Die Hasper Brille als eine politische Leidenschaft

by

„Eigentlich bin ich aus Haspe nie rausgekommen.“ Eine Feststellung aus dem Mund von CDU-Ratsherr Gerhard Romberg, bei der keineswegs Frust, sondern vor allem leidenschaftliche Heimatliebe mitschwingt. Heute feiert der Architekt von der Hestert, der seit mehr als vier Jahrzehnten das Gesicht der Hasper CDU mitprägt und dort heute noch als stellvertretender Bezirksbürgermeister agiert, seinen 70. Geburtstag. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Hinter dem, was als „leidenschaftliche Heimatliebe“ verklärt wird, verbirgt sich oft genug in den Reihen der Hagener Politik der Mief des Provinziellen. Zur „Hasper Brille“ fehlt da nur noch die gelbe Armbinde mit den drei schwarzen Punkten. Der im Artikel erwähnte Beitrag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel erschien 1981 unter dem Titel „Schwarzarbeit: Unglaublich, was da läuft“. Dort heißt es über Romberg:

Beamte, so scheint es, haben wenig zu befürchten, wenn sie ihre Höchstform nach Dienstschluß erreichen. Nur wenn einer allzu ungeniert anschafft und sich dabei erwischen läßt, ergeht es ihm wie Gerhard Romberg aus dem Bauordnungsamt der Stadt Hagen, über dessen ausgedehnte Nebenjobs sich freiberufliche Architekten lange Zeit beschwerten.

Der fleißige Staatsdiener, so vermuteten Hagener Architekten, strich jährlich bis zu 180 000 Mark für die nebenberufliche Planung von Mehrfamilienhäusern ein. Als im vergangenen Jahr den Freiberuflern, die ihr durchschnittliches Jahreseinkommen mit 70 000 bis 80 000 Mark angeben, eine Romberg-Rechnung über rund 100 000 Mark in die Hände fiel, ließen sie ein Dienststrafverfahren einleiten. Daraufhin quittierte ihr schwarzer Konkurrent den Dienst.

Quelle: Spiegel 46/1981

Advertisements

Eine Antwort to “Die Hasper Brille als eine politische Leidenschaft”

  1. A. Quatermain Says:

    Die untere Anmerkung sagt doch alles über diesen Neo-Liberalen CDU Parteisoldaten aus.

    Das ist wie bei Herrn Blatter.
    Ein Unrechtsbewusstsein scheinen diese Leute nicht zu haben.

    Fehlt nur noch, dass die CDU aus Hagen,
    ihn für einen Orden empfiehlt.

    Ich möchte nicht wissen, um wie viel Steuern er den Fiskus, also uns um Steuern betrogen hat.

    Bei 70.000 Deutsche-Mark Angabe,
    zu 100.000 Deutsche-Mark Rechnung,

    fehlen schon 30.000 Deutsche-Mark.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: