Finanzdruck: Zahl der Kliniken sinkt weiter

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Hagen hält Zahlen geheim – Vertuschen nach Art des Hauses

Die Zahl der Krankenhäuser in Westfalen ist weiter gesunken. Wie aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr in der Region noch 172 Kliniken. Das sind acht weniger als im Jahr zuvor und 65 weniger als im Jahr 2000. Die Anzahl der Krankenbetten ist im selben Zeitraum ebenfalls gesunken, allerdings weniger stark: Sie ging von rund 66.000 im Jahr 2000 auf etwa 57.400 im Jahr 2015 um 13 Prozent zurück.

Ein Grund für diese Entwicklung ist der steigende wirtschaftliche Druck auf die Krankenhäuser, der Fusionen und Schließungen nach sich zieht. Gleichzeitig werden in den verbleibenden Einrichtungen immer mehr Mediziner beschäftigt. So stieg die Zahl der hauptamtlich tätigen Ärzte seit dem vergangen Jahr um 1,8 Prozent auf 17.558. Gegenüber dem Jahr 2000 entspricht das einer Steigerung von 39,7 Prozent.

Für die Stadt Hagen sind Zahlen zur Anzahl der behandelten Patienten, zur Verweildauer im Krankenhaus, zur Anzahl der behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie zum Pflegepersonal nicht verfügbar. Die schon aus anderen Zusammenhängen bekannte „Begründung“ lautet: „Wert geheim zu halten“. Warum auch immer.

Zwar existieren in Hagen keine Kliniken in städtischer Trägerschaft, aber diese schon in Rat und Verwaltung grassierende Geheimniskrämerei prägt erkennbar auch in anderen Bereichen das hiesige Klima – Vertuschen nach Art des Hauses.

Es wird Zeit, die Ortsschilder neu zu bekleben: Kryptopolis, Stadt des immerwährenden Verbergens.

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