Reformstau in der Arbeitsförderung auflösen

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Trotz leicht gestiegener Arbeitslosenzahlen, die vorrangig mit dem Ende der Schulzeit und dem Auslaufen der Ausbildungen begründet werden, bleibt die Agentur bei der positiven Einschätzung der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Gewerkschaften in der DGB Region Ruhr-Mark würden eine solche positive Entwicklung natürlich begrüßen. Allerdings müssen gerade in einer solchen Phase Diejenigen in den Blick genommen werden, die schon lange nicht mehr am Erwerbsleben teilhaben konnten, aber eine nachhaltige Perspektive benötigen.

Hier liegen die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen zur langfristigen Fachkräftesicherung, die im Koalitionsvertrag der Großen Koalition grundsätzlich vereinbart, aber noch nicht ausreichend umgesetzt wurden. Die Gesetzesvorhaben zur Stärkung von Weiterbildung, Ausweitung von Rahmenfristen und der Mittelsteigerung für Betreuung und Eingliederungsmaßnahmen stecken im parlamentarischen Verfahren fest, obwohl sie aus gewerkschaftlicher Sicht sinnvolle Ergänzungen der Arbeitsförderung enthalten.

Anne Sandner für den DGB in der Region: „Während einerseits für eine schnelle Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylbewerbern geworben wird, stehen andererseits nur begrenzte Mittel der Jobcenter zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Hier besteht die Gefahr, dass verschiedene sozial schwache Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Wir fordern unsere Bundestagsabgeordneten auf, dazu beizutragen großkoalitionäre Befindlichkeiten zu überwinden und diesen Reformstau aufzulösen. ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose dürfen nicht unter dem Ziel der „schwarzen Null“ in Haftung genommen werden.“

2 Antworten to “Reformstau in der Arbeitsförderung auflösen”

  1. A. Quatermain Says:

    Man kann sich auch vieles Schönreden;

    „In fast jeden Jobcenter wurden die Gelder für Fördermaßnahmen gestrichen und wanderten in den normalen Haushalt der Jobcenter.“
    Weiters wurden so Maßnahmen wie ausführen von Alpakas gefördert. Oder Akademiker sollen in 4 Wochen ihren Lebenslauf Fehlerfrei rauf und runter schreiben.
    Wichtig ist dabei auch die Falt-Technik von DIN A4 Blätter
    in DIN Lang Umschläge.“

    Aber zur Zeit haben ja die Facharbeiter aus den Staaten des Baltikum, Vorrang vor einheimische Arbeitslose.

    Aber Spannend bleibt es trotzdem.

    Wie will man 2,7 Millionen Arbeitslose,
    bei 700.000 offene gemeldete Stellen unterbringen?

    Die 6 Millionen Aufstocker nicht eingerechnet!

    Da haben die Schlaumeier vom DGB, oder SPD, CDU, CSU, Grüne, Linke, und den Rest der Parteien,

    auch keine Antwort darauf.

  2. A. Quatermain Says:

    Ein paar Zahlen zu NRW!

    Die Arbeitslosenzahlen sind im Juli um ca. 18.000 auf

    760.474 arbeitslose Menschen angestiegen.

    Insbesonders bei den sogenannten Langzeitarbeitslosen,
    AusländerInnen und jungen Menschen zwischen 15 und Jahren.

    So stieg alleine in der Altersgruppe der 15-25 Jährige die Arbeitslosigkeit in den letzten drei Monaten um ca.12.000 Personen

    auf inzwischen 75.413 Arbeitslose.

    Die von Hartz IV betroffenen Menschen wiederum erreicht in NRW einen neuen Höchststand mit

    1.185.578 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.

    In der EU sind 35 Millionen junge Menschen,
    zwischen 15 – 25 Jahre Arbeitslos !!!!!

    Aber der DGB, die Arbeitgeberverbände und die Politik eines

    Gundram Schneider will uns einreden, das NRW immer mehr

    Fachkräfte wie Erntehelfer, Kopfschlächter, Scherenschleifer,

    Bauhelfer, Taschendiebe, Hütchenspieler
    und Bettler in den Innenstädten benötigt.

    Kleine Notiz am Rande,
    die Fa. Mayer in Papenburg, nicht nur bekannt durch seine Kreuzfahrschiffe, sondern auch durch tote Fremdarbeiter,
    wird seine Hauptverwaltung nach Luxenburg verlegen.

    In den Büchern befinden sich Aufträge von über 3,5 Milliarden Euro! Die Politiker dort waren ganz erstaunt über diese kurzfristige Maßnahme seitens der Werksleitung, hatten diese doch alles dafür getan, dass dieser Moderne Sklavenhandel des 21. Jahrhundert,

    in Deutschland erlaubt ist.

    Betriebsrat und Gewerkschaft eingeschlossen.

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