Die Dreckspatzen aus der Fuhrparkstraße

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HEB ist maßgeblich für die Vermüllung der Containerstandorte verantwortlich

Mit schöner Regelmäßigkeit platziert der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) Artikel in der Hagener Einheitszeitung, in der sich die Müll-Geschäftsführer mit Hilfe ihres Presse-Sprachrohrs Jacqueline Jagusch über „illegal“ entsorgte Abfälle im Umfeld ihrer Papier- und Altglascontainer mokieren.

Hauptverursacher dieser unappetitlichen Zustände sind aber in der Regel nicht die Nacht-und-Nebel-Kipper (Nunkis), sondern der HEB selbst, der nicht dazu in der Lage ist, die Container so regelmäßig zu leeren, dass nebenan erst gar keine Müllhaufen entstehen.

Natürlich gibt es Mitmenschen, die – quellen die Container erst einmal richtig über – die Gelegenheit nutzen, auch noch ihren Restmüll billig zu entsorgen. Das ist aber nur ein Nebeneffekt. Überwiegend liegen neben den nicht geleerten Behältern Flaschen, Gläser, Kartonagen und Altpapier, das keinen Platz mehr in den vollgestopften Containern findet.

Das ist auch auf dem Video vom Emster Marktplatz zu sehen, und Emst ist kein Einzelfall und auch keine zeitlich befristete Ausnahme – diese Zustände sind seit langem Standard in vielen Stadtteilen.

In den letzten Jahren sind massiv Containerstandorte abgebaut worden, auf eine ausreichend höhere Leerungsfrequenz bei den verbliebenen Sammelstellen wurde aber anscheinend verzichtet. Die Wege der Bürger zur Entsorgung wurden durch den Abbau länger, und wer schleppt die schwergewichtige Ware wieder zurück nach Hause? Niemand.

Die Entsorgung der Glascontainer beispielsweise verlief problemlos, solange die Firma AHE dafür zuständig war. Das Problem entstand vor einigen Jahren mit der Übernahme der Leerung durch den HEB. Offenbar war das Angebot des HEB, das abgegeben wurde, um wieder ins Geschäft zu kommen, derart knapp kalkuliert, dass eine ordnungsgemäße Abfuhr nicht mehr gewährleistet ist.

Jetzt kommt wieder die Idee mit dem „Mülldetektiv“ auf den Tisch. Kann man machen, um den „Nunkis“ einen Riegel vorzuschieben. Die Hauptursache für die Zustände an den Containern liegt aber beim HEB. Solange der nicht für eine ausreichende Entleerung seiner Behälter sorgt, wird sich das Problem nicht erledigen.

Dabei sind Altpapier und Altglas sogenannte Sekundärrohstoffe, mit denen der HEB Geld verdient. Die allgemeinen Entsorgungsgebühren, die jeder Hagener zu zahlen hat, sind hier völlig außen vor. Man sollte also annehmen, dass der Betrieb ein Interesse daran haben müsste, möglichst viel einzusammeln.

Die wegen unzureichender Leerungsfrequenzen neben und auf den Containern abgestellten Altstoffe müssen jedes Mal von Hand entsorgt werden. Jeder weiß, das Personalkosten am meisten zu Buche schlagen. Die Chefetage des HEB auch?

Die Stadt erlaubt sich den Luxus, beim Entsorgungsbetrieb zwei Geschäftsführer und eine Pressesprecherin durchzufüttern. Das permanente Problem überquellender Container wird damit jedenfalls nicht gelöst.

Eine Antwort to “Die Dreckspatzen aus der Fuhrparkstraße”

  1. Allan Quatermain Says:

    Die Container auf den Marktplatz in Haspe wurden zu Weihnachten nicht entleert. Ich empfehle zur Müll- und Papiervermeidung die Geschenke, ohne das Geschenkpapier und Umverpackung zu verschenken.

    Auch die Papier- und Glascontainer auf dem Spielbrink,
    Parkplatz Friedhoff, sahen als Ausweichquartier, eher wie Müllkippen aus.
    Keine Möglichkeiten hatte man an den Container auf der Berliner Str., denn diese waren zu Weihnachten mehr wie Voll !

    Warum der HEB zwei Geschäftsführer braucht,
    bleibt das Geheimnis der hiesigen Politik.
    Auch die Entschuldigung zu „keine Abfuhrtermine“ in den Abfallkalender, ist Wischiwaschi, von Seiten der Presseabtl.
    des HEB.

    Und Weihnachten kommt eben so plötzlich für die HEB,
    wie Kälte und Schnee in dieser Jahreszeit für, Die Bahn.

    Auch der Wein oder andere Getränke, die über Weihnachten gerne gesüppelt werden, sollte ohne Umverpackung,
    hier Glasflaschen verkauft werden.

    Früher ging man mit der Milchkanne zum Milchhändler.
    Ich kannte zwei, in der Heubingstr. und Krambergstr.
    die lose Milch verkauften.
    Auch eine Tante von mir verkaufte die Milch in ihren Tante Emma Laden in Herdecke, als lose Ware.
    Käse, Butter und Wurst wurde vor den Augen des Kunden geschnitten, gewogen und in Fettpapier eingepackt.
    So kannte ich es auch in einen Hasper Einzelhandel,
    wo ich in den Semesterferien, Jahrelang ausgeholfen habe.

    Da heute alles in Umverpackung verkauft wird,
    die HEB und die Stadt Hagen mit meinen Altpapier und Glas,
    nicht schlecht verdient,

    sollte auch für Altpapier- und Glascontainer,
    Fußläufig, da viele keinen PKW besitzen,
    in den Quartieren gesorgt werden.

    Aber so wie es scheint, ist die Containeraufstellung hier in Hagen rückläufig.

    Auch was die Preisgestaltung an der Müllverbrennungsanlage angeht, ist vieles Undurchsichtig.

    Warum ist zum Beispiel Anlieferung lose mit Anhänger günstiger,
    wie Anlieferung per Kofferraum?

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