Diegel soll für CDU in den Landtag

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Ex-Regierungspräsident Diegel plant sein Comeback. Der 59-Jährige will für die CDU Hagen in den Landtag einziehen. Die Personalie muss noch durch die Parteigremien. (…)

Quelle: DerWesten

Dazu der Kommentar von Martin Weiske:

Ein starker Statthalter für die Hagener

Er kann die Finger einfach nicht von der Politik lassen. Dieses Metier empfindet Helmut Diegel bis heute als inspirierende Passion, weniger als Verpflichtung.

Für Hagen selbst kann es nur von Vorteil sein, eine so starke und kreative Persönlichkeit mit entsprechendem Einfluss als Statthalter in der Landeshauptstadt zu wissen. Mit seiner Erfahrung, seinen Netzwerken und seinem leidenschaftlichen Talent für politische Strategien stehen dem CDU-Mann im Landtag alle Türen offen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: In gleich zwei Beiträgen eine kaum noch zu überbietende Lobhudelei aus der Feder von Martin Weiske. Selten wurde so deutlich, wie große Teile der Presse – in diesem Falle halt das Hagener Einheitsblatt WPWR – von einer „vierten Gewalt“ zu einem Verlautbarungsorgan herrschender Cliquen verkommen sind.

Diegel ist nichts anderes als das letzte Aufgebot der Hagener CDU. Einen eigenen OB-Kandidaten kann die Partei schon seit Jahren nicht mehr aufstellen: erst wurde ein gewisser Jörg Dehm aus Mülheim eingeflogen, dann unterstützten die „Parteifreunde“ den gerade erst aus der SPD ausgetretenen Erik O. Schulz. Einen mehrheitsfähigen eigenen Kandidaten für den Bundestag vermochten sie auch nicht zu finden. Landeschef Armin Laschet nutzte das Vakuum und platzierte seine Favoritin Cemile Giousouf.

Noch nicht einmal ein Kommunalwahlprogramm brachten die Unionisten zustande. In der Not firmierten sie ein anderes Papier, das eigentlich nur als Grundlage dienen sollte, kurzfristig um. Schon dieser Text konnte nur unter Mithilfe von Parteigängern erstellt werden, die sich schon längst in den Ruhestand verabschiedet hatten.

Diegel dürfte den meisten Hagenern nur als jener barmherzige Samariter in Erinnerung geblieben sein, der einst im Dortmunder Norden einer alten Frau (oder war es nicht vielmehr ein junges „gefallenes“ Mädchen?) über die Straße half.

Wollen wir hoffen, dass nicht demnächst „ein starker Statthalter für die Hagener“ und sein ebenso starker Pressesprecher dortselbst gemeinsam über eine Bordsteinkante stolpern.

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