Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

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Antikriegstag in Hagen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden.

65 Millionen Menschen sind heute weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Armut, Hunger und Krankheit. Sie fliehen vor Unterdrückung aufgrund ihrer politischen Anschauungen, ihres Glaubens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung. Sie fliehen in der Mehrheit vor Kriegen und Bürgerkriegen.

Die Kriege unserer Zeit, befeuert von Waffenlieferungen und logistischer Unterstützung auch aus Deutschland, sind eine wesentliche Ursache für millionenfache Flucht und menschliches Elend. Sowohl historisch und auch aktuell haben wir deshalb eine besondere Verpflichtung die Würde der Flüchtlinge zu schützen. Ihnen Schutz zu gewähren und Perspektiven zu eröffnen ist zugleich Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalt gegen Flüchtlinge und Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, sind Angriffe auf die freiheitlichen demokratischen Grundprinzipien der Bundesrepublik Deutschland. Die Morde und Angriffe sind die Spitze eines Eisberges aus weit verbreiteter Menschenfeindlichkeit, Hass gegen Andersdenkende und Demokratiefeindlichkeit.

Die Diskussionen um Rüstungskonversion und ziviler Konfliktbewältigung muss intensiver geführt werden, anstatt mit Terrorszenarien und Notvorratsvorschlägen die Kriegsvorbereitung zu betreiben. Wir brauchen eine Politik einer weltwirtschaftlichen Vernunft, die das Elend in der Welt beseitigt und den Weltfrieden möglich macht.

Die Gewerkschaften in Hagen rufen dazu auf, sich an den Aktivitäten für Frieden und Abrüstung zu beteiligen und versammeln sich gemeinsam mit dem Verein „Hagener Friedenszeichen“ am 1. September um 17.00 Uhr am Mahnmal an der Synagoge. Anschließend geht es zum Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße. Ab 18 Uhr lädt dort die Friedensmahnwache zu einem Friedensfest ein.

Der Antikriegstag muss heute und zukünftig ein Tag des Erinnerns bleiben über Opfer, Ursachen und Wurzeln von Krieg und Faschismus, sowie ein Tag der Verantwortung, alles für den Frieden zu tun.

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