Osthaus nur noch am Wochenende geöffnet?

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von Christoph Rösner

Toll gemacht, Herr Huyeng! Sie sind DOCH der Beste für diesen Posten! Oder etwa nicht?

„Thomas Huyeng ist die größte Fehlbesetzung des Jahrzehnts“. Erinnert Sie das an irgendetwas? Vielleicht an das abgewandelte Zitat unseres Hauptstadtintendanten Claus Peymann? Gut, der kennt Sie sicher nicht, und diese Stadt kennt er ganz sicher auch nicht, aber sein Zitat – adressiert an Tim Renner – passt eben gerade wie die Faust aufs Gretchen, wobei ich Sie, verehrter Herr Huyeng, ganz bestimmt nicht mit dem berühmten Gretchen gleichsetzen möchte.

Die erste und einzige Fehlbesetzung sind Sie hier sicher nicht, so besonders sind Sie – sorry – dann doch wieder nicht, verehrter Herr Huyeng. Mit den Konterfeis Hagener Fehlbesetzungen könnte man locker die Fassade des alten Horten-Kaufhauses verkleiden.

Und doch schlagen Sie mit Ihren Plänen in gewisser Weise dem Hagener Fass die Krone durchs Gesäß. Und Sie orakeln: „Jede meiner vorgeschlagenen Maßnahmen wird einen Aufschrei in der Bevölkerung und bei den Mitgliedern auslösen“, und dass Sie keine Wahl haben, lassen Sie sich zitieren.

Aber ich höre keinen Aufschrei. Ich vernehme nur ein unterschwelliges Grollen, das ganz offensichtlich Ihnen und Ihrer Handhabung von Kultur gilt und das immer weiter anschwillt, verehrter Herr Huyeng.

Und selbstverständlich haben Sie eine Wahl. Sie wissen nicht, welche? Ich möchte Ihnen Ihre Option hier gerne aufzeigen. Machen Sie weiter wie bisher, aber bitte in einem anderen ahnungslosen Städtchen, das sich in seiner Not wohl gerne Ihrer einzigartigen Talente und Fähigkeiten bedienen wird. Und keine Sorge, ganz sicher wird sich jemand finden, der Ihnen ein ordentliches Arbeitszeugnis ausstellen wird.

Doch vorher sollten Sie hier noch die zahlreichen Aufgaben erledigen, für die man Sie aus Euskirchen geholt hat.

Verarzten Sie vor Ihrem rühmlichen Weggang bitte noch die Musikschule, die Kulturzentren und das Theater, damit Sie den Spitzennoten in Ihrem Zeugnis auch gerecht werden.

Wer will schon mit einem Vermerk über nicht erledigte Aufgaben seinen neuen Job antreten.

Sie haben die Satire verstanden? Na, hoff´ ich doch … denn, verehrter Herr Huyeng, wir brauchen hier keine Plattmacher!

Von denen hatten wir bereits genug!

Wir sind gerade dabei, uns lang- und mühsam aus der Depression herauszuwinden, was Sie augenscheinlich verhindern wollen. Doch auch wenn der Hagener Groll – leider immer noch – kein lauter ist, so wird er sich doch mehr und mehr Gehör verschaffen, und vielleicht schreiben irgendwann die wirklich Betroffenen auch solche bitter-bösen Leserbriefe.

Wie heißt es im Volksmund so schön: das Schlimmste tut man sich immer selbst an…aber wir haben eine Alternative: wer diese Stadt besser machen will, muss sich erst von dem oder denen befreien, die sie schlechter machen wollen.

In diesem Sinne: Avanti Dilettanti! Und Ihnen weiterhin noch eine schöne Zeit hier in Hagen.

Eine Antwort to “Osthaus nur noch am Wochenende geöffnet?”

  1. Harald Helmut Wenk Says:

    „Why don’t you cry, when I hurt you“ Popsong…

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