Porsche-Raser in Hagen mit 113 km/h geblitzt

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Die Polizei Hagen hat in einer Zone 30 einen Porsche mit 113 km/h geblitzt. Ein trauriger Rekord, der den Leiter der Direktion Verkehr ärgert. (…)

Ein Fußgänger oder ein Radfahrer würde einen Unfall mit einem Pkw, der 113 km/h fährt, kaum überleben.

Um so mehr verwundert die relativ geringe Strafe, mit der der Porsche-Fahrer rechnen muss. „Maximal 680 Euro, ein Fahrverbot von drei Monaten sowie zwei Punkte in Flensburg sind bei Geschwindigkeitsverstößen jenseits der 70 km/h vorgesehen“, so Hoffmann mit Blick auf den festgeschriebenen Strafrahmen. Allerdings kommen in diesem Fall durchaus Zweifel an der generellen Fahreignung in Frage. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Straßenverkehrsgesetz (StVG) – § 3 Abs. 1 Entziehung der Fahrerlaubnis:

„Erweist sich jemand als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen, so hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen.“ Eigentlich eine Muss- und keine Kann-Vorschrift. Eigentlich hat der Raser den Nachweis erbracht, dass er ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist – Auto als Waffe. Eigentlich.

Bei DerWesten kommentiert Leser „karmey“ die hiesigen Verhältnisse zutreffend:

Deutschland, einig Raserland!

Hagen, die autogerechte Stadt, Tabellenletzter in puncto Fahrradfreundlichkeit und mit rasenden Porsches in verkehrsberuhigten Bereichen. Das passt alles zusammen. Zum Glück für den Raser gilt im Auto-darf-alles-Land Deutschland Raserei im Strassenverkehr seit der NS-Zeit als Kavaliersdelikt und so besteht gute Hoffnung, dass der Raser auch zukünftig weiter gut aufs Gas drücken und als potentieller Totschläger schwächerer Verkehrsteilnehmer unterwegs sein kann. In der Schweiz oder in Schweden wäre für den Raser die Sache freilich anders geendet: Beschlagnahme des Geschosses und Gefängnis!

Dazu auch hier:

Harte Strafen gegen Raser in der Schweiz: „Es soll schmerzen“

Ein Autofahrer aus Deutschland hat es in der Schweiz besonders eilig gehabt: Mit 215 km/h raste er im Aargau am Wochenende über die Autobahn, laut Messungen der Kantonspolizei war er damit 88 km/h zu schnell in seinem Mercedes unterwegs. Jetzt drohen ihm eine Freiheitsstrafe auf Bewährung und der Verlust seines Wagens – diesen hat die Polizei nämlich beschlagnahmt und kann ihn jetzt möglicherweise versteigern. (…)

Neben der Beschlagnahme des Fahrzeugs drohen den Verkehrssündern außerdem zwischen einem und vier Jahre Haft auf Bewährung sowie ein Fahrverbot zwischen zwei und zehn Jahren. „Es soll die Raser schmerzen“, sagt ein Sprecher des Schweizer Bundesamts für Straßen (Astra) gegenüber SPIEGEL ONLINE zu den drakonischen Maßnahmen. (…)

Laut einer Befragung in allen Schweizer Kantonen durch die Zeitung „Sonntags Blick“ eröffneten die Behörden im Jahr 2013 rund 500 Verfahren und zogen mehr als hundert Autos ein. (…)

Quelle: Spiegel online

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