„Das Schlechtreden der Enervie muss endlich aufhören“

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Für heftige Kritik sorgen bei der CDU-Fraktion die Veröffentlichungen von SPD und Linkspartei zur Zukunft der Enervie. „Da schwingt sich die politische Bruderschaft Hentschel/König als Retter der Mitarbeiter sowie des Unternehmens auf, nachdem sie erst einmal verantwortungslos bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich Brände entfacht haben“, poltert CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel. „Das Schlechtreden der Enervie muss jetzt endlich aufhören! Dieses Doppelspiel befriedigt vielleicht die parteiinternen Klientel, schadet aber dem Ruf des Unternehmens.“ Die Diskussion verunsichere die Mitarbeiter mehr als dass es ihnen den Eindruck vermittele, alles liefe in einem geordneten Verfahren. (…)

Hinter allem stehe das Ziel der SPD, die städtischen Beteiligungen, finanziert durch Kommunalkredite, neu zu ordnen. Als „Stadtwerke 2.0“ sollten verschiedene Teile von anderen Unternehmen in den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) integriert werden. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Zum wiederholten Male zeigt sich an diesem Beispiel, dass die Hagener CDU weder über Konzepte noch über satisfaktionsfähiges Personal verfügt. Die Integration von Teilen des bunten Straußes städtischer Unternehmen in den Wirtschaftsbetrieb (wahlweise auch in die HVG) läuft doch bereits – mit den Stimmen der CDU. Hat der Fraktionsvorsitzende das nicht mitbekommen?

Andererseits betreibt die CDU die Rückabwicklung der Gebäudewirtschaft (GWH) in ein städtisches Amt, was interessanterweise wiederum der SPD missfällt. Wirrnis und Irrsinn soweit das Auge reicht.

Begründet wird dieser Verschiebebahnhof jedes Mal mit angeblichen Kostenvorteilen, die sich dann aber offenbar nicht einstellen. Im Zweifelsfall verdienen Banken über Jahre an diesen chaotischen Deals – und die Bürger bezahlen den Unfug. Ein Beispiel ist die Stadtentwässerung (SEH): ursprünglich ein städtisches Amt, dann eine von der Stadt gegründete eigenständige Gesellschaft, die der Kommune das Kanalnetz (natürlich auf Kreditbasis) abkaufte, inzwischen ist die SEH im Wirtschaftsbetrieb Hagen aufgegangen. Die damals aufgenommenen Kredite in dreistelliger Millionenhöhe müssen natürlich weiterhin bedient werden – finanziert aus den Abwassergebühren.

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