Köter statt Kinder

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Im Jahre 2010 beschloss die Bezirksvertretung Hohenlimburg mit großer Mehrheit die Schließung einer Reihe von Kinderspielplätzen. Bei jeweils nur 1-2 Nein-Stimmen bzw. Enthaltungen reihten sich die Bezirksvertreter willig in den grassierenden Kürzungsrausch ein.

Zur BV-Sitzung am Mittwoch leitet die SPD-Fraktion die Kehrtwende ein: Der Spielplatz Damschkeweg soll reaktiviert werden. Aber nicht für Kinder.

Die SPD-Fraktion in der BV Hohenlimburg wird einen Antrag stellen:

„Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob am ehemaligen Spielplatz am Damaschkeweg die Einrichtung eines Freilaufplatzes für Hunde möglich ist.“

Eine Begründung liefern die vermeintlich „sozialen Demokraten“ gleich mit:

„Rund um den ehemaligen Spielplatz Damschkeweg wohnen viele Hundebesitzer. Vermehrt wurde an den Fragesteller die Bitte herangetragen, den ehemaligen Spielplatz als Freilaufplatz für Hunde nutzbar zu machen. Das gesamte Gebiet ist umzäunt, lediglich der Eingang müsste mit einem Tor versehen werden.“

Diese eigenmächtige Aktion kann die Hagener Unlinke natürlich nicht auf sich sitzen lassen, wird ihr damit doch das einzige Thema streitig gemacht, mit dem sie bisher eigenständig hervorgetreten ist: Hunde und Hundesteuer. Also wird einen Tag später, bei der Ratssitzung am Donnerstag dieser Woche, nachgelegt – und zwar richtig:

„Schon mehrfach wurde im Rat und den Bezirksvertretungen in den vergangenen Jahren über das Thema Hundewiesen / Freilaufflächen diskutiert. So wurde immer in Aussicht gestellt, dass die Verwaltung sich um die Suche neuer Flächen kümmern werde. Wir bitten nun um einen Sachstandsbericht zum Thema.

Besonders möchten wir dabei wissen: Welche Flächen gibt es? Welche Flächen sind in Vorbereitung? Welche Flächen sind in der Planung? Für den Fall, dass zur Frage 2 und / oder 3 die Antwort: „Keine“ lautet, möchten wir wissen: Warum ist dies nicht der Fall? Wir behalten uns Anträge in der Beratung vor.“

Und weil das Problem am anderen Ende der Leine auf einem Bein nicht so recht stehen kann, wird noch eine Anfrage nachgeschoben:

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Rahmen der laufenden Hundezählung im Hagener Stadtgebiet möchten wir gerne wissen: Gab es nach der Veröffentlichung der Zählung eine Zunahme der Anmeldung von Hunden? Wenn Ja wie viele?“

Es ist schon bemerkenswert – für die Hagener Verhältnisse aber keinesfalls verwunderlich – welche Themen Politkläffer, die immer die „soziale Gerechtigkeit“ wie eine Monstranz vor sich her tragen, ins Zentrum ihrer Bewegung stellen.

Köter statt Kinder – das wird diese Stadt wieder einmal ungemein voranbringen. Trost findet man nur noch bei Erich H.: Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Kot noch Köter auf.

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