diesem Grund und besser heute als morgen. Dazu schweigt die SPD allerdings bislang.

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Eine Antwort to “SPD im heroischen Kampf gegen die Algenpest”

  1. erbsenzaehler Says:

    Hm….

    Ein neues Kapitel zum Thema „Hagener Politkerdarsteller/innen und ihre Versorgungsfälle“ ?

    Für einen solchen Unsinn verbarten die Damen und Herren Steuergeder? Unglaublich…….

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