Flüchtlingsstrom schwillt wieder an

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Nachdem der Strom der nach Hagen kommenden Flüchtlinge zwischenzeitlich versiegt war, ist er im August wieder angeschwollen. 144 Menschen beantragten in diesem Monat in der Stadt Asyl. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der Hinweis auf diesen Artikel erfolgt nur als Beispiel für eine demagogische Meinungsmache (Autor: Hubertus Heuel). Aus 144 Flüchtlingen wird „der Strom“, der „wieder angeschwollen“ ist. Der Beitrag liefert daneben reihenweise genau die Stichworte, auf die der rechte Sumpf gewartet hat: „Schneeschippen“ wird zur „sozialen Aufgabe“, „sich um die Müllentsorgung kümmern oder das Treppenhaus reinigen“ sind „für die Inte­gration unerlässliche Dinge“. Die Kommentare unter dem WPWR-Text belegen bereits, dass die Botschaft angekommen ist.

Zum Tenor dieses Machwerks passt auch die zugehörige Grafik (s.u.), die flüchtigen Lesern aufgrund ihres Aufbaus den Eindruck vermittelt, die „Flut“ überrollt die braven Hagener. So wird der Balken mit der Zahl vom November 2015 nach rechts – also in die nahe Zukunft – verschoben und dazu mit roter Warnfarbe versehen: Die Asylanten drohen!

Formal ist natürlich alles korrekt beschriftet, das macht die besondere Perfidie dieser Vorgehensweise aus.fluechtlingszahlen-in-hagen

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