SPD: Nach einer Stunde zum Friseur

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Double Trouble in Altenhagen – Ortsverein kämpft an zwei Fronten

Der SPD-Ortsverein Altenhagen muss sich momentan mit gleich zwei Problemzonen beschäftigen, die offenbar miteinander in Verbindung stehen. Zum einen ist da die Person des amtierenden OV-Vorsitzenden Muamer Andelija, zum anderen spielen wohl die taktischen Finessen der Spitze des Hagener Unterbezirks der Partei eine nicht unerhebliche Rolle. Der interne Ton zwischen den Genossen ist inzwischen gereizt.

Der Ortsvereinsvorsitzende gilt seit Monaten als „abgetaucht“, wie dem internen Email-Verkehr der Parteigliederung zu entnehmen ist, der DOPPELWACHOLDER.DE vorliegt. Aktivitäten des Ortsvereins sollen nicht mehr stattfinden, der Vorstand nicht mehr getagt haben.

Dafür fährt Andelija, der nach Angaben Altenhagener Mitglieder mit gesundheitlichen Problemen belastet sein soll, scharfe Geschütze gegen Vorstandskollegen und Kritiker auf.

So fordert er einen Parteiausschluss seines Stellvertreters Guitzel Ali Oglu wegen eines angeblichen „Datenklaus“, mit dem dieser sein „schleppendes Versicherungsgeschäft mit neuen Kunden aufzufrischen“ versuche. Ali Oglu hatte wegen offensichtlicher Untätigkeit Andelijas von der Landespartei in Düsseldorf Adressen angefordert, um zu einer Mitgliederversammlung einzuladen.

Für Andelija der Startschuss, gleich eine ganze Kaskade von Bedrohungen in Gang zu setzen: Einschaltung der Staatsanwaltschaft, Information der Presse und Mitteilung an die Geschäftspartner des stellvertretenden Vorsitzenden des Altenhagener Ortsvereins.

Auch deutliche Hinweise darauf, dass ein solches Verhalten der Partei schade, fielen nicht auf fruchtbaren Boden. So heißt es in einer Email an Andelija: „Wir haben ein wichtiges Wahljahr 2017 vor uns und wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass es ein erfolgreiches Wahljahr für die Hagener SPD und unsere Landes- und Bundes-SPD wird. Das wird aber nur zu schaffen sein mit einem Vorstand der funktioniert. Mit dir hat es leider nicht funktioniert. Wir brauchen einen Vorsitzenden, der die Ärmel hochkrempelt und mit anpackt und nicht sich nach einer Stunde zum Friseur verabschiedet.“

Andelija, der auch Mitglied des Hagener Stadtrats ist, fiel bereits Ende 2015 mit merkwürdigen Finanztransaktionen auf. So hatte er seine persönlichen Mietzahlungen vom Konto des SPD-Ortsvereins beglichen. Kassiererin war bezeichnenderweise seine Gattin.

Wie geht es weiter? Welche Rolle spielen der Unterbezirk und sein Geschäftsführer? Ist die Aufstellung von Wolfgang Jörg als Kandidat für die Landtagswahl noch gesichert? Und was ist mit der Kasse?

Ab morgen in diesem Theater.

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