Rapp-Frick nennt OB Schulz „Totengräber des Theaters“

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Der Hauptgeschäftsführer der SIHK hat – als Privatmann, wie er betont – Oberbürgermeister Erik O. Schulz als „Totengräber des Theaters“ bezeichnet. (…)

Hart kritisierte Rapp-Frick OB Erik O. Schulz („Totengräber des Theaters“) und den Tenor der Diskussion: Die Theaterleitung werde von der Stadt „verunglimpft als unfähig und unwillig zur Kooperation“.

Rapp-Frick verwies darauf, dass der Aufsichtsrat der Theater-GmbH im August einstimmig, mit einer Enthaltung eines Arbeitnehmervertreters, beschlossen habe, dass „nur Einsparungen von 400.000 Euro statt 1,5 Millionen Euro möglich sind. Mit der Stimme von Wolfgang Röspel, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses 2013 und heutigem CDU-Fraktionsvorsitzenden.“ Dies hätten im Aufsichtsrat auch Kulturdezernent Thomas Huyeng und Vertreter aller Parteien mitbeschlossen.

Rapp-Frick weiter: „Bei den Kürzungen der Kultur geht es um relativ geringe Summen. Der Schaden, der angerichtet wird, ist allerdings maximal.“ Rapp-Frick forderte das Publikum auf: „Schreiben Sie an den Oberbürgermeister, was Sie von den Kürzungen halten.“ Schulz habe ja gerade gesehen, wie der CDU-Oberbürgermeister von Wuppertal „wegen seiner katastrophalen Kulturpolitik mit der Schließung des Theaters“ abgewählt worden sei. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Chapeau, Hans-Peter Rapp-Frick! Ein klares Wort zur rechten Zeit. Wenn Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Aussagen Rapp-Fricks als „unsägliche Entgleisung“ klassifiziert, beweist er damit nur, was er von der Meinungsfreiheit eines „ausgesprochen kultivierten Menschen“ (Schulz über Rapp-Frick) hält: Nämlich nichts.

Entgleist sind längst andere: Neben Schulz beispielsweise Kulturdezernent Thomas Huyeng und CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel, die im Aufsichtsrat der Theater-GmbH das eine beschließen und in der Öffentlichkeit das andere vertreten.

Entgleist sind die, die im Rat fordern, sowohl alle Sparten zu erhalten als auch dem Theater diktieren, den Etat um 1,5 Millionen Euro zu kürzen – wohl wissend, dass beides zusammen nicht funktioniert.

Entgleist sind jene Kulturfernen im Politbetrieb, die von „Champagner-Etagen“ faseln, aber in den Kultureinrichtungen der Stadt noch nie gesichtet wurden. Die also nicht wissen, wovon sie überhaupt reden. Und die wohnen nicht nur in Haspe.

OB Schulz scheint zu langsam zu schwanen, dass sich sein Selbstverständnis, weniger der Erste Bürger der Stadt zu sein, sondern mehr als eine Art Reinkarnation des Landvogts Gessler aus Schillers „Wilhelm Tell“ die Vorgaben der Arnsberger Kommunalaufsicht zum Nachteil des Hagener Citoyens zu exekutieren, als Rohrkrepierer entpuppen könnte.

Seine panikgetriebene Reaktion auf die Kritik aus den bisher sicher an der Seite der Kürzungspolitik geglaubten Reihen des Bildungsbürgertums deuten darauf hin. Die Vorschusslorbeeren, mit denen er im Umfeld der OB-Wahl bedacht wurde, hat Schulz, auf den viele Hagener nach den negativen Erfahrungen mit seinen Vorgängern gebaut hatten, inzwischen verspielt.

Übrig geblieben ist ein Dehm 2.0, eine zweite Amtszeit ist eher unwahrscheinlich.

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