Große Chance für Hagens Schulen nicht entgehen lassen

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SPD-Fraktion fordert die Schulverwaltung auf, Pläne und Projekte zu erarbeiten

Insgesamt zwei Milliarden Euro stellt die Landesregierung den Städten in NRW zur Verfügung, um die Schulen für die Zukunft fit zu machen. Die GRÜNEN hatten das bereits vor der politischen Sommerpause thematisiert – jetzt zieht auch die SPD nach und macht konkrete Vorschläge. Eine andere Notwendigkeit in der Schulpolitik haben allerdings beide vorher verschlafen.

20 Millionen Euro könnten in den kommenden vier Jahren für die Sanierung, Modernisierung und die Erweiterung von Schulen nach Hagen fließen. Möglich macht das ein von der Landesregierung aufgelegtes Förderprogramm mit dem Titel „Gute Schule 2020“.

„Wir müssen jetzt umgehend unsere Hausaufgaben machen, damit uns kein Euro entgeht. Denn nichts ist wichtiger, als hier in Hagen in eine gute Bildung und damit in gut ausgestattete Schulen zu investieren. Zumal die Stadt das Programm nichts kostet, außer gute Pläne und Projekte für die heimischen Schulen in Düsseldorf anzumelden“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach.

Die SPD-Fraktion fordert daher die Verwaltung in einem Antrag für den nächsten Schulausschuss am 20. September auf, alle anstehenden pädagogischen und technischen Projekte zu bündeln und so einen entsprechenden Katalog für die Beantragung von Projekten vorzulegen. Denn mit dem Geld vom Land wird vieles möglich, was die verschuldete Stadt sich nicht leisten kann: von der Einrichtung Digitaler Klassenzimmer über WLAN, der gezielten Erweiterung von Ganztag und Inklusion bis hin neuen Fenstern und Toilettenanlagen.

„Wir sagen nicht, dass unsere Schulen in Hagen schlecht ausgestattet sind. Ganz im Gegenteil. Aber wenn sich solch eine Gelegenheit bietet, dann können wir qualitativ noch einen draufsetzen. Dabei denke ich an die Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte und die gezielte Unterstützung der Schulen bei der Inklusion und nicht zuletzt an die Erweiterung der Gesamtschule in Eilpe“, zählt Dr. Geiersbach auf.

Schon vor der Sommerpause hatte sich die SPD-Fraktion für eine Erweiterung der Gesamtschule Eilpe an ihrem Standort und gegen eine Dependance in der oberen Selbecke ausgesprochen. Dieser Standpunkt wurde von Schulleiter Frank Grabowski bestätigt. Der Pädagoge hatte in einer Sitzung des Schulausschusses vom Qualitätsverlust der Schule gesprochen, sollte aufgrund des hohen Schüleraufkommens – Jahr für Jahr müssen Dutzende von Schülerinnen und Schülern in Eilpe abgewiesen werden – eine Zweigstelle in einem anderen Schulgebäude eingerichtet werden.

Die Diskrepanz zwischen hoher Nachfrage und zuwenig Plätzen an den Hagener Gesamtschulen ist allerdings seit vielen Jahren bekannt, ohne dass SPD oder GRÜNE hier beispielsweise die Forderung nach Errichtung einer vierten Gesamtschule erhoben hätten. Dabei konnten jährlich Bewerber in dreistelliger Höhe nicht den gewünschten Schulplatz bekommen.

Diese Lücke aufgrund politischer Schlafmützigkeit hat ein privater Anbieter genutzt und im ehemaligen Schulzentrum Wehringhausen eine konfessionelle Gesamtschule eröffnet. Solche „Ersatzschulen“ werden zu etwa 95 Prozent aus Steuergeldern finanziert.

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