160.000 Euro Extrageld für Stadthalle

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Der Kämmerer muss der Stadthalle 160.000 Euro nachschießen. Das Minus 2015 fällt entsprechend höher aus. Ursache sind Alt-Rechnungen und eine Veranstalter-Insolvenz. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Wieder einmal ein Stück aus dem Tollhaus. Die Stadt ist zwar nur (indirekt) mit 52,5 Prozent an der Stadthallen-Gesellschaft beteiligt, soll aber für den Gesamtverlust aufkommen.

Der Beteiligungsbericht 2013 schlüsselt die Verhältnisse auf: Damals hielt die Stadt als Gesellschafter 50 % der Anteile. Die anderen Anteile hielten die Dortmunder Actienbrauerei, ein Unternehmen des Oetker-Konzerns, (10 %), Westfälische Getränkeindustrie, dahinter verbirgt sich Coca-Cola, (10 %), Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (10 %), Einzelhandelsverband (5 %), Kreishandwerkerschaft (5 %), ein „Festkomitee zur Pflege und Förderung des heimatlichen Brauchtums“ – was immer das ist (5 %), der Stadtsportbund (2,5 %) und der Sängerkreis Hagen-Ennepe-Ruhr (2,5 %).

Zwischenzeitlich wurden die städtischen Anteile an die Hagener Versorgungs- und Verkehrs GmbH weitergereicht, die laut Beteiligungsbericht 2014 mit 52,5 Prozent beteiligt ist. Die restlichen Anteilseigner werden im Bericht 2014 nicht mehr erwähnt.

Das jetzt eingeräumte Minus von 160.000 Euro erhöht das sowieso vorhandene Defizit von 500.000 Euro auf insgesamt dann 660.000 Euro. Alles auf Kosten der Stadtkasse – und nicht nur gut die Hälfte, wie es der Höhe der Beteiligung entsprechen würde.

DW berichtete bereits vor vier Jahren: Stadthalle: Mitreden – aber nicht mitzahlen

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