„Im stillen Kämmerlein ausgeguckt“

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SPD: Possenspiel um Jobcenter geht in eine weitere Runde

Das Possenspiel um die Nachbesetzung der Geschäftsführerposition geht nach der jüngsten Hauptausschusssitzung in eine weitere peinliche Runde.

Schon im Vorfeld hatte die SPD-Fraktion das intransparente Verfahren um die Auswahl der neuen Jobcenter-Geschäftsführerin angemahnt und wurde von Oberbürgermeister Schulz dafür kritisiert. Die SPD-Fraktion bemängelte, dass nach einer internen Ausschreibung die gleiche Kandidatin als einzige Bewerberin der Findungskommission vorgestellt wurde.

Der Antrag, mögliche weitere Kandidaten anzusprechen, wurde von Oberbürgermeister Schulz brüsk zurückgewiesen. In der Findungskommission und im Rat machte die SPD-Fraktion deutlich, dass sie von der Qualifizierung der einzigen Kandidatin keinesfalls überzeugt ist und wurde überstimmt.

Dass jetzt letztlich auch der neue Chef der Hagener Bundesanstalt für Arbeit, Marcus Weichert, die Bewerberin Christina Borrmann als nicht qualifiziert zurückgewiesen hat, ist für die SPD-Fraktion daher so wenig verwunderlich wie die Rücknahme ihrer eigenen Bewerbung.

Nach Einschätzung der Fraktion wollten der OB und sein Personalchef Stefan Kessen, der übrigens der Lebensgefährte von Christina Borrmann ist, die städtische Datenschutzbeauftragte mit aller Macht auf diese Position hieven. Wohlwissend, dass sie den Anforderungskriterien nicht genügt. Sollte das, fragt sich die SPD, ein nachträgliches Geschenk an Stefan Kessen sein, der den OB-Kandidaten Schulz im Wahlkampf unterstützt hat?

„Wir fühlen uns jetzt in unserer Einschätzung bestätigt. Wir bedauern aber gleichzeitig, dass es aufgrund der uneinsichtigen Haltung des Oberbürgermeisters zu dieser Entwicklung gekommen ist“, so Ramona Timm-Bergs, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Im Hauptausschuss teilte Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit, dass er die Stelle erneut öffentlich ausschreiben will. Allerdings ist damit zu rechnen, dass das Jobcenter in Zukunft nicht mehr von einem kommunal eingesetzten Geschäftsführer, sondern von einem Geschäftsführer aus den Reihen der Arbeitsagentur geführt wird.

„Soweit hätte es nicht kommen müssen, wenn man innerhalb der Verwaltung von vornherein breit und sachorientiert auf die Suche nach geeigneten Personen gegangen wäre anstatt im stillen Kämmerlein jemanden auszugucken, der weder die erforderliche Führungserfahrung für 300 Mitarbeiter hat noch mit dem SGB II vertraut ist“, so SPD-Fraktionschef Mark Krippner.

3 Antworten to “„Im stillen Kämmerlein ausgeguckt“”

  1. zampano Says:

    „Napoleon Eric “O“jeh“ Schulz im stillen Kämmerlein…

    Fassungslos über die nachhaltige Ignoranz des kleinen Hagener Möchtegerns, alias „Napoleon Eric “O“jeh“ , zugleich gepaart mit der Arroganz der Macht und selbst phantasierter Größe, müssen wir erleben, wie das Amt des Oberbürgermeisters durch die festzustellende Selbstdemontage, mit wiederholt gezeigtem respektlosem und „schlechtem Stil“, nachhaltig öffentlich beschädigt wird.
    Was glaubt dieser selbsternannte ach so smarte(?) „Moderator der willigen Vernunft“ eigentlich, wie er mit der kritisch demokratischen Öffentlichkeit – aus seiner de Facto demokratisch gewählten Minderheitsposition – durch Selbstüberhöhung und rigidem Durchregieren verfahren kann? Seine öffentlichen, einseitigen Verlautbarungen als durchsichtige Rechtfertigung in der letzten Pressemitteilung zur Personalie Chr. Borrmann, mit versuchter Bloßstellung (durch einseitig bewertende Darstellung vertraulich geführter interner Gesprächsinhalte mit entsprechender Schuldzuweisung) des neuen Chefs der Hagener Bundesanstalt für Arbeit Herrn Weichert, hätten für ihn in einem beamtenrechtlich hierarchischen Verhältnis sicherlich unmittelbar zu erheblichen, spürbaren disziplinarischen Konsequenzen geführt! Der neue VG BA Herr Weichert hat dazu m.E. sehr diplomatisch mit entsprechend klugem Kommentar reagiert. Dagegen war die von Eric “O-jeh“ als Majestätsbeleidigung und narzistische Kränkung empfundene kritische Mitteilung der, auf seine unmittelbare Initiative hin, inzwischen abberufenen Geschäftsführerin des Job Centers E.-M. Kaus-Köster, tatsächlich nur eine Petitesse; allerdings mit den inzwischen bekannten, erst durch die Presse öffentlich gemachten Konsequenzen; mit dem durch den OB inzwischen eingetretenen EKLAT, durch ihn allein verursacht mit dem Rausschmiss von JC GF Kaus-Köster, ursprünglich aber sicherlich so nicht beabsichtigt, der nun als AUSGEWACHSENER KOMMUNALPOLITISCHER SKANDAL, durch weiter gezeigte konsequente Inkompetenz, i.V.m. Impertinenz, Inflexibilität und mangelnder Souveränität im Verwaltungshandeln bei dem Personalauswahlverfahren zur JC GF-Nachfolge, bis auf Weiteres seit nunmehr 5 Monaten als „HÄNGEPARTIE“ immer neue wundersamen Blüten treibt.
    Wir dürfen weiterhin gespannt sein, dabei bleibt letztlich unbedingt zu hoffen, dass die öffentliche Presse nicht müde wird, diese unsäglichen Machenschaften weiter investigativ aufzudecken und kritisch zu berichten!
    Nun offensichtlich also immer noch kein Einlenken, verbunden mit selbstkritischer Einsicht und Korrektur bisherigen ineffektiven Handelns, sondern ein fast als neurotisch zu bezeichnendes „more oft he same“, immer wieder erneut gegen die Wand.
    Wie lässt sich sonst das erneut insistierende Beharren auf dem kommunalen Vorschlagsrecht (MERKE: Vorschlagsrecht bedeutet aber nicht automatisch auch Besetzungsrecht, dazu bedarf es der gemeinsamen Abstimmung und anschließenden Wahl in der Trägerversammlung der gemeinsamen Einrichtung des Jobcenters) der Job Center Geschäftsführung verstehen, obwohl bisher bei der letzten Ausschreibung doch nur eine offensichtlich nicht qualifizierte Bewerberin (Christina Borrmann) dennoch durch die Verwaltungsspitze favorisiert und sogar auch noch durch den ahnungslosen und inzwischen wohl düpierten Rat gewählt wurde?
    Warum kann man sich in der kommunalen Verwaltungsspitze nicht mit dem „kommunalen Vorsitz“ in der Trägerversammlung abfinden? Die Gestaltungsmöglichkeiten und eine angestrebte Einflußnahme bei der „gemeinsamen Einrichtung“ wären bei dieser Konstruktion absolut gegeben, auch wenn dann die Geschäftsführung JC qualifiziert durch eine Person der BA besetzt wäre?
    Jetzt also durch OB Eric “O“-jeh eine, als „Kampfansage“ und als machtvoll inszenierte Selbstbehauptung zu entlarvende, erneute bundesweite (?) öffentliche Ausschreibung durch die Kommune, obwohl doch durch die BA mit ihrem klar definierten Qualifikationsprofil als Anforderung für diese Stelle bereits eine Ausschreibung läuft, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kurzfristig zu einer qualifizierten Bewerberauswahl mit gutem Ergebnis führen wird.
    Wahrscheinlich sind die tatsächlichen Beweggründe von „Napoleon Eric “O“jeh“ nicht mit rationaler Logik zu verstehen, wie so häufig wenn es um Strategien der „eingebildeten“ Macht und deren bedingungsloser Durchsetzung geht.
    Wie ist dieses respektlose und würdelose Verhalten gegenüber den ca. 300 JC – Mitarbeitern und den vielen betroffenen Hagener Bürgern im politisch öffentlichen Raum zu legitimieren?

  2. Gerold Vogel Says:

    Ich finde es immer bedenklich, wenn Kommentarschreiber zu feige sind ihren Namen zu veröffentlichen und solche Texte unter einem Pseudonym schreiben. Ein bisschen weniger Polemik und mehr Sachlichkeit würde sicherlich auch etwas Qualität in den „Kommentar“ bringen. Also „Butter bei die Fische und Flagge zeigen“!

    • Zampano Says:

      Wo bleibt denn Ihre persönliche kritische Stellungnahme zu dem Vorgang???Ausser einer dünnen oberflächlich förmlichen Kritik mangelt es leider total an kritisch inhaltlichem Bezug; ist ja bekanntlich auch leichter ohne einen eigenen Standpunkt zu vertreten.Aber ‚man‘ hat sich ja ganz mutig unter eigenen Namen zu Wort gemeldet, nur weiter so!

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