Enervie AG soll 460 Arbeitsplätze abbauen

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Der Enervie AG droht bis Ende 2019 ein knallharter Sanierungskurs. Dazu gehört neben einer Reduzierung der Personaldecke von aktuell 1260 auf künftig 800 Vollzeitstellen auch ein konsequenter Abbau von Vergünstigungen und die Reduzierung des Führungsoverheads. Auf die begehrten Dividendenausschüttungen in Millionen­höhe brauchen die Anteilseigner in diesem Zeitraum überhaupt nicht mehr zu hoffen. (…)

Enervie-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Thomas Majewski erwartet angesichts dieser Entwicklungen in der nächsten Woche erhebliche Unruhe innerhalb der Belegschaft. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir diesen Personalabbau durch Prozessverbesserungen noch wuppen sollen“, hat er sich auf die Fahnen geschrieben, möglichst viele Stellen zu retten: „Eine Ausstattung des Sozialplanes mit 40 Millionen Euro ist für uns das Minimum.“

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Im Kleingedruckten findet sich die bemerkenswerte Feststellung: „Die Sanierung des Wasserwerks in Hengstey im Volumen von 15 Millionen Euro halten die Wirtschaftsprüfer für eine sinnvolle Investition.“ Eine Ohrfeige für die vermeintlichen Wirtschaftsexperten der Hagener FDP, deren Fraktionschef Claus Thielmann noch im November 2014 im Brustton der Überzeugung meinte: „Vielmehr ist eine Ertüchtigung der bestehenden Strukturen unwirtschaftlich.“

Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Majewski wird seinen Kollegen sicherlich auch erklären können, wie es denn sein kann, dass das Unternehmen sich in einem derartig maroden Zustand befindet, obwohl er seine Kontrollfunktionen als „Erster stellvertretender Vorsitzender“ von Aufsichtsrat und Beirat der Enervie seit vielen Jahren doch immer so verantwortungsvoll wahrgenommen hat.

Vielleicht in der Art des Aufsichtsratsvorsitzenden, des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz, der im Interview in der Samstagsausgabe der WPWR zum Besten gab: „Und ich finde, ich habe all die Prozesse rund um Enervie, inklusive des nicht einfachen Wechsels an der Vorstandsspitze, gut organisiert.“

2 Antworten to “Enervie AG soll 460 Arbeitsplätze abbauen”

  1. Silvio Says:

    Es ist schon frech was mit diesen Unternehmungen läuft. Willkommen im Kapitalismus. Das erstmal war ich 2002 in Hagen und lass eine Pressemeldung der Mark E. Umsatz und Gewinn plus gegenüber Vorjahr, aber nächstes Jahr wollen wir diese Zahlen verdoppeln. Erstaunlich für einen städtischen Versorger der auch noch der Stadt gehört. Da hat der neoliberale Abschaum schon feuchte Bereiche gehabt und jetzt wissen wir womit Feuchtigkeit erkauft wurde. Eine kleiner Tante Emma Laden der Aldi sein will. Nichts anderes ist das, Träumer und Ideologen gepaart mit einer bankrotten und verwirrten Stadt. Es ist erstaunlich das solche Träumereien, nein Betrügereien solange ohne Konsequenz bleibt. Selbst der Austausch ganzer Etagen würde nichts ändern, den wenn die Ideologie Kapitalismus und dessen Sicherung der parlamentarischer Demokratie uns eines gelernt hat, dann das alles hat nicht mit Wissen sondern mit Traum, Glauben und Hoffnung zu tun. Kapital > Sklavenhalter > Sklave und werzahlt am Ende? Der Sklave und das nicht nur mit seinen Job, nein er verliert seinen sozialen Stand, darf sich dafür auch noch im CT wieder findenund als Belohnung darf er Veranstaltungen aufsuchen wo er bastelt, grillt und Bewerbungen lernt um am Ende festzustellen das er Langzeit arbeitslos ist und mit Glück für 5Euro arbeiten gehen darf. Das zwingt den ehemaligen Kollegen zum besuchen, weil der entlassene den ex Arbeitgeber nicht mehr entlohnen kann und die überteuerte Dienstleistung gesperrt werden muss. Das frechste kst dann die heuchlerisch Sorge vom politischen Abschaum wegen Strom sperren die in Wahrheit nur einen Schutz der Wirtschaft werden sollen. Ja willkommen im Wahnsinn Europa, im Wahnsinn West.

  2. A. Quatermain Says:

    Da kann der Ivo ja noch froh sein, das er er 1 Million Euro Abfindung, nebst Pensionsrückstellung bekommen hat.

    Man sollte auch mal die Wohltaten für Mitarbeiter und genehme Wohnungsunternehmen von Enervie überdenken.

    Warum bekommt im Jahre 2015 ein Mitarbeiter, die gemeinen Rentner von Mark E, Enervie etc. nicht vergessen, immer noch sogenannten Pfennig-Strom?

    Warum zahlt ein Mieter einer Hagener Wohnungsgenossenschaft,
    weniger für seinen Strom, als sein unmittelbarer Hausnachbar oder
    Häuslebesitzer?

    Ach ja, ich vergaß, der gemeine Mieter zahlt ja schon über seinen hohen Grundstrompreis, die obigen Wohltaten.

    Viele Rentner und Arbeiter, Arbeitslose Sozialhilfeempfänger inbegriffen, haben mangels PC immer noch nicht die Möglichkeit,

    durch Strom-Preissuchmaschinen einen für sich günstigeren Strompreis aus zu suchen.

    Und abgehalfterte Politiker schaffen sich in Gemeinnützige Wohnungsunternehmen ein schönes Zubrot.
    Mit günstigen Strompreisen für ihre Mieter schaffen sie bei Wahlen immer Pluspunkte. Zulasten der anderen Stromkunden.

    Und der Betriebsrat als Zweiter Vorsitzender im Aufsichtsrat,
    will von All dem, nichts gewusst haben?

    Ich möchte nicht wissen, was der Ausflug zu NUON Berlin gekostet hat?

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