Metropole Ruhr gibt Bewerbung um IGA 2027 ab

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Hagen wäre mit fünf Standorten vertreten

Die Metropole Ruhr bewirbt sich um die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung in 2027. Gestern überreichten die Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, in Haus Ripshorst in Oberhausen die Bewerbungsunterlagen an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG).

Laut Machbarkeitsstudie wäre Hagen mit fünf Standorten vertreten: Park der Villa Hohenhof mit Osthaus-Museum, Stadtgarten mit Bismarckturm, Freilichtmuseum, Garten und Schloss Hohenlimburg, Hengstey- und Harkortsee. Mit einer Entscheidung der DBG ist in vier bis sechs Wochen zu rechnen.

„Erstmals bewirbt sich eine ganze Region um eine Internationale Gartenausstellung und beschreitet so ganz neue, spannende Wege der Präsentation. Die Städte und Kreise der Metropole Ruhr haben bereits bei der Internationalen Bauausstellung Emscher Park und der Kulturhauptstadt RUHR.2010 unter Beweis gestellt, dass sie im Schulterschluss ein solches Großereignis meistern können“, so Karola Geiß-Netthöfel.

Wenn die Metropole Ruhr den Zuschlag bekommt, werden in einem nächsten Schritt das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept und die Kosten gemeinsam mit den Städten und Kreisen und weiteren Partnern konkretisiert. Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann.

Im Frühjahr 2016 hatte die RVR-Verbandsversammlung die IGA-Bewerbung beschlossen. Das Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden kann: Fünf „Zukunftsgärten“ sollen als Hauptstandorte fungieren und Kernfragen zu Klima und Energie begreifbar machen. Auf der zweiten Ebene werden etwa 20 bis 25 der schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert. Und schließlich erhalten die vielen Umweltinitiativen wie Urban-Gardening-Projekte unter dem Schlagwort „Dein Garten“ ein Forum.

Getragen werden soll die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW.

Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Studie auf etwa 42 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Schultern und auf mehrere Jahre. Das Großereignis würde umfangreiche Investitionen auslösen, geschätzt wird eine Höhe von über 300 Millionen Euro.

Infos: www.iga2027.rvr.ruhr

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