Die Politik hätte einbezogen werden müssen

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Hagen Aktiv zur Ablösung des Enervie-Vorstands Ivo Grünhagen

„Der Aufsichtsrat ist offensichtlich zu spät wach geworden, die Gründung der vor ihrem Start hochgelobten Arbeitsgruppe hat nichts bewirkt“, kommentiert der Vorsitzende der Ratsfraktion Hagen Aktiv, Dr. Josef Bücker, die Abberufung Ivo Grünhagens. Ob die Ablösung nunmehr die dringend benötigten Ideen für den Weg aus der Krise in den Köpfen der weiter im Amt Verbliebenen freisetze, müsse allerdings bezweifelt werden, zumal sich die Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft in keiner Weise verändert haben.

Durchaus kritisch sieht die Ratsfraktion Hagen Aktiv, dass die Entscheidung ohne Beteiligung des Rates gefällt worden ist. „Die Enervie AG ist ein Unternehmen in kommunaler Trägerschaft, deshalb hätte die Politik einbezogen werden müssen“, so Dr. Bücker weiter.

Finanziell werde Enervie durch Pensionsrückstellungen für Grünhagen wie die voraussichtliche Zahlung einer Abfindung, der Vertrag lief noch bis 2018, in nicht unerheblichem Maße zusätzlich belastet werden. Der Rat der Stadt hat in seiner letzten Sitzung mit dem Mehrheits-Beschluss zur Ertüchtigung des Wasserwerks Hengstey der Enervie AG weitere 15 Millionen Liquidität genommen. Wie die Kapitalgeber auf den Schritt der Anteilseigner reagieren werden, Grünhagen abzulösen, ohne einen respektablen, kompetenten Nachfolger präsentieren zu können, müsse auch noch abgewartet werden.

Die Folgen insgesamt für das Unternehmen Enervie, dessen Mitarbeiter, die Anteilseigner und nicht zuletzt die Stromkunden seien derzeit noch nicht abschätzbar. „Hagen Aktiv fordert deshalb Aufsichtsrat und Anteilseigner auf, den Vorstand der Enervie AG durch Berufung einer Persönlichkeit, welche sich durch fundierte Kenntnisse in der Energiewirtschaft auszeichnet, schnellstmöglich wieder in einen handlungsfähigen Zustand zu versetzen“, so Dr. Bücker abschließend.

Eine Antwort to “Die Politik hätte einbezogen werden müssen”

  1. erbsenzaehler Says:

    Was für ein Unsinn.

    „Die Politik“ bzw. „der Rat“ ist doch einbezogen.
    Vertreter im Aufsichtrat sind OB Schulz, C. Purps und S. Ramrath (CDU), J. Riechel (Grüne), C. Rudel und T. Schisanowski (SPD).
    Als ob diese auf einmal nichts wüßten…..

    Zitat: „Finanziell werde Enervie durch Pensionsrückstellungen für Grünhagen … in nicht unerheblichem Maße zusätzlich belastet werden.“
    Das ist falsch.
    Diese Pensionsrückstellung wird über die Jahre der Beschäftigung aufgebaut und in die Kosten gebucht.

    Sollte Herr G. eine Abfindung erhalten, wäre dies allerdings materiell und ideell schädlich.

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