Flächenreserven sind am Ende

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Gewerbeflächen ohne Auflagen und Einschränkungen gibt es in Hagen kaum noch. Um so mehr richten Stadt und Wirtschaft ihren Blick auf das Böhfeld. (…)

Für SIHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Peter Rapp-Frick allerhöchste Zeit, durch aktive Flächenpolitik entschlossen das Steuer herumzureißen.

„Eine Stadt ohne Gewerbe- und Industrieflächenangebot glaubt nicht mehr an ihre Zukunft“, bilanzierte er vor Vertretern aus Wirtschaft und Politik. „Wer nicht über Industrieflächen spricht und entscheidet, kann sich die Diskussionen um Wohnen, Kultur und Lebensqualität gleich ganz sparen“, betonte er, dass es der Kammer nicht darum gehe, die Landschaft zuzubetonieren, sondern durch die Schaffung von Arbeitsplätzen die Grundlagen für eine Stadtgesellschaft zu erhalten. Ausdrücklich sprach er sich dafür aus, das Böhfeld am Rande des Hengsteysees (16,5 Hektar) für eine Gewerbenutzung zu entwickeln. Rapp-Frick ging in der Diskussion unter dem Motto „Wirtschaft braucht Raum“ sogar noch einen Schritt weiter: „Eine Stadt mit großen Waldflächen muss sich auch die Frage stellen, ob sie sich nicht von Wald trennt.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Was will Rapp-Frick eigentlich? Schließlich hat seine SIHK mit dazu beigetragen, ehemalige Flächen für produzierendes Gewerbe umzunutzen. Die Weiterbildungseinrichtung der Industrie- und Handelskammer im „Gewerbepark“ Kückelhausen steht heute dort, wo ehemals die Feineisenstraße der Klöckner-Werke Draht produziert hat. Nebenan befinden sich die Büroetagen der Schwesterorganisation Kreishandwerkerschaft und die Fachhochschule für Verwaltung, dahinter ein Telefonbuchverlag. Der Rest dieses „Gewerbeparks“ ist überwiegend mit (teilweise schon wieder leerstehenden) Autoläden zugepflastert. Ebenfalls nicht für Produktionen genutzt werden die angrenzenden Flächen der ehemaligen Stadtwerke und des Schlachthofes. Auf dem früheren Stadtwerke/Mark-E-Areal finden sich bzw. sind geplant: Autowaschanlage, Tankstelle, Parkplatz, Überwinterungsgaragen für Wohnmobile, Eventhalle etc. pp. Das Schlachthofgelände rottet seit Jahren vor sich hin, nachdem die Stadt es für ein Butterbrot an dubiose „Investoren“ verhökert hat. Die Liste ließe sich fortsetzen.

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