Archive for März 2016

SPD-Chef fordert Krippners Rücktritt

17. März 2016

SPD-Fraktionschef Mark Krippner hält an seinem Amt fest. Rücktrittsappelle seiner Partei lehnt er ab. Parallel eröffnet die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren. (…)

Parteichef Timo Schisanowski fand gestern klare Worte an seinen Weggefährten: „Im Gespräch mit Mark Krippner habe ich deutlich gemacht, dass er den Fraktionsvorsitz niederlegen soll. Es geht jetzt darum, die Hagener SPD-Fraktion neu aufzustellen.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Vielleicht geht es auch nur vordergründig um die Fraktion. Die Landtagswahl naht und die Diadochenkämpfe spitzen sich zu.

It’s Gordi-Time – Loyalität und Gehorsam

17. März 2016

Mitten in die Fastenzeit hinein lassen neue musikzeitung und das musikforum – die Zeitschrift des Deutschen Musikrates – aufhorchen. Denn da werden die drei Anwärter für den Musik-Gordi nominiert. Das ist eine besondere Ehre. Aber nicht jeder ist gleichermaßen qualifiziert. (…)

Was den dritten Kandidaten angeht, den Oberbürgermeister von Hagen, Erik O. Schulz, sieht die Lage schon anders aus. In Hagen geht es ab. (…)

Angeblich soll sich der GMD von Hagen öffentlich in sozialen Netzwerken damit hervorgetan haben, seine Facebook-Freude aufgerufen zu haben, bei der Wahl zum Musik-Gordi mitzumachen. Wo jetzt das Problem ist, ist mir ehrlicherweise nicht klar. Was hat der Autor (Anm.: gemeint ist WPWR-Autor Martin Weiske) gegen einen „gesellschaftlichen Kultur-Kitt“ wie er es nennt. Soll man nun für oder gegen OB Schulz stimmen?

Facebook is it. Dort nämlich kontert Stefan Ciupka, Ratsmitglied der CDU der Stadt Hagen. Er macht eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Der GMD sei beratungsresistent und illoyal, vergreife sich in Ton und Verhalten, verhalte sich rufschädigend. Und dass, obwohl er in Diensten der Stadt Hagen steht, jedenfalls noch. (…)

In den Kommentaren zur Begründung für Erik O. Schulz als Kandidat taucht dann plötzlich auch der ehemalige (Anm.: Huyeng ist noch genau bis heute für Kultur zuständig) Kulturdezernent von Hagen, Thomas Huyeng, auf und beschwert sich über falsche Daten und Fakten. (…)

Den inkriminierten Facebook-Eintrag von GMD Ludwig sucht man vergebens.

In der WAZ stand auch bereits, wie man sich die zukünftige künstlerische Mitarbeit in Hagen eigentlich vorstellt. Die Überschrift des Artikels täuscht ein bisschen. Statt: „Neuer Intendant wird eingebunden“ muss man sachgerecht lesen „Neuer Intendant muss mitmachen“. (…)

Quelle: Auf dem Sperrsitz. Das Blog der nmz

Sportler werden zur Kasse gebeten

17. März 2016

Die Mehrheiten für einen funktionierenden Haushaltssanierungsplan (HSP) und somit für den Hagener Doppeletat 2016/17 stehen: Die Allianz im Rat aus CDU, Grünen, FDP und Hagen Aktiv hat sich auf ein Paket verständigt, zu dem neben der Einführung von Sportstättennutzungsgebühren auch Verwaltungsumorganisationen und Einschnitte bei der Politik gehören, dafür aber keine weiteren Bäderschließungen oder gar Steuererhöhungen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Kürzungsliste findet sich im verlinkten Beitrag.

Gleicher Lohn für Männer und Frauen – ja bitte!

17. März 2016

Aus Anlass des Equal Pay Day am 19 März – Tag, bis zu dem rein rechnerisch Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt männlicher Beschäftigter zu kommen –  weisen die Grünen Hagen erneut auf die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen hin. Politik und Unternehmen sind aufgefordert, diese Lücke zu schließen.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecherin Christa Stiller-Ludwig:

„Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt nach wie vor gut ein Fünftel weniger als Männer. Das ist auch in Hagen bekannt. In ihrem newsletter Wirtschaftsförderung und Statistik geht die SIHK ausführlich auf das Problem ein, ohne allerdings Gründe oder Lösungsmöglichkeiten zu benennen.

Als Hauptgründe für die insgesamt unterschiedliche Entlohnung führen Statistiker an, dass Frauen eher in schlechter bezahlten Berufen tätig sind, häufiger in Teilzeitjobs arbeiten und im Schnitt nur auf niedrigere Führungsstufen gelangen. Und selbst bei ähnlicher Qualifikation und ähnlicher Tätigkeit verdienen Frauen durchschnittlich sieben Prozent pro Stunde weniger als ihre männlichen Kollegen.

Das darf nicht so bleiben. Wir brauchen ein Gesetz zur Entgeltgleichheit und zu einer echten Quote. Aber auch die Unternehmen selbst können aktiv werden. So beteiligt sich z.B. die Fernuniversität  Hagen seit 2015 an dem Projekt „Gleicher Lohn -Prüfung der Entgeltgleichheit mit eg-check.de“. Diesem Projekt liegt die Annahme zugrunde, dass Entgeltungleichheit in der Regel nicht mit Absicht entsteht. Vielmehr sollen Unternehmen dazu ermutigt werden, die Entgeltsysteme einer Überprüfung zu unterziehen. Wir wünschen uns, dass viele heimische Unternehmen dieser Initiative folgen.“

SPD-Fraktion ringt um ihre Zukunft

17. März 2016

Dem großen Knall in der SPD-Fraktion am Montagabend folgten gestern bis in den späten Abend die politischen Aufräumarbeiten. Zu offiziellen Stellungnahmen gegenüber dieser Zeitung waren angesichts der angespannten und diffusen Lage weder Parteichef Timo Schisanowski noch der angeschlagene Fraktionschef Mark Krippner bereit. Beide Spitzengenossen saßen gestern in mehreren Runden beieinander, um die weiteren Schritte zu erörtern. (…)

Quelle: DerWesten

Hagener Gewerkschaftsfrauen setzten Zeichen

17. März 2016

Der erste internationale Frauentag fand am 9. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Die politische Forderung war das Wahlrecht für Frauen. Mehr als 1 Millionen Frauen gingen damals auf die Straße.

Auch wenn Frauen in vielen Ländern der Welt mittlerweile wählen dürfen, ist die vollständige Gleichstellung noch lange nicht erreicht. Deshalb setzen auch die Gewerkschaftsfrauen auf der ganzen Welt jährlich am 8. März Zeichen für gute und gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer.

In diesem Jahr verteilten die Hagener Gewerkschaften am Internationalen Frauentag einen Rosengruß mit ihren politischen Forderungen nicht nur in Betrieben, sondern auch in Verbindung mit einem gebackenen Frauenzeichen in Flüchtlingseinrichtungen. Hier waren ein Deutschkurs und die Beratungsangebote der Diakonie Mark-Ruhr, die Flüchtlingsunterkunft der Johanniter in Delstern und die kommunalen Unterkünfte in Hohenlimburg und in der Posener Straße die jeweiligen Aktionsorte.

Der Blumengruß, dessen Bedeutung in mehrere Sprachen übersetzt wurde, zauberte bei vielen Frauen ein überraschtes Lächeln hervor, wobei manche erstaunt waren, dass der Internationale Frauentag nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in Deutschland gefeiert wird.

Diese Aktion war wie in jedem Jahr nicht die einzige Aktivität der Gewerkschaftsfrauen. Der DGB Arbeitskreis „erwerbslos + aktiv“ setzte bereits am 4. März ein erstes Zeichen in Form eines Frauenbrunches in „Luthers Waschsalon“.

Ruth Sauerwein informierte für den DGB Frauenausschuss zu Beginn über die oftmals prekäre Beschäftigung von Frauen, nahm aber vorrangig Bezug auf den aktuellen Armutsbericht des paritätischen Wohlfahrtsverbandes und verwies dabei auf die ungleiche Verteilung des Vermögens. Sie stellte dar, dass die Tatsache, dass über 60% des Vermögens im Besitz von 10% der Bevölkerung ist, oftmals in Vergessenheit gerate. Darum werde das Kürzen der Leistungen in den verschuldeten Kommunen häufig als einzige Handlungsoption wahrgenommen.

Vermehrte Zuwanderung erwecke den Eindruck, dass der zu verteilende Teil des Kuchens immer kleiner würde. Die Gewerkschaftsfrau betonte vor ihren interessierten Zuhörerinnen, dass durch Flüchtlinge keinem weniger an Leistungen zur Verfügung gestellt würde, aber die vielen neuen Mitbewohner das strukturelle Defizit am sozialen Wohnungsbau und den bislang praktizierten Abbau des Sozialstaates verstärkt ans Tageslicht bringe.

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Georg Schramm: Wir leben in einem großen Krieg!

17. März 2016

Die Staatsanwaltschaft öffnet die Akte Krippner wieder

16. März 2016

Die Hagener Staatsanwaltschaft nimmt ihre Ermittlungen gegen den amtierenden SPD-Fraktionschef Marc Krippner wieder auf.

Das bestätigte die Behörde auf Anfrage von 107.7 Radio Hagen.

Es geht im Kern darum, ob Krippner überhöhte Abrechnungen über Verdienstausfall eingereicht hat. (…)

Quelle: Radio Hagen

Fährt Hagen Theater und Orchester gegen die Wand?

16. März 2016

DOV: Umgang der Stadt mit städtischer GmbH unangemessen

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) ist sehr besorgt um den Bestand des Theaters und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Hagen. Sowohl erneute Kürzungsforderungen aus der Stadt, als auch der extrem rüde Umgangston gegenüber Theaterleitung und Beschäftigten erscheinen unangemessen.

„Als Bundesverband haben wir den Überblick über die Lage aller öffentlich geförderten Theater und Orchester in Deutschland“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Aber nirgendwo ist die Lage im Moment so verfahren wie in Hagen. Schon die Gründung der Theater- und Orchester GmbH im Jahr 2014 war mit massiven Zuschusseinschränkungen verbunden. Doch anstatt die gewonnene Flexibilität als städtische GmbH ausnutzen zu können, will die Stadt als Gesellschafterin nun weitere massive Kürzungen im nicht-öffentlichen Teil von Stadtratssitzungen durchsetzen.“

Mertens weiter: „Viele Kommunen in Deutschland, die für ein Stadttheater verantwortlich sind, haben Haushaltsprobleme; nur wenige gehen damit derart unsensibel um. Bereits seit 2002 sind im Hagener Theater und Orchester Stellen abgebaut und Kürzungen umgesetzt worden. Hier gibt es aber eine natürliche Grenze des Machbaren. Ansonsten läuft die GmbH sehenden Auges in den Konkurs und alle Beschäftigten fallen aufgrund des abgeschlossenen Personalüberleitungsvertrages auf die Stadt zurück. Mit einem fortgesetzten Konfrontationskurs der Stadtspitze gegen ihre städtische GmbH ist keinem gedient.“

Mertens abschließend: „Die Kommunikationskultur in Hagen scheint nicht nur zwischen Stadtspitze und Theater GmbH gestört zu sein. Auch die Dialogangebote der DOV, des Deutschen Bühnenvereins und anderer Verbände hat Oberbürgermeister Erik O. Schulz bislang unbeantwortet gelassen. Es bleibt zu hoffen, dass man sich darauf besinnt, dass die bestehenden gravierenden Probleme nur im fairen Dialog zwischen den Beteiligten gelöst werden können.“

Hagen würde sich abkoppeln

16. März 2016

Verwaltung warnt vor einer Demontage der Musikschule

„Die Musikschule in ihrer heutigen Form, die sich an die gesamte Stadtgesellschaft wendet und intergenerativ arbeitet, wäre bei einer Umwandlung in eine Jugendmusikschule nicht mehr existent.“ So lautet das Resümee einer ersten Stellungnahme der Verwaltung zu neuen Kürzungsplänen im Kultur- und Bildungsbereich.

Es war eine dieser Ideen aus den Reihen der CDU, von denen man nie so richtig weiß, ob sie wohl kalkuliert ins Spiel gebracht werden oder eher einer konzeptionslosen Laune des Augenblicks geschuldet sind.

Auf Initiative ausgerechnet jener Partei, die sich lange Jahre gerne als Honoratiorenclub mit einer starken Affinität zur Kultur präsentierte, gebar der Kultur- und Weiterbildungsausschuss (KWA) am 24.02.2016 die Idee, Teile der Musikschule abzuwickeln.

Die Verwaltung wurde beauftragt, ein neues Konzept einer reinen Jugendmusikschule einschließlich Raum- und Finanzkonzept zu entwickeln. Angepeilt wurde neben der Schließung des Erwachsenenbereichs auch die Aufgabe des bisherigen Standorts an der Dödterstraße.

In der heutigen Sitzung des KWA legt die Verwaltung eine Stellungnahme vor, die zunächst einmal feststellt, dass in der Kürze der Zeit – seit der letzten KWA-Sitzung sind gerade einmal drei Wochen vergangen – kein inhaltliches Konzept entwickelt werden konnte.

Verwiesen wird auch darauf, dass  u. a. ein Beschluss des Präsidiums des Deutschen Städtetages den „Musikunterricht auch für Erwachsene,  insbesondere auch für Senioren“ als Teil der „Angebotsstruktur der öffentlichen Musikschulen“  empfiehlt, und daher sowohl die Empfehlungen des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) als auch die Leitbilder aller umliegenden Musikschulen von einer Musikschule ausgehen, die sich an alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Alter wendet.

Aus Sicht der Verwaltung ergäbe sich bei einer Umsetzung der CDU-Ideen daher folgende Situation:

Die Musikschule in ihrer heutigen Form, die sich an die gesamte Stadtgesellschaft wendet und intergenerativ arbeitet, wäre bei einer Umwandlung in eine Jugendmusikschule nicht mehr existent. Im Folgenden werden die konkreten inhaltlichen Konsequenzen nur kurz benannt.

Da die meisten Ensembles mit Teilnehmenden über und unter 18 intergenerativ besetzt sind, würden sie bei einem Ausschluss der Erwachsenen nicht mehr spielfähig sein. Dies gilt auch für das Orchester, die Bigband und die integrative Band „Together“, die mit ihren Auftritten ein Publikum erreichen, welches weit über die Musikschule hinausgeht.

In der Sonderpädagogik ist die Max-Reger-Musikschule beispielhaft weit über die Grenzen Hagens hinaus. In der Sonderpädagogik werden 38 Menschen unter 18 und 64 über 18 unterrichtet. Mit dem Verzicht auf Unterricht für Erwachsene würde diesen Menschen mit der musikalischen Betätigung nicht nur ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens genommen, sondern auch die Möglichkeiten des Unterrichts für die jungen Schülerinnen und Schüler stark beschnitten.

Wenn Menschen über 18 von der musikalischen Bildung an der städtischen Musikschule ausgeschlossen werden, führt dies unweigerlich zu Brüchen in ihrer musikalischen Entwicklung und entzieht unserer Stadtgesellschaft den musikalisch gebildeten Nachwuchs.

Voll auf Kürzungskurs

16. März 2016

Hagen Aktiv stimmt Haushaltssicherungspaket zu

Die Wählergruppe Hagen Aktiv hat die letzten verbliebenen Bremsen gelöst und ist zu 99,99 Prozent auf den Kürzungskurs der selbsternannten „Koalition der Vernunft“ eingeschwenkt. Damit wäre eine knappe Mehrheit für das Paket bei der Abstimmung am Donnerstag im Hagener Rat möglich.

Spannend wird noch sein, wie sich die offen ausgebrochenen Auseinandersetzungen um Mark Krippner und seine „Nebenfrau Nesrin Öcal“ (so Martin Weiske in der WPWR) innerhalb der SPD-Fraktion auf das Stimmverhalten der Genossen auswirken werden.

Bei Hagen Aktiv ist man jedenfalls mit sich im Reinen und verweist zur Beruhigung des Wahlvolks (und des eigenen Gewissens) darauf, dass Kürzungen „niemandem Spaß“ machen sowie auf einige Pünktchen, die man „heraus verhandeln“ konnte.

Die Erklärung der Wählervereinigung dazu im Wortlaut:

„Erstmals, seit Hagen Aktiv im Rat der Stadt vertreten ist, werden wir dem Haushaltssicherungspaket unterm Strich zustimmen“, griff der Fraktionsvorsitzende von Hagen Aktiv, Dr. Josef Bücker, der Abstimmung seiner Fraktion am Donnerstag im Rat vor. „Seit der Winterpause haben wir in vielen Sitzungen Gemeinsamkeiten mit den Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP ausgelotet und schließlich einen gemeinsamen Nenner gefunden.“

Hagen Aktiv habe einige Vorschläge der Verwaltung aus dem Paket heraus verhandeln können. Kürzungen im sozialen Bereich, etwa bei den Zuschüssen für Seniorenbegegnungsstätten und Schwangerschaftskonfliktberatung, oder bei der Verbraucherzentrale, seien mit ihnen nicht umsetzbar gewesen, so Dr. Bücker weiter. „Auch der geplanten Geschwisterkind-Regelung, hier der Erhöhung um 50%, hätten wir die Zustimmung verweigert. In dem jetzt vorliegenden Paket taucht sie nicht mehr auf.“

Zum Ausgleich für den Wegfall dieser HSP-Maßnahmen habe Hagen Aktiv auch eigene Vorschläge eingebracht. So tragen die Empfehlungen, Bußgelder für Umweltverschmutzung („Müllsünden“) drastisch zu erhöhen und deren Eintreibung zu verbessern sowie die Ausweitung von Bedarfskontrollen SGB II / KdU den Stempel von Hagen Aktiv.

„Kürzungen machen niemandem Spaß, aber auf dem Weg raus aus der Neuverschuldung, hin zu einem ausgeglichenen Haushalt, hat auch Hagen Aktiv die ein oder andere Kröte schlucken müssen, zum Beispiel die Sportstättenumlage,“ führte Dr. Bücker weiter aus. „Auch die Verkleinerung des Rates stellt für uns eigentlich eine unzulässige Beschneidung der Demokratie dar.“

2001: Odyssee im Weltraum

16. März 2016

Vortrag und Film in der Stadtbücherei

Am Freitag, 18. März, lädt die Stadtbücherei auf der Springe ab 19 Uhr zu einem Vortrag über den Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Der Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1968 von Regisseur Stanley Kubrick basiert auf der Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur C. Clarke.

Kubrick und Clarke arbeiteten zusammen, es entstand Clarkes Roman „2001: Odyssee im Weltraum“, und gemeinsam entwickelten sie das Drehbuch für den Film. Bibliothekar Andreas Ringenberg beschreibt in seinem Vortrag den Weg von der Idee bis zum Film, gibt Hintergrundinformationen zu Musik und zum Making-of und beleuchtet die technischen Herausforderungen, vor denen die Filmcrew stand.

Im Anschluss an diesen halbstündigen Vortrag zeigt die Stadtbücherei die 143 Minuten dieses epochalen Filmwerkes. Der Eintritt an diesem Abend ist frei.

René Röspel lädt Jugendliche nach Berlin ein

16. März 2016

Nicht nur zuschauen, wie ein Gesetz entsteht, sondern selbst daran mitwirken können 312 Jugendliche bei einem groß angelegten Planspiel vom 4. bis 7. Juni (Samstag bis Dienstag) im Deutschen Bundestag. Der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel kann dazu einen jungen Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren einladen. Interessierte sollten sich umgehend per E-Mail bewerben.

Zwar handelt es sich „nur“ um das „Planspiel Jugend und Parlament“, aber das wird sehr realitätsnah an den Originalschauplätzen – Plenarsaal, Fraktions- und Ausschusssäle – im Reichstagsgebäude durchgeführt. Zunächst werden die Teilnehmenden in fünf fiktive Fraktionen aufgeteilt. Mit neuem Namen, neuer Biographie und neuer politischer Gesinnung ausgestattet bringen sie dann vier fiktive Gesetzesentwürfe durch das Gesetzgebungsverfahren.

Natürlich haben die Jugendlichen auch Gelegenheit, Berlin bei einer Stadtrundfahrt und auf eigene Faust kennen zu lernen. Ein Besuch im Bundestagsbüro von René Röspel ist ebenso vorgesehen wie ein Gespräch mit dem Abgeordneten.

Die Kosten der Anreise, Unterkunft und Verpflegung übernimmt der Deutsche Bundestag.

Interessierte Schülerinnen, Schüler oder Berufstätige zwischen 16 und 20 Jahren aus Hagen oder dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis können sich per E-Mail an rene.roespel@wk.bundestag.de bewerben. Wichtig ist, dass neben Name, Anschrift, Alter und Schule/Arbeitgeber auch eine kurze Begründung geschrieben wird, warum sich der Abgeordnete für sie oder ihn entscheiden soll.

Einsendeschluss ist Freitag, der 8. April.

Totgesagte Schulen leben länger

16. März 2016

Sowohl die Hauptschule Boelerheide als auch die Realschule Haspe erreichten beim Anmeldeverfahren für das kommende Schuljahr die notwendige Schülerzahl. (…)

Quelle: DerWesten

„Lennebad wird zum Sommer 2017 geschlossen“

16. März 2016

Kämmerer Christoph Gerbersmann möchte das Richard-Römer-Lennebad zum Sommer 2017 schließen. Das teilte er gestern in einer Rundmail an Oberbürgermeister Erik O. Schulz und an die Hagener Fraktionen mit. (…)

Quelle: DerWesten

SPD: Haspe vs. Hohenlimburg?

15. März 2016

Nach Angaben von Radio Hagen wollte „eine Gruppe mit Kern in der Hasper SPD“, dass sich Mark Krippner einer Vertrauensfrage in der Fraktion stellt. Krippner ist u.a. auch Vorsitzender der Hohenlimburger SPD.

Die „Revolution in der SPD-Fraktion“ ist gestern nur aus formalen Gründen knapp gescheitert. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, dass die SPD ihren Fraktionschef Mark Krippner feuere, oder er zurückträte, so der Sender weiter.

SPD-Chef Krippner steht vor Vertrauensfrage

15. März 2016

Mark Krippner steht als Chef der SPD-Ratsfraktion auf der Kippe. Der 41-Jährige entging gestern Abend nur aus formalen Gründen seiner Amtsenthebung, weil es die übermächtige Oppositionsgruppe innerhalb der SPD-Fraktion versäumt hatte, das Stellen der Vertrauensfrage 14 Tage vorher anzumelden. Dies hätten die Fraktionsstatuten so vorgesehen. Der Schritt soll jetzt nach der Osterpause in der nächsten Fraktionssitzung Anfang April nachgeholt werden. (…)

Quelle: DerWesten

Kino-Tipp: Deutschboden

15. März 2016

Donnerstag, 17.03.2016 um 19:00 Uhr
Kino Babylon, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen

D 2014, Regie: André Schäfer, nach einem Buch von Moritz von Uslar, 93 Min.

Regisseur André Schäfer hat, wie viele Menschen in Deutschland, ein vorgefertigtes Bild von den jungen Männern aus den neuen Bundesländern – und will es mit der Realität abgleichen.

Er schickt Moritz von Uslar, Autor des dem Film zugrundliegenden Buches, in ein kleines Örtchen in der Brandenburgischen Provinz, wo er nach vermeintlich alltäglichen Phänomenen wie Massenarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Alkoholismus und Rechtsradikalismus sucht.

Zum Teil bestätigt sich sein Bild bei Begegnungen mit Bewohnern, aber ebenso lernt er andere Seiten des ostdeutschen Alltags kennen: Grillfeste, Pils am Tresen, den Geschmack von Mettbrötchen und ehrlichen Humor.

Klarsichtkino in Kooperation mit der IG Metall.

Licht aus – wenigstens ein bißchen

15. März 2016

Stadt Hagen nimmt wieder an der „Earth Hour“ teil

„Licht aus“ heißt es wieder am Samstag, 19. März, von 20.30 und 21.30 Uhr, wenn zum zehnten Mal weltweit die „WWF Earth Hour“ stattfindet. Wie viele andere Städte schaltet auch die Stadt Hagen für eine Stunde die Beleuchtung (einiger) bekannter Gebäude und Wahrzeichen ab, um mit dieser „Licht-aus-Aktion“ ein Zeichen gegen die globale Erwärmung zu setzen und das Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken.

Die Earth Hour im Vorjahr stellte in Deutschland einen absoluten Rekord auf: 227 Städte machten mit, ein Drittel mehr als im Vorjahr, und auch weltweit war die Beteiligung enorm. Um 20.30 Uhr gingen am 28. März die Lichter aus – von Samoa bis Tahiti, von den Pyramiden in Gizeh bis zum Brandenburger Tor in Berlin. Die Stadt Hagen hatte erstmalig an dieser Klimaschutz-Kampagne teilgenommen. Mit Beschluss des Rates möchte die Stadt Hagen auch diesmal dabei sein, um so ihr Engagement für Klima und Umwelt zu zeigen.

Eine Stunde das Licht zu löschen, ist für den Einzelnen keine große Herausforderung. Wenn es aber weltweit Millionen von Menschen tun, wird es zu einem kraftvollen Zeichen gegen den Klimawandel. Die Stadt Hagen ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, sich an dieser Klimaschutzaktion zu beteiligen. Für Rückfragen steht Silke Scheibe vom Umweltamt der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-2119 und E-Mail silke.scheibe@stadt-hagen.de gern zur Verfügung.

Die erste Earth Hour entstand aus einer Umweltschutzkampagne des WWF Australiens, die das Ziel hatte, die CO2-Emissionen in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb von zwölf Monaten um 5 Prozent zu reduzieren. Die Earth Hour ist somit eine klare Botschaft zum Schutz unserer Erde.

Keine Pflichtverletzungen des Vorstandes

14. März 2016

Externe haben bei Enervie in die Vergangenheit geblickt. Demnach haben äußere Faktoren die Krise ausgelöst. Dem Vorstand sind keine Pflichtverletzungen vorzuwerfen. (…)

„Über Details und Ergebnisse werde ich zunächst die Politik informieren“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende OB Erik O. Schulz gestern im Gespräch mit dieser Zeitung und hob hervor, dass es sich um eine gründliche und sehr sorgfältige Untersuchung gehandelt habe, deren Details jedoch intern bleiben müssten. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Das obligatorische Hagener Gemauschel. Martin Weiske bringt die Dinge in seinem Kommentar bestens auf den Punkt (Achtung: Die Überschrift ist natürlich ironisch gemeint):

Ein schicksalhafter Prozess

Wer die Musik bestellt, bestimmt eben auch, was gespielt wird. Eine schnöde Krämer-Weisheit, die auch die Wirtschaftslenker am Platz der Impulse inspirierte, als es um die Frage ging, wem man denn nun die Aufarbeitung der schwersten Unternehmenskrise der Enervie-Geschichte an die Hand geben wolle und wer letztlich Verantwortlichkeiten benennen solle. (…)

Weder der Vorstand, noch der ebenfalls in Verantwortung stehende Aufsichtsrat, noch der Oberbürgermeister als Vorsitzender des Aufsichtsrates haben irgendein Interesse daran, dass eigenes Fehlverhalten, mangelhaftes Krisenmanagement oder gar gravierende Versäumnisse entschleiert und ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden. Vor diesem Hintergrund darf es niemanden überraschen, dass das PwC-Ergebnis so ausfällt wie jetzt kommuniziert und sich alle irgendwie zufrieden zeigen. (…)

Quelle: DerWesten

Asyl ist Menschenrecht!

14. März 2016

Ausstellung und Diskussion in der Villa Post

Am Mittwoch, 16. März, ab 19 Uhr sind alle Interessierten in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, eingeladen, die sich mit den nachstehenden Fragen beschäftigen:

Warum fliehen Menschen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten, welche Hindernisse überwinden? Was unternehmen die Staaten Europas, um den humanitären und politischen Anforderungen gerecht zu werden? Wie steht es um die Bereitschaft, Menschen aufzunehmen und ihnen eine Lebensperspektive zu geben?

Die Ausstellung versucht Antworten zu geben und Birgit Naujoks vom Flüchtlingsrat NRW wird zur Eröffnung über Fluchtursachen und Fluchtwege informieren, über die aktuelle Situation in NRW berichten und gemeinsam über Handlungsoptionen diskutieren.

Die Ausstellung endet am 21. April mit einem Vortrag von Regina Wamper zum Thema, wie sich in den Medien die Willkommenskultur zur Notstandsstimmung gewandelt hat. Der Eintritt zu diesen gemeinsamen Veranstaltungen von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Neu ab Anfang Juni: 10er Ticket Kurzstrecke

14. März 2016

Kurzstrecke im VRR: Kauf über App und Internet möglich

Am vergangenen Donnerstag hat der Verwaltungsrat im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die Entscheidung getroffen, ab dem 1. Juni 2016 ein 10erTicket Kurzstrecke für 13,60 Euro anzubieten.

Das 10erTicket ist gegenüber dem Kurzstrecken-EinzelTicket 15 Prozent günstiger. So kostet eine Kurzstreckenfahrt mit dem 10erTicket nur noch 1,36 Euro gegenüber 1,60 Euro mit dem EinzelTicket.

Mit seiner Einführung Anfang Juni dieses Jahres werden auch die Auskunft und der Verkauf des Tickets über die elektronischen Vertriebswege möglich. Das Ticket kann dann über die VRR-App und die Apps der Verkehrsunternehmen sowie die Ticketshops erworben werden.

Film-Tipp: Eins, zwei, drei

13. März 2016

Für alle, die nach dem Krimi der Landtagswahlen noch etwas intelligente Entspannung suchen:

Spielfilm, USA 1961
Sonntag, 13. Mrz. 2016, 22:00 Uhr, 3sat

Mit: James Cagney, Horst Buchholz, Hanns Lothar, Liselotte Pulver, Ralf Wolter u.a., Regie: Billy Wilder

C. R. MacNamara träumt im Kalten Krieg davon, Europa-Direktor von Coca-Cola zu werden. Dafür will er den Absatzmarkt seiner Firma von Berlin aus über den Eisernen Vorhang hinweg ausdehnen.

Als Billy Wilder „Eins, zwei, drei“ 1961 in Berlin drehte, wurde er vom Bau der Mauer überrascht. Angesichts der damaligen politischen Großwetterlage fand der subversive Witz der rasanten Komödie wenig Anklang. Heute zählt sie zum Kanon der großen Screwball Comedys.

Strategisch beraten wird der so ehrgeizige wie sympathische C. R. MacNamara von dem deutschen Herrn Schlemmer, der seinen devoten Gehorsam offensichtlich aus vergangenen Zeiten hinübergerettet hat. Um sich bei Konzernchef Hazeltine beliebt zu machen, nimmt MacNamara dessen verwöhnte Tochter Scarlett bei sich auf. Sie schafft es, allnächtlich durch das noch offene Brandenburger Tor in den Ost-Sektor durchzubrennen, wo sie sich in den überzeugten Jungkommunisten Otto Ludwig Piffl verliebt hat. Als MacNamara davon erfährt, ist es schon zu spät: Die beiden haben geheiratet und wollen sich nach Moskau absetzen. Er muss nun innerhalb 24 Stunden aus dem roten Jüngling einen Musterkapitalisten machen, um ihn dem anreisenden Konzernchef präsentieren zu können.

Neben James Cagney als unwiderstehlich pragmatisch denkender US-Karrierist, besetzte Wilder die deutschen Rollen mit gut aufgelegten Stars wie Lieselotte Pulver, Horst Buchholz und Hanns Lothar. Bei der Wiederaufführung des Films Mitte der 1980er Jahre amüsierte sich das Publikum über die respektlose Geschichte, in der Wilder so manche „Heilige Kuh“ schlachtete.

Quelle: 3sat

„Die Katastrophe ist noch da“

13. März 2016

Fünf Jahre nach Fukushima

von Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins Hagener Friedenszeichen und Mitglied der Energiewende Hagen

Wie ein Schock doch die Menschen beeinflusst! Die Bilder vor 5 Jahren! Explodierende Atomreaktoren, verstörte Menschen, Umsiedlung von 200.000 Menschen, Politiker und Betreiber des Atomkraftwerkes völlig überfordert, Feuerwehrleute, die zwangsweise für Stunden in das Inferno mussten.

Hunderttausende auf den Straßen gegen die Nutzung der Atomenergie weltweit. Und heute? Da war doch was in Fukushima? Vergangenheit.

Wir irren! Die Katastrophe war nicht nur vor 5 Jahren, sie ist heute noch da und sie wird noch im 22. Jahrhundert da sein. 80 bis 120 Tausend zusätzliche Krebsfälle sind ziemlich sicher, die Erbschäden werden über Generationen gehen, große Gebiete werden dauerhaft unbewohnbar sein.

Aber für die Gefahren, die von der Radioaktivität ausgehen, haben wir keine Antennen: wir sind ihnen schutzlos ausgesetzt, schlimmer als ein Blinder, der wenigstens hören und fühlen kann. Nur mit dem Verstand und unserer Erfahrung können wir der Gefahr der Atomenergie begegnen. Und die Erfahrungen sind furchtbar! Ihre Namen sind Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl.

Aus den Augen aus dem Sinn. Diesen Spruch kennen die Kernenergiebetreiber nur zu gut. Wo keiner etwas sieht, kann man gut beruhigen. Wer steigt heute in ein Flugzeug, auf den steht: Lebensdauer nach Herstellerangaben 1996? Keiner!

Atommeiler, längst marode und 10 oder 20 Jahre über ihre Lebensdauer in Belgien, Frankreich der Schweiz, sind weiter am Netz. Schlecht geschützte Castorhallen stehen überall in Deutschland mit hochradioaktivem Müll.

Während wir zu Recht im Garten kein Osterfeuer machen dürfen, dessen Rauch den Nachbarn schädigen könnte, haben wir angeblich keine Möglichkeit, unseren Nachbarn in Belgien, Frankreich und der Schweiz zu untersagen, ihre Schrottmeiler weiterzubetreiben. Selbst Information über den Zustand der Meiler wird nur im geringen Maße gewährt und das bisher mündlich !

Die Opfer von Fukushima und alle Opfer der von Menschen entfesselten Atomenergie verpflichten uns, unser Wissen verpflichtet uns. Wir müssen weiter alle Menschen unterstützen, die mit Fachwissen und Verantwortungsgefühl  gegen die Nutzung der Kernenergie  kämpfen.

Also:

mehr Tempo beim deutschen Atomausstieg
Keine neuen Atommeiler weltweit
Abbau der Altmeiler in Europa und weltweit
Ächtung der militärischen Nutzung der Atomenergie

Abstimmen! Abstimmen!

12. März 2016

von Christoph Rösner

Ich hab´s doch immer gesagt:

Unsere Hagener Verantwortlichen sind höchst preisverdächtig.

Und in diesem Fall ist es unser aller geschätzter Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Was ist passiert? Ein Preis? Für unseren Erik O.?

Ja, welcher denn? Wann denn? Und vor allem: Wofür denn?

Die Goldene Ganane?, die silberne Sitrone oder doch die kupferne Kokosnuss?

Nichts von alledem. Bleibt bitte alle ganz ruhig, denn vorerst ist Erik O. nur nominiert. Für den Musik-Gordi … hä?! Wofür?

Hier ein Auszug aus der Website http://www.musik-gordi.de:

„Der „Musik-Gordi – der gordische Knoten des Musiklebens“, wurde von dem Magazin Musikforum gemeinsam mit der „neuen musikzeitung“ ins Leben gerufen und wird seit 2013 im Rahmen der Internationalen Musikmesse Frankfurt am Main verliehen. Der „Musik-Gordi“ steht nicht in einer Reihe mit anderen so genannten Negativpreisen, sondern ist als Aufforderung zum Handeln zu verstehen, den gordischen Knoten zu durchschlagen und sich der Verantwortung gegenüber der Kultur und den Kulturschaffenden zu stellen.

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Gericht entscheidet: Kämmerer muss auf 55.000 Euro Vertragsstrafe verzichten

12. März 2016

Der Schlachthof beschäftigte das Oberlandesgericht. Es ging um einen offenen Betrag aus einer Vertragsstrafe. Hier muss der Kämmerer auf 55.000 Euro verzichten. (…)

Bereits vor dieser höchstrichterlichen Entscheidung hatte die IVB versucht, vom Kaufvertrag mit der Stadt zurückzutreten. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Stadt hätte demnach die einmalige Gelegenheit gehabt, aus dem unseligen Vertrag auszusteigen. Aber: wieder verschnarcht.

Zum Hintergrund u.a.:

Schlachthof in Händen eines Profi-Blenders

Kassenbestand: 29,67 Euro

Freifunk für Hagen

12. März 2016

GRÜNE Initiative angenommen

Der Rat der Stadt Hagen hat in seiner letzten Sitzung einen Antrag der GRÜNEN einstimmig verabschiedet, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, in Hagen ein offenes und kostenloses WLAN mittels Freifunk zu unterstützen. DIE GRÜNEN selbst wollen als Beispiel voran gehen und haben ihre Geschäftsstelle mit Freifunk ausgestattet.

Zu der Initiative erklärt KV Sprecher Frank Steinwender:

„Digitale Teilhabe ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit. Wir GRÜNE sehen uns deshalb als Teil der Freifunk-Bewegung. Um mehr Menschen den Zugang zum Internet zu ermöglichen, ist Freifunk als ein freies und offenes Bürgernetz die ideale Lösung. Der freie Zugang zum Internet hilft zum Beispiel, die richtigen Anschlüsse im Nahverkehr oder  Hagener Dienstleister und Geschäfte zu finden. Flüchtlingen bietet er Kontakt zu Integrationshilfen und zu Angehörigen.“

Ratsmitglied Rainer Preuß ergänzt:

„Konkret wollen wir in Hagen:

  • die Chance nutzen, in einer Nothaushaltskommune den Bürger*innen einen Service zu bieten, der keine Zusatzkosten im städtischen Haushalt verursacht
  • das Engagement der Freifunkerinnen und Freifunker unterstützen und in kommunalen Einrichtungen selbst Freifunk anbieten,
  • kommunale Gebäude für die Aufstellung von Freifunk-Routern bereitstellen, die Bürgerinnen und Bürger über die Teilnahme am Freifunk und die Nutzung offener Netze informieren.

Bei der Entwicklung eines Konzepts soll die Verwaltung Freifunkerinnen und Freifunker aktiv einbeziehen.

Wir wollen außerdem Fördermittel des Landes NRW für Freifunkerinnen und Freifunker in Hagen zugänglich machen. Der Landtag hat bereits im Juni 2015 der Freifunk-Bewegung seine politische Unterstützung ausgesprochen und die Landesregierung aufgefordert, landeseigene Liegenschaften für die Aufstellung von Freifunk-Routern zu öffnen. Die Rot-Grüne Landesregierung stellt bis 2018 über eine Million Euro zur Förderung lokaler WLAN-Initiativen zur Verfügung.“

Gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rassismus

11. März 2016

Evangelische Kirchenvertreter und Kommunalrat der Metropole Ruhr unterzeichnen Erklärung zur Flüchtlingskrise

Bund und Land müssen die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise mehr unterstützen. Das fordern evangelische Kirchenvertreter sowie die 15 Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets. Sie unterzeichneten am 8. März 2016 im Rahmen einer gemeinsamen Tagung der Ruhrsuperintendenten-Konferenz und des Kommunalrats in Essen eine entsprechende Erklärung.

„Die Kommunen, die erhebliche Leistungen bei der Unterbringung der Schutz suchenden Menschen erbringen, müssen den Herausforderungen angemessen begegnen können“, heißt es in der Erklärung. Es sei „ein Gebot der Humanität und der christlichen Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen und unsere Gesellschaft gemeinsam mit ihnen weiter zu entwickeln“. Dafür müssten Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht werden und Zugang zum Arbeitsmarkt und zu den sozialen Diensten erhalten. Auch müssten die Asylverfahren fair, schneller und konsequenter durchgeführt werden.

Ausdrücklich danken die Kirchen- und Kommunalvertreter den Menschen für ihren Einsatz bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. Mit großer Entschiedenheit verurteilt die Erklärung Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rassismus.

Die Runde der Oberbürgermeister und Landräte hat als Kommunalrat Ende 2015 im Regionalverband Ruhr (RVR) seine Arbeit aufgenommen und wirkt bei regionalen Entscheidungsprozessen mit.

Jiddische Lieder und Anekdoten

11. März 2016

Mit dem Klezmerensemble Lewone

pressefoto_LewoneDas Klezmerensemble präsentiert einen abwechslungsreichen Abend, der vom kleinen und großen Glück erzählt. Foto: Stadt Hagen

Ein Tanz mit dem Liebsten, ein Sonnenstrahl, ein Gläschen Wein – jiddische Lieder singen oft von Lebensfreude mitten im Alltag. Sie sind eine Kostprobe für die großen Visionen der Menschheit: Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit für alle Welt.

Wenn das Klezmerensemble Lewone am Samstag, 12. März, um 18 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, einlädt, erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreicher Abend, der vom kleinen und großen Glück erzählt. Mit rhythmischen Tänzen, Geschichten zum Schmunzeln und einer Prise Melancholie.

Es spielen Michael Weigelt-Liesenfeld (Gesang und Gitarre), Dilan Neumann (Gesang, Percussion), Beate Jürgens (Gesang, Akkordeon), Michael Ganter (Klarinette), Jonas Liesenfeld, Werner Pütz und Elke Rudloff (Violinen, Moderation), Norbert Schilke (Kontrabass) und Christiane Voth (Harfe).

Der Eintritt beträgt an der Abendkasse 10 € und im Vorverkauf bei der VHS Hagen unter Telefon 02331/207-3622 sowie für Schüler und Studenten 8 €.

Kohle von der Spielbank

11. März 2016

Stiftung Wohlfahrtspflege bewilligt 700.000 Euro für das stationäre Hospiz

Wie die beiden Hagener SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer mitteilen, hat der Stiftungsrat der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW in seiner Sitzung am 8. März 2016 700.000 Euro für das stationäre Hospiz in Hagen bewilligt.

„Das ist eine gute Nachricht für Hagen und eine gute Nachricht für ein Projekt, welches wir schon lange unterstützen und begleiten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei den Verantwortlichen des ‚Fördervereins für ein stationäres Hospiz in Hagen‘ zu bedanken, ohne deren engagierte und vorbildliche Arbeit die Realisierung des Projekts so nicht möglich wäre.“

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW wurde 1974 vom Land NRW ins Leben gerufen und engagiert sich für die unmittelbare und nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen, alter Menschen sowie benachteiligter Kinder.

In der Stiftungslandschaft in Deutschland ist die Stiftung einmalig: Finanziert aus nordrhein-westfälischen Spielbanken-Gewinnen, ermöglicht die Stiftung die Realisierung von Projekten der Freien Wohlfahrtspflege. Bislang hat sie rund 5.000 Vorhaben mit einer Gesamtfördersumme von rund 700 Millionen Euro unterstützt.

Nationalismus keine Alternative

10. März 2016

Besorgte Hagener errichten Mahnmale vor AfDler-Heimen

afd-mahnmalFoto: Privat

Als Zeichen des Unmuts über die Ressentiment-geschwängerten Positionen der Partei AfD in öffentlichen Diskursen haben besorgte Hagener Bürger denen ein Stück der Mauer zurückgegeben, die sie um Europa fordern.

In der Nacht von Sonntag auf Montag errichteten sie zwei Mauerstücke vor den Unterkünften des Hagener AfD-Fraktionsführers Michael Eiche und seiner Stellvertreterin Lisa Radke.

Die besorgten Bürger wiesen darauf hin, dass es durchaus Alternativen „zur schlechten Realität des europäischen Kapitalismus und der autoritären EU-Politik“ gäbe, die nicht auf Ausgrenzung, Nationalismus, Rassismus und Sexismus bauen.

Die besorgten Hagener betonten dabei ausdrücklich, dass die AfD eben keine Alternative sei.

Making-of zum Mahnmal (Video)

Kino-Tipp: Der Kuaför aus der Keupstraße

10. März 2016

Dokumentarische Rekonstruktion des Nagelbomben-Anschlags in Köln 2004

Sa., 12.03.2016, 17:30 Uhr – So., 13.03.2016, 17:45 Uhr
Di., 15.03.2016, 17:45 Uhr – Mi., 16.03.2016, 15:45 Uhr

Kino Babylon, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen

Deutschland 2015, Regie: Andreas Maus, Doku, 110 Min.

Die Doku erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Friseursalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Der Film konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Anhand der Verhörprotokolle werden die Ermittlungsarbeiten rekonstruiert, und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.

Auf eindrückliche Weise zeigt Der Kuaför aus der Keupstraße wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.

So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

Grüne Hagen: Jetzt bewerben für den Jugendlandtag

10. März 2016

Bis zum 4.4. können sich Jugendliche aus Hagen bei dem GRÜNEN- Abgeordneten Herbert Goldmann für den diesjährigen Jugendlandtag im Juni bewerben. Jugendliche aus ganz NRW im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren können dann im Parlament drei Tage lang die Abgeordneten „vertreten“.

Dazu erklärt die GRÜNE Kreisverbandssprecherin Christa Stiller-Ludwig:

„Gerade wir GRÜNE setzen auf die Beteiligung von Jugendlichen an Entscheidungen, die sie betreffen. Wir brauchen mehr junge Menschen, die sich für die Politik in unserem Land interessieren, die Bescheid wissen und sich einsetzen. Dazu ist der Jugendlandtag eine hervorragende Maßnahme. Jugendliche können dort für drei Tage in die Rolle der echten Abgeordneten schlüpfen. Jede*r Abgeordnete kann einen jungen Menschen aus seiner Heimatregion dazu einladen.

Auch der diesjährige Jugendlandtag  vom 23. – 25. Juni wird sich mit aktuellen Themen beschäftigen. Diese können die Teilnehmer*innen aus zehn Vorschlägen auswählen. Die Beschlüsse der „Jugend-Landtagsabgeordneten“ werden den Abgeordneten des realen Parlaments anschließend zur Beratung übergeben.“

Ausreichend für die Bewerbung über Herbert Goldmann MdL ist eine E-Mail an  herbert.goldmann@landtag.nrw.de mit Adresse und Altersangabe sowie eine Erläuterung, warum man beim Jugend-Landtag mitmachen möchte.

Weitere Informationen zum Jugend-Landtag sind erhältlich beim Sachbereich „Jugend und Parlament“ des Landtags NRW, Dorothea Dietsch, Telefon: 0211/884- 2450, Mail: dietsch@landtag.nrw.de. Impressionen und Berichte von den bisherigen Jugend-Landtagen finden sich auf der Internetseite www.jugend-landtag.de in der Rubrik „Jugend-Landtag“.

Nach Krawall wegen AfD keine Parteipolitik mehr in Hagener Schulen

9. März 2016

Hagens Oberbürgermeister lässt derzeit einen Beschluss vorbereiten, der politischen Parteien die Nutzung von Schulen grundsätzlich untersagen soll. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Eine grob verzerrende Darstellung des WPWR-Schreibers Hubertus Heuel. Der fabuliert in der Überschrift von angeblichen „Krawallen“, muss aber im Kleingedruckten des Artikels einräumen, dass die „etwa 100 Demonstranten“ sich „nicht zu Übergriffen hinreißen ließen“.

Heuel versucht mit der reißerischen Headline den Eindruck zu erzeugen, die von ihm selbst herbeiphantasierten „Krawalle“ seien ursächlich für die Diskussion im politischen Raum, Schulen grundsätzlich nicht mehr für Veranstaltungen politischer Parteien zur Verfügung zu stellen.

Alle bisher öffentlich gewordenen Stellungnahmen aus der Zivilgesellschaft und den demokratischen Parteien in dieser Angelegenheit zielen aber darauf hin, den Missbrauch von Schulen für die Propaganda der fremdenfeindlichen und immer weiter nach rechts außen driftenden AfD zu verhindern.

So schrieb Heuels eigenes Blatt am 30. 1. 2016: „Nach der teilweise heftigen Kritik daran, dass die Verwaltung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) die Aula des Ricarda-Huch-Gymnasiums für eine Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte, bringt die Stadt nun zur nächsten Sitzungsrunde eine Vorlage in Umlauf, in der es um die Änderung der Nutzungs- und Entgeltordnung geht.“

Die Schulpflegschaft schrieb an den Oberbürgermeister: „Dies ist absolut nicht im Sinne unserer Schule, wir sind Schule ohne Rassismus und werden bald eine zweite Flüchtlingsklasse einrichten. (…) Auch wenn unsere Schule mit dieser Veranstaltung nichts zu tun hat, so fürchten wir doch um unseren guten Ruf.“

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf sprach von einer „Verhöhnung des Erbes von Ricarda Huch“, die die Vermietung der Aula des Ricarda-Huch-Gymnasiums an die AfD Hagen darstelle.

Die Demonstration gegen die AfD-Veranstaltung ist hingegen von niemandem kritisiert worden außer natürlich von der Partei selbst – und ihrem schreibenden Steigbügelhalter.

Fünf Jahre nach dem Supergau in Fukushima

9. März 2016

Mahnwache am Friedenszeichen

Am Freitag, den 11. März, um 18 Uhr findet im Rahmen einer bundesweiten Aktion am Hagener Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße eine Gedenkveranstaltung zum 5. Jahrestag der atomaren Katastrophe von Fukushima statt. Getragen wird die Aktion in Hagen von den Ärzten gegen den Atomkrieg (IPPNW), dem „Hagener Friedenszeichen“ und der „Energiewende Hagen“.

Die Bilder sind tief im Gedächtnis eingegraben: der Tsunami, die Explosionen im Atomkraftwerk, die hilflosen Manager und Politiker, die fliehenden, verängstigten Menschen. In Hagen versammelten sich schon am 14.3.2011 zahlreiche Menschen auf dem Friedrich–Ebert-Platz, um gegen die Fortführung der deutschen AKW-Politik zu demonstrieren. Aus dieser Gruppe entsteht die „Energiewende Hagen“.

Dem kollektiven weltweiten Schock folgte die politische Kehrtwende in Deutschland: Die Laufzeitverlängerung der AKWs wird zurück genommen, ein verbindlicher Fahrplan für die Abschaltung bis 2022 wird vereinbart.

Die Folgen

Fukushima bleibt ein Vernichtungskrieg gegen Mensch und Welt: Von 2011 bis 2013 drangen täglich 400 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in die Umgebung. 320.000 Tonnen hochradioaktives Wasser findet sich in den Behältern der Atomruine (2014). Die Erde musste in dem bestrahlten Gebiet 15 Centimeter abgetragen werden; sie lagert in Plastiksäcken an 50.000 Stellen in der Präfektur Fukushima. Circa 200.000 Menschen mussten umgesiedelt werden.

Nach internationalen Standards für die noch verträgliche radioaktive Bestrahlung hätten es zwei Millionen Menschen sein müssen. Seriöse medizinische Schätzungen gehen von 75.000 – 120.000 zusätzlichen Krebstoten in der Region in den nächsten 80 Jahren aus. Schon steigt die Zahl der kindlichen Schuldrüsenkrebse auf das zehnfache – und dies ist erst der Anfang. Eine Menschen gemachte Hölle mit Auswirkungen auf die Vererbung für die nächsten zehn Generationen.

Politische Kehrtwende?

Fünf Jahre später: Acht deutsche AKWs sind noch am Netz, die meisten bis 2022. Nötig sind sie für unsere Stromversorgung nicht: Deutschland exportierte im vergangenen 50 TWH ins Ausland. Aktuell beunruhigen Störfalle in deutschen AKWs, besonders aber in den an den deutschen Grenzen liegenden AKWs Tihange 2 und Fessenheim viele Menschen. Fukushima mahnt alles zu tun, der Welt einen weiteren Supergau zu ersparen.

Architektur und Möbel in den 1950ern

9. März 2016

Jens Bergmann im Erzählcafé

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 mit Jens Bergmann findet am Freitag, 11. März, um 17 Uhr, zum Thema „Leichter, flotter, fröhlicher – Architektur und Möbel in den 50ern“ statt.

Architektur und Wohnungseinrichtung vor 1945 war in Gestaltung und Verarbeitung klotzig, dunkel und schwer. In den 1950er Jahren sollte nun alles leichter, flotter und fröhlicher werden. Mit ausgewählten Lichtbildern spürt Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes e.V., diesem neuen Lebensgefühl nach, das inzwischen auch schon wieder Geschichte ist.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung unter Kursnummer 1210 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

Kämmerer will Freibad in Hagen schließen

8. März 2016

Die Verwaltung in Hagen will das Hengsteybad schließen – trotz der Pläne, ein Freizeitareal an den Seen im Hagener Norden zu entwickeln. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Salamitaktik wird munter weiter betrieben. Heute Hengstey, morgen Hestert und übermorgen wird das Licht ausgeschaltet. Dabei sind die Einspareffekte mehr als übersichtlich. Selbst wenn alle entweder öffentlichkeitsrelevanten oder für das Image der Stadt nachteiligen Kürzungen addiert werden, kommen nur wenige Prozent im einstelligen Bereich heraus, gemessen am jährlichen Defizit. Der Schaden ist allerdings gewaltig.

Bund muss Kommunen stärker unterstützen

8. März 2016

Die Ideologie des „ausgehungerten Staates“ ist gescheitert. Das machte der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel, der auch den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis in Berlin vertritt, bei einer Veranstaltung in Gevelsberg deutlich: „Überall in den Verwaltungen und bei der Polizei wurden Stellen weggespart – am meisten dann, wenn CDU und FDP regierten. Das rächt sich jetzt.“

„Der Koalitionsvertrag ist gut“, zeigte sich Röspel überzeugt. Die Beteiligung der SPD an der Bundesregierung habe das Leben für viele Menschen besser gemacht: Mindestlohn, Rente mit 63, Verbesserung der Pflegeversicherung, finanzielle Entlastung der Städte – das alles seien Projekte der Sozialdemokraten gewesen. Bisher sei nicht eine einzige große Idee von CDU und CSU auf den Weg gebracht worden, sagte Röspel, „außer der PKW-Maut natürlich.“

Doch das alles werde überlagert durch die Flüchtlings-Frage, die nach Röspels Ansicht keineswegs eine „Flüchtlingskrise“ ist. Es fehle allerdings – trotz der überragenden ehrenamtlichen Hilfe – an ausreichender Betreuung für die Menschen, die in Deutschland Sicherheit suchen. Das könne nur in den Kommunen geleistet werden. Und dafür müssten die Städte erheblich besser als bisher vom Bund unterstützt werden.

Die SPD habe sich aber mit ihrer Forderung nach weiteren fünf Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bisher nicht gegen CDU und CSU durchsetzen können. Dabei sei genug Geld vorhanden, sagte Röspel: „Es geht nicht, dass Schäuble stolz auf seine schwarze Null ist und auf seinen Milliarden sitzt wie Dagobert Duck in seinem Bunker.“

SPD: AfA wählt Claus Rudel

8. März 2016

Genossen berichten von Unregelmäßigkeiten bei der Wahl

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD Hagen hat sich nach eigener Einschätzung „erfolgreich“ für die nächsten beiden Jahre aufgestellt. Über 60 Mitglieder folgten der Einladung Anfang März in den Wehringhauser Hof zur ordentlichen AfA-Unterbezirkskonferenz.

Die Versammlung bestätigte Claus Rudel als Vorsitzenden. Der 49-jährige Betriebsrat, seit 2011 an der Hagener AfA-Spitze, konnte sich über seine einstimmige Wiederwahl freuen. Mit zwei Resolutionen für die Wiederherstellung der paritätischen Finanzierung in der Krankenversicherung und gegen den Missbrauch der Leih- und Zeitarbeit steckte die AfA in der SPD Hagen auch ihren inhaltlichen Kurs ab für mehr „Gute Arbeit“ und soziale Gerechtigkeit.

Zweifel wurden allerdings von Genossen an der Korrektheit der Wahl geäußert. Danach soll die vom später gewählten Claus Rudel selbst organisierte Wahl gleich aus mehreren Gründen rechtswidrig und nicht satzungskonform verlaufen sein. So sollen Nichtwahlberechtigte an der Wahl teilgenommen haben und die Wahlzettel nicht den in der Wahlordnung vorgeschriebenen Kriterien entsprochen haben.

Griechischer Frühschoppen – ein Zeichen der Solidarität

8. März 2016

Giorgos.Chondros

Giorgos Chondros bei der Veranstaltung des Hagener DGB. Foto: DGB

Der Versammlungsraum des DGB in Hagen war eingerichtet wie ein griechisches Bistro und rund 40 Besucher zeigten großes Interesse an der Veranstaltung mit Giorgos Chondros, der im Rahmen einer Deutschlandtour am vergangenen Sonntagvormittag Gast der Hagener Gewerkschaften war.

Chondros ist Mitglied der regierenden Syriza-Partei und trat in den vergangenen Monaten in vielen deutschen Talkshows auf. Im Herbst 2015 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel: „Die Wahrheit über Griechenland, die Euro-Krise und die Zukunft Europas“. Besonderer Anlass für seinen Besuch war der Start einer Solidaritätskampagne des DGB-NRW. 50.000 Euro wollen die nordrheinwestfälischen Gewerkschaften für eine Laboreinrichtung einer Solidaritätsklinik in Athen sammeln.

DGB-Stadtverbandsvorsitzender Jochen Marquardt stellte die Aktion vor und bat um Unterstützung. Am Ende des Tages können über 2.800 € auf das Konto (Humanitäre Cuba Hilfe e.V.- IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36 Stichwort: Gewerkschaften helfen – Sozialklinik Athen) überwiesen werden, wobei eine besondere Sammlung aus der IG Metall-Bildungsstätte in Sprockhövel mit 1.500 Euro hervorzuheben ist.

Der griechische Vertreter informierte sowohl über die aktuellen Entwicklungen in seinem Land wie auch über die Entwicklungsprozesse in den vergangenen Jahren. Deutlich wurde, dass die verordnete Kürzungs- und Austeritätspolitik für viele Menschen in Griechenland zu einer humanitären Katastrophe geführt und keinen Beitrag zu Lösung der Probleme geleistet hat. Hunderttausende ohne Krankenversicherung, Einbruch der Wirtschaftsleistung um 25 Prozent, Rentenkürzungen und eine Jugendarbeitslosigkeit von ca. 50% beschreiben den aktuellen Zustand. Die Herausforderungen der Flüchtlingsströme verschärfen die Lage.

Chondros verwies auf Flüchtlingszahlen auf griechischen Inseln. So ist die Zahl der Flüchtlinge zum Teil mehr als 1000 höher als die Zahl der Einwohner. Chondros: „Nur durch den ungeheuren Einsatz der griechischen Menschen werden Tausende vor dem Ertrinken gerettet und die Lage ist an vielen Stellen mehr als dramatisch. Kinder sterben und Menschen nehmen Schaden. Griechenland kann das nicht allein bewältigen und es müssen dringend europäische Lösungen gefunden werden.“

Eindrucksvoll schilderte er die Situation und beantwortete die vielen Fragen der TeilnehmerInnen. Von besonderem Interesse in der Diskussion war die Frage, was in Deutschland zu tun sei, um aus den Schwierigkeiten hinauszufinden. Der Ansatz, ein Ende des deutschen Drucks durch die Forderungen eines vom DGB geforderten Marshallplans für Europa einzuleiten, wurde vom Publikum unterstützt.

Jochen Marquardt nahm die Idee auf und forderte dazu auf, die Debatte vor allem im eigenen Land voranzutreiben. „Es ist unverkennbar, dass sich die europäische Politik endlich in Richtung eines solidarischen, gerechten und demokratischen Europas entwickeln muss. Damit können wir Griechenland und vielen anderen Ländern helfen und auch im eigenen Land Wege eröffnen, die notwendig sind, um Europa zukunftsfähig zu entwickeln. Das was wir aktuell erleben, ist kein Lösungsansatz. Lass uns miteinander und aktiv für eine andere Politik eintreten!“

Bei Ouzo, Feta-Käse und Oliven wurde noch bis in den Nachmittag diskutiert.


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