„Quartiersarbeit in Wehringhausen muss fortgesetzt werden“

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SPD-Fraktion berichtet von ihrer Sommertour

spd-fraktion-wehringhausenMeterweise Kunst in der Bleichstraße. Ein Blickfang, den die Fraktionsmitglieder Kevin Niedergriese, Günter Stricker, Christian Mechnich, Ramona Timm-Bergs und Claus Rudel gemeinsam mit Quartiersmanager Maik Schumacher bewundern.
Nur die ebenfalls anwesenden, aber in Ungnade gefallenen Ratsmitglieder Nesrin Öcal und Mark Krippner fehlen auf dem Bild. Welch ein Zufall.
Foto: SPD

In Wehringhausen wird in vielen Bereichen gestaltet. Kulturell, wirtschaftlich, und sozial soll das Quartier wieder auf die richtige Spur gebracht werden. Städtebauliche Aspekte fließen bei den Anstrengungen des Quartiersmanagements ebenso mit ins Handlungskonzept ein wie die gerade erst abgeschlossene Reinigungsaktion. Bildungs- und Kreativangebote und nicht zuletzt die Belebung des Viertels durch die Wiederbelegung von leerstehenden Wohnungen und Ladenlokalen gehören ebenso zum Stadtteilerneuerungsprojekt.

„Das Fassadenprogramm, das wir für die Soziale Stadt Wehringhausen aufgelegt haben, läuft besonders gut“, erläuterte Quartiersmanager Martin Vöcks den Mitgliedern der SPD-Fraktion. Fraktionsvorsitzender Claus Rudel, seine Stellvertreterin Ramona Timm-Bergs und die Fraktionsmitglieder Günter Stricker, Christian Mechnich, Kevin Niedergriese, Nesrin Öcal und Mark Krippner machten auf ihrer Sommertour kürzlich Station im Quartiersbüro, um sich ausführlich von dem Expertenteam über den Stand und den Fortgang der Entwicklung rund um die „soziale Stadt Wehringhausen“ unterrichten zu lassen.

Während des anschließenden Rundgangs erhielten die Ratsmitglieder auf der Lange Straße den sichtbaren Beweis dafür, dass die zuvor diskutierte Theorie auch in die Praxis umgesetzt wird. Karl Benndorf, Hausbesitzer in Wehringhausen und wohnhaft in Bonn, fotografierte gerade die neu und eindrucksvoll gestaltete Fassade seines Wohn- und Geschäftshauses. Auf die Verschönerungsarbeiten von den Fraktionsmitgliedern angesprochen, war der Bonner voll des Lobes für die Arbeit der Quartiersmanager und das von ihm genutzte Fassadengestaltungsprogramm. „Das ist der richtige Weg für Wehringhausen und ich hoffe, dass noch mehr Hausbesitzer das Programm in Anspruch nehmen. Wir haben hier im Quartier architektonische Schmuckstücke, die unbedingt erhalten werden müssen“, so Karl Benndorf.

Doch nicht nur die Verschönerung und der Erhalt der Hausfassaden – viele stammen noch aus der Gründerzeit – bringen in Wehringhausen aufmerksame Betrachter ins Schwärmen. Zahlreiche Gemälde an ansonsten trist wirkenden Hausfassaden oder Mauern zeugen von der Effektivität eines weiteren Wehringhauser Projektes. „Die Kunst im öffentlichen Raum kommt super an und es werden immer neue Ideen an uns herangetragen“, erfuhren die Fraktionsmitglieder auf ihrer Erkundungstour durch Wehringhausen von Maik Schumacher, im Quartiersmanagement zuständig für die lokale Wirtschaft, Kreativität und Stadtsauberkeit.

Denn kreatives Potenzial, so versicherte Schumacher den SPD-Ratsmitgliedern, gebe in Wehringhausen in den verschiedensten Ausprägungen. „Wir arbeiten für Wehringhausen an einem Image, bei dem sowohl die Kunst als auch die Musik im Mittelpunkt stehen sollen“, so Schumacher. Gute Beispiele gibt es bereits: Veranstaltungen wie der Garagenrock, das Schnurlosfestival am Bismarckturm, das urban-Fine-Art-Meeting oder auch der Streetart-Farbenpool zeugen von Kreativität und Ideenreichtum. Dafür muss aber auch das Umfeld stimmen.

So wollten die Fraktionsmitglieder wissen, wie es nach der großen Reinigungsaktion in Wehringhausen mit Blick auf die Sauberkeit im Quartier weitergehen wird. Für Quartiersmanager Martin Vöcks gibt es auf diesem Feld noch einige dicke Bretter zu bohren: „Die Leute hier haben gesehen, dass etwas für sie in ihrem Viertel getan wurde. Das hat schon mal einen Impuls gesetzt. Die nächste Fegeaktion wird kommen. Aber wir haben nach wie vor Probleme mit bestimmten Häusern und ihren Bewohnern. Hier ist es für die Zukunft wichtig, dass die zuständigen Ämter schneller und besser zusammenarbeiten. Das geht nur mit einem schlüssigen Gesamtkonzept“, nahmen die Fraktionsmitglieder einen wichtigen Hinweis aus Wehringhausen mit auf den Weg.

Insbesondere die Wehringhausener Ratsvertreter Claus Rudel und Kevin Niedergriese sagten den engagierten Quartiersmanager auch für die Zukunft ihre volle Unterstützung zu. Stehen doch städtebauliche Meilensteine wie die Umgestaltung des Wilhelmplatzes und die Sanierung der Fußgängerunterführung zum Bodelschwinghplatz erst noch an. Daher sei es wichtig, dass das Quartiersmanagement auch im kommenden Jahr die verschiedenen Projekte begleitet.

Bislang endet das Engagement der „behutsamen Stadterneuerer“ von der beauftragten S.T.E.R.N. GmbH Ende des Jahres. Eine Verlängerung ist möglich.

Weitere Infos:
• Die Bevölkerungsstruktur in Wehringhausen zeichnet sich durch einen hohen Ausländeranteil, einer hohen Arbeitslosenquote und einem hohen Anteil an Leistungsempfängern aus.
• Seit 2012 wird das Gebiet durch das Programm Soziale Stadt mit ca. 4 Millionen Euro gefördert.
• Ziele der Maßnahmen der Sozialen Stadt Wehringhausen sind unter anderem die Aufwertung des gesamten Stadtteils für alle Generationen, die Etablierung des Kreativquartiers Wehringhausen und die Aufwertung der Fußgängerunterführung, der die Gebiete rund um Wilhelms- und Bodelschwinghplatz verbindet.
• Für die Umsetzung wurde ein Lenkungskreis gegründet, der aus Aktiven im Stadtteil besteht.
• Die S•T•E•R•N GmbH NRW betreut seit 2014 zusammen mit der Diakonie Mark-Ruhr GmbH und dem Caritasverband Hagen e.V. das Quartiersmanagement. Aufgaben des Quartiersmanagements sind unter anderem die Organisation einer umfassenden Bürgerbeteiligung sowie das Projektmanagement.

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