Nur bedingt friedensbereit

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Röspel zurück im Kriegsmodus

Gerade einmal zwei Wochen sind vergangen seit dem Beschluss des Deutschen Bundestages, mit Material und Personal in den Syrienkrieg einzusteigen. Neben vielen anderen stimmten die heimischen SPD-Abgeordneten René Röspel (Hagen/EN Süd), Ralf Kapschak (EN Nord) und Marco Bülow (Dortmund I) gegen das neue Militärabenteuer.

Bei der Abstimmung über eine Verlängerung des Afghanistan-Feldzugs am Donnerstag (17.12.2015) blieben Kapschak und Bülow bei ihrer kritischen Haltung und votierten ebenso gegen das neue Vorhaben der Bundesregierung. Nicht so René Röspel: Der wechselte zurück in den Kriegsmodus.

Vor der Syrien-Abstimmung hatte er zusammen mit Kapschack noch seine Beweggründe für die Ablehnung formuliert und dabei ausdrücklich auf „die Erfahrungen in Afghanistan“ verwiesen:

„Zuallererst aber auf militärische Aktionen zu setzen, folgt für uns allerdings einem verständlichen, jedoch wenig hilfreichen Reflex. Die Antwort auf Terrorismus liegt vielmehr im Bereich präventiver Sozial-, Polizei- und Geheimdienstarbeit bzw. juristischer Verfolgung der Täter. (…) Die Erfahrungen in Afghanistan zeigen, wie schnell aus einem kurzen militärischen Engagement ein Dauerzustand werden kann. Und es zeigt auch, wie wenig erfolgreich dies sein kann, trotz bester Absichten.“

Nur zwei Wochen später ist das für den Hagener Abgeordneten alles Schnee von gestern. Röspel, der ironischerweise auch Vorstandsmitglied des Hagener Friedenszeichens ist, hat jetzt dazu beigetragen, den „Dauerzustand“ zu festigen und befindet sich damit in „bester“ Abstimmungsgemeinschaft mit der Vertreterin der Hagener CDU im Bundestag, Cemile Giousouf, die den neuen Kriegskrediten wie üblich ebenfalls ihr Plazet erteilt hat.

2 Antworten to “Nur bedingt friedensbereit”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    Amtsträger aus Regierungsparteien in stark regierungskritischen Dingen lassen eben schnell im Zweifel die Kritik entscheidend fallen.

    If you won’t beat it so openly and quickly ……- JOIN IT!!

    Umarmungsstrategie ist auch beliebt.
    Härter formuliert ist Verrat.
    Noch realistischer ist Unter(mit „ober“-variante“)wanderung der Opposition zur Ausschaltung.

    Was wollen die übermächtige deartig langen NATO-Riesenarmeen in kleinen, fernen Afghanistan? Kolonialzeiten?? (Doppelbedeutung).

  2. Allan Quatermain Says:

    Mensch Harald Helmut Wenk,

    schon die Aussage vom Bundesverteidigungsminister Struck, SPD,
    vergessen?

    „Die Deutsche Demokratie wird am Hindukusch verteidigt!“

    Nebenbei ist da durch, die Karsai-Sippe durch Korruption und Rauschgifthandel, Milliarden US-Dollar schwer geworden.

    Villen und Paläste von Monaco, über die Schweiz, bis zu den USA,
    zählen zu ihren Immobilienvermögen.
    Der Fahrzeugpark soll vom RR, über Daimler, bis zum Ferrari,
    nur das Beste sein.

    Die NATO benötigen Die auch nicht.
    Da Sie eine Söldner oder Privatarmee Ihr Eigen nennen.

    Aber dort hat auch ein Oberst der Bundeswehr Karriere gemacht.
    Durch seinen Befehl sind zwar „NUR“ Einhundert Einheimische zu Tode gekommen. Kolleteralschaden muss die Bevölkerung dort nun mal erleiden. Schließlich geht es um den Taliban. Mit dem die USA und seine CIA noch ein paar Jahre zu vor, gute Geschäfte gemacht hatten.
    Ging es doch gemeinsam gegen den bösen Russen.
    Das Abenteuer in Afghanistan hat „NUR“ ein paar Tote BW Soldaten, ( da schwankt die Statistik mit Zahlenmaterial von 37 bis 58 etwas, ) und Hunderte Bundeswehrsoldaten mit PTBS hervor gebracht. Die Therapien dafür werden sehr schlecht oder gar nicht bezahlt.

    (Das zu den vollmundigen Versprechungen der Politik, zu Flüchtlingen mit PTBS. Nebenbei, es gibt gar nicht so viele Psychologen mit der Bezeichnung,

    Facharzt für Traumapsychologie. )

    Ach so, der Oberst wurde nicht vor einen Kriegsgericht gestellt.
    Der wurde für das töten von Zivilisten, die ein paar Liter Sprit sich besorgen wollten, zum General befördert.

    Die Amis geben ab der Zahl von 3700 toten US-Soldaten,
    keine Zahlen von getöteten Soldaten mehr heraus.

    Viel bessere Frage,

    wann wird die Anhängerin von Milli Görüs,
    aus der CDU geschmissen?

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