DGB in der Region fordert Programme gegen Kinderarmut

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Nach einer aktuellen Analyse der Hans-Böckler-Stiftung ist die Kinderarmut im Regierungsbezirk Arnsberg zwischen 2005 und 2014 kontinuierlich angestiegen. Lag sie 2005 noch bei 21,4%, liegt sie mittlerweile bei 24,9%. Damit lebt fast jedes 4.Kind bis 18 Jahre in den Städten und Kreisen der DGB Region Ruhr-Mark unter Armutsbedingungen.

Der Zuwachs von 3,5% ist für den regionalen DGB eine bedrückende Entwicklung. Für DGB-Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt liegen die zentralen Gründe in der Beschäftigungslage der Eltern. Immer mehr Menschen arbeiten unter prekären Bedingungen, sind erwerbslos und auf Sozialleistungen angewiesen. „Arme Kinder haben arme Eltern“, so Marquardt, „und es wird immer dringender gute Arbeit und gute Bezahlung in den Unternehmen durchzusetzen.“ Darin liegt für den DGB eine entscheidende Bedingung für eine bessere Entwicklung.

Gleichzeitig wird es immer wichtiger Lebensbedingungen für die Kinder zu organisieren, die Auswege aus der Situation ermöglichen. „Die Geschichte mit dem Tellerwäscher, der zum Millionär werden kann, ist in Zeiten der Geschirrspülmaschinen keine Option.“ Der DGB fordert kommunale Programme gegen Kinderarmut, um die Familien nicht mit ihren Problemen allein zu lassen. Dabei sind Land und Bund in Mitverantwortung zu nehmen, um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen zu sichern.

Eine besondere Rolle kommt den regionalen JobCentern zu. Hier müssten konkrete Maßnahmen für die betroffenen Eltern in Angriff genommen werden. Damit kämen sie auch einer gemeinsamen Initiative von Gewerkschaften und Arbeitgebern gegen Kinderarmut aus dem vergangenen Jahr nach.

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