Enervie: 30-Millionen-Darlehen fließt bis Oktober 2015 komplett ab

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Die Bewahrung der Enervie-Gruppe vor dem Gang zum Insolvenzgericht ist noch immer nicht endgültig abgewendet. (…)

An diesem Donnerstag muss das Stadtparlament in nicht-öffentlicher Sitzung den 30-Millionen-Euro-Anteil in einen echten Cash-Beitrag verwandeln. Der volle Betrag, so der aktuelle Verhandlungsstand mit den Banken, soll bereits bis Oktober 2015 abgerufen werden. Letztlich wird das Geld, so hat der Aufsichtsrat bereits zugestimmt, aus dem Haus der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (HVG) fließen, die dafür Fondsanteile veräußert. Der Zinssatz soll bei 4,22 Prozent/Jahr liegen. Das hat nach Angaben der HVG jedoch zur Folge, dass das Unternehmen bereits 2016 nicht mehr in der Lage ist, die ausfallende Enervie-Dividende in Höhe von etwa sieben Millionen Euro aus eigenen Rücklagen aufzufangen. Eine direkte Darlehnsgewährung der Stadt Hagen an Enervie ist aber ebenfalls unmöglich, weil die Kommunalaufsicht eine solche Vorgehensweise per Nachtragshaushalt angesichts der leeren Kassen des Kämmerers niemals genehmigen würde. Allerdings wird die Stadt Hagen, um die Risiken für die HVG ein wenig abzufedern, eine Ausfallbürgschaft über knapp 23,9 Millionen Euro übernehmen. (…)

Bei der Rückzahlung des Cash-Beitrages muss die HVG sich zudem hinter den Interessen der Banken anstellen. Diese haben zur Stärkung der Enervie-Eigenkapitalquote auf einer klaren Rangrücktrittserklärung bestanden, was konkret bedeutet: Eine Rückzahlung des Gesellschafterdarlehns ist erst möglich, wenn die Enervie-Sanierung gemäß des Restrukturierungsplanes erfolgreich abgeschlossen ist, der Sanierungsberater dies bestätigt hat und alle während der Sanierungsphase von den Banken gestundeten Tilgungen auch gezahlt sind. Zwischenzeitig stand sogar noch die Forderung der Kreditgeber im Raum, die Hauptaktionäre sollten zur Absicherung der Bankenforderungen ihre Aktienpakete verpfänden. Doch dieses zumindest für die Stadt Hagen völlig indiskutable Ansinnen ist inzwischen wieder vom Tisch. (…)

Quelle: DerWesten

4 Antworten to “Enervie: 30-Millionen-Darlehen fließt bis Oktober 2015 komplett ab”

  1. A. Quatermain Says:

    Hatte Ingo Grünhagen nach Besuch des
    Bundes-Wirtschaftsminister Gabriel nicht getönt,
    es wäre nach Aufgabe der Insellage im Stromnetz,

    genug Knete, Pinonsen, Moneten,
    für den Sozialplan vorhanden?

    Er meinte wohl in weiser Voraussicht, Seinen.

    Wer immer noch bei Enervie/markE als Kunde im Grundtarif ist,
    der sollte sich in die Hans-Prinzhorn Klinik einweisen lassen.

    Gestern mal den Preis von markE und meinen Anbieter verglichen.

    Gas und Hausstrom für das Jahr 2014.
    Es ist sogar Grünstrom!

    An Nebenkosten haben meine Mieter 1.715,23 Euro eingespart.

  2. ´Tina Müller Says:

    Man sollte gegen Herrn Grünhagen Strafantrag stellen, wegen diverser Verfehlungen in seinem kaufmännischen Bereich, da weder die Verschuldung noch die Eigenkapitalquote Ihn interessiert haben. Jetzt ist der Laden fast insolvent, und er zieht sich noch eine Millionen rein, und die Mitarbeiter sollen es ausbaden

  3. Vollstrecker Says:

    Vor diesem Grünhagen hatte damals schon sein Vorgänger Dr. Fülling gewarnt. Der ist der Aufgabe nicht gewachsen und wird die Enervie gegen die Wand fahren… Wie Recht es damals hatte, aber auf Dr. Fülling hat niemand gehört.
    Grünhagen geht mit vollgestopften Taschen nach Hause und die Mitarbeiter sollen Bluten. Die Oben fallen immer ganz sanft, obwohl sie durch Missmanagement und Gutsherrenmanieren die Schuld an der aktuellen Lage tragen..
    Als nächster verlässt bestimmt Struwe das sinkende Schiff, auch mit einer dicken Abfindung.

  4. Dute Jürgen Says:

    Neben Herrn Grünhagen gibt es Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaften, Politiker und andere Vorstände, die in den entscheidenden Gremien vertreten waren. Haben die alle gepennt. Oder sich solange selbst profiliert, bis nichts mehr geht.So läuft es in allen Unternehmen, die einen öffentlichen Dienst Charakter haben. Bedienen so lange es geht, wenn nichts mehr geht die Schuld auf andere abwälzen. Ich kenne Herrn Grünhagen nicht, doch ist die Schuldzuweisung an Ihn zu einfach. Es gibgt immer viele Menschen, die an diesem Dilemma teilhaben, inklusive Arbeitnehmervertreter, Politik und Gewerkschaften. Herr Grünhagen, ob kompetentoder auch nicht, das fragt man sich im Übrigen bei den meisten öffentlichen Betrieben, hat die Institutionen, an den anderen Vorständen vorbei, über die tatsächliche Lage des Unternehmens (die drohende Insolvenz) informiert. Hätte er dies nicht getan, wäre er der Insolvenzverschleppung habhaft geworden. Er hat von einem Stellenabbau von 350 Mitarbeitern gesprochen. Tragödie für die involierten Politker und Arbeitnehmervertreter. Diese haben im Übrigen den Neubau auf Haßley durchgewunken. Aus diesen 350 Stellen, die schwer wiegen, sind nun 500 Stellen geworden. Herzlichen Glückwunsch Ihr Vertreter der Arbeitnehmer. Schuldzuweisungen sind immer einfach. Die wahren Beteiligten mit ins Boot zu nehmen mag man nicht. Herr Grünhagen mag für einiges verantwortlich sein, doch das Ausmaß der Situation hätten die Aufsichtsratsgremien und die Gewerkschaften sehen können und müssen. Gerade diese Vertreter dürfen weiter wurschteln und waschen ihre Hände in Unschuld. Eine saubere Schuldzuweisung, um sich selbst reinzuwaschen. Wie niederträchtig. Aber so sind die Menschen. Sich selbst erst bedienen und dann den Kopf andere fordern. Herr Grünhagen hat genau das getan, was er tun musste. An den Selbstbedienern vorbei, den Gläubigern reinen Wein einschenken. Ich bin wahrlich kein Freund von Herrn Grünhagen, aber auf ihn, als Sündenbock, einzuprügeln, das ist zu einfach und verklärt den Blick auf die Mittäter.

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