„Jede Sparte des Hauses hat eine Fan-Gemeinde“

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Im Stadttheater wurden die neuen Mitarbeiter begrüßt. 400 Veranstaltungen stehen auf dem Spielplan des Hagener Hauses. (…)

Die Namen des neuen Intendanten bzw. neuen GMD gab Schulz jedoch nicht bekannt, „die Nachfolge ist noch nicht geregelt, aber wir sind auf gutem Wege“, blieb der OB sibyllinisch, ergänzte jedoch: „Die neue Leitung muss sich den Rahmenbedingungen des Ratsbeschlusses beugen.“

Er hoffe, die Dispute der letzten Monate um die Finanzierung des Theaters seien beendet, allerdings: „Politik will keine Kreativität dämpfen, doch die 2013 vom Rat beschlossenen Kürzungen sind die Antwort auf die demografischen Veränderungen und sind als langfristige Überlebensstrategie zu sehen.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der OB wechselt seine „Argumente“, wie es so gerade kommt. War es in der Vergangenheit immer die Haushaltssanierung, tischt Schulz jetzt plötzlich die „demografischen Veränderungen“ auf. Nach der Logik des OB bedeutet das: Die Zahl der Einwohner nimmt (wieder) zu – die Kürzungspolitik wird fortgesetzt. Welche qualifizierte Leitung Erik Null mit der apodiktischen Forderung „Die Leitung muss sich beugen“ anlocken will, erschließt sich wohl nur seiner eigenen Phantasie.

Zum Thema „Theater und Demografie“ ist auch folgende Aufstellung interessant, DW hatte sie bereits im Oktober 2015 veröffentlicht:

Vergleichbar große und kleinere Städte (< 200.000 Einw.) mit Musiktheater, Quelle: Statistik des DBV 2013/14

Stadt Einwohner Theateretat Personal
Darmstadt 149.700 36.500.000 567
Dessau 83.600 20.700.000 343
Heidelberg 152.100 26.600.000 338
Kaiserslautern 97.700 20.900.000 325
Kassel 194.000 34.900.000 480
Oldenburg 162.500 26.200.000 426
Osnabrück 156.000 19.200.000 294
Regensburg 140.200 20.300.000 310
Saarbrücken 177.200 31.500.000 424
Schwerin 95.500 24.300.000 329
Ulm 123.500 23.600.000 266
Weimar 63.300 26.600.000 411
Würzburg 133.800 17.100.000 243
Hagen 185.900 17.600.000 273
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Eine Antwort to “„Jede Sparte des Hauses hat eine Fan-Gemeinde“”

  1. erbsenzaehler Says:

    Was soll die Haarspalterei?
    Es ist doch egal, wie der OB argumentiert.
    Das Geld ist nicht da und muß eingespart werden. Ob das mit Äpfel oder Birnen begründet wird. ist doch egal.

    Natürlich muß sich die Theaterleitung diesem damaligen Ratsbschluß (der nicht vom aktuellen OB zu vertreten ist) beugen. Das ist nun einmal geltendes Recht.
    Dieser Beschluß ist schon lange verabscheidet und bekannt.
    Meiner Meinung nach hat die aktuelle Theaterleitung diesen Beschluß aussitzen wollen, um ihn dann abwehren zu können.

    Damit, und mit der dadurch erschwerten Nachfolgefindung, haben die Herren dem Theater schweren Schaden zugefügt.
    In meinen Augen ist dies unverantwortliche Handeln schlimmer als der vom Rat der Stadt verabschiedete Einsprbeschluß.

    Durch ihr Nicht-Handeln haben sie das Haus nicht zukunftsfähig gemacht. Potentielle Nachfolger müssen noch immer gesucht werden. Obwohl eigentlich die Planung für die nächste Spielzeit beginnen müßte. Es erinnert mich ein wenig an ein trotziges Kind.

    Daher finde ich persönlich es einfach langweilig, sich weiter am OB abzuarbeiten, als endlich einmal Vorschläge zur Umsetzung des Ratsbeschlusses vorzulegen.

    Und was ist eigentlich mit dem Förderverin um Herrn Hacker, bzw. dessen Nachfolger? Da hat man bisher nicht einen konstruktiven Vorschlag zur Problemlösung gehört.

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